Unruhe am Witschert

Anwohner schimpfen über Langzeit-Baustelle

sz Achenbach. »Seit nunmehr über drei Monaten besteht in der Straße Am Witschert eine durch Sie in Auftrag gegebene Baustelle für Neuverlegung einer Wasserleitung«, beschwert sich Architekt Gerhard Klein in einem Brief an die Geschäftsleitung der Siegener Versorgungsbetriebe (SVB). Klein ist Witschert-Anwohner und schildert in dem Schreiben den Unmut »einiger anderer Anwohner«.

Man müsse sich grundsätzlich schon die Frage stellen, warum die Verlegung von rund 100 m Wasserleitung, die bis heute nicht fertiggestellt sei, einen solchen Zeitraum in Anspruch nehme. Anwohner hätten feststellen können, dass die Baustelle an vielen Tagen und Wochen überhaupt nicht besetzt gewesen sei.

»Wer die Verhältnisse Am Witschert kennt, müsste sich eigentlich fragen, wie ein geordneter Straßenverkehr bei winterlichen Verhältnissen an der abschüssigen Straße überhaupt möglich ist.« Verschiedene Anwohner hätten sich deshalb bei der Koordinierungsstelle der Stadt Siegen und auch bei den SVB über den Zustand und die schleppende Abwicklung beklagt, worauf einige Stellen mit Stahlplatten abgedeckt worden seien. Bei den Ausfahrten aus den Nebenstraßen sei der Graben nur mit grobem Schotter verfüllt worden, was sich bei Regen und vor allem bei winterlichen Verhältnissen zu tiefen Löchern ausfahren werde, prognostiziert der Architekt.

Gearbeitet worden sei schon seit fast drei Wochen nicht mehr, heißt es in dem vom 15. Dezember datierenden Brief. »Und man will es wohl auch vor dem Frühjahr nicht mehr tun, was sich aus der Tatsache ergibt, dass man an diesem Wochenende für einen Streckenabschnitt von 25 bis 30 Metern eine Ampel aufgestellt hat«, vermutet Klein. »Warum stellt man für eine so kurze Strecke eine Ampel auf, wenn dies während der dreimonatigen Bauzeit für die gesamte Baustelle nicht nötig war?« Wie stelle man es sich vor, dass auf dieser abschüssigen Straße Fahrzeuge, die aus der Stadt kommend vor der Ampel halten müssen, bei Eisglätte wieder anfahren sollen? Klein: »Ich glaube, dass man hier das Denken versäumt hat. Ich bezweifle auch, ob diese Verkehrssicherungsmaßnahme von der Stadt so angeordnet wurde.« Daher fordert er die SVB auch im Namen einiger anderer Anlieger dringend auf, unverzüglich die Baustelle so herzurichten, dass bis zur Wiederaufnahme der Arbeiten ein geordneter Kfz-Verkehr auch für Winterbetrieb möglich ist.

Noch ein weiterer Punkt brennt Gerhard Klein auf den Nägeln. »Der erst im Frühjahr dieses Jahres mit Bürgergeldern fertig gestellte Bürgersteig wurde durch Flugrost, verursacht durch verantwortungsloses Schneiden der Gussrohre auf dem Bürgersteig, verunstaltet.«

Der Brief an die SVB scheint seine Wirkung nicht verfehlt zu haben. Beim gestrigen Besuch der SZ vor Ort waren die Bauarbeiten in vollem Gange. Nach Auskunft eines SVB-Mitarbeiters sollen sie bis Ende der Woche – »bis auf die abschließende Feinschicht« – beendet sein.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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