Ehepaar Schäfer von Brand betroffen
„Unser kleines Paradies ist hin“

Brunhilde und Gerhard Schäfer stehen in ihrem ruinierten Garten. Das Feuer im Nachbarhaus hat auch auf ihrem Grundstück für einen ordentlichen Schaden gesorgt.
  • Brunhilde und Gerhard Schäfer stehen in ihrem ruinierten Garten. Das Feuer im Nachbarhaus hat auch auf ihrem Grundstück für einen ordentlichen Schaden gesorgt.
  • Foto: kalle
  • hochgeladen von Karl-Hermann Schlabach (Redakteur)

kalle Siegen. Dem Ehepaar Schäfer haben die Flammen vom Brand von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag in einem leerstehenden Gebäude an der Ecke Hessische Straße/Brüderweg ihr kleines Gartenparadies ruiniert (die Siegener Zeitung berichtete). Im leer stehenden Nachbarhaus hatte Müll im Garten und in der Garage gebrannt. Die Flammen waren von dort aus auf das Wohngebäude übergesprungen. Über die Brandursache liegen noch keine Angaben der Polizei vor.

Von der großen Hecke zur Straße hin ragen nur noch schwarze Stämmchen in die Höhe. Das kleine „Festzelt“, dort wo sich das Ehepaar gerne aufhielt, hängt schlaff wie Lappen traurig herunter. Die zersplitterten Blumentöpfe liegen kreuz und quer im Garten. Die Haustüre ist durch die hohen Temperaturen ebenso schrottreif wie Teile der Hausfassade und der Jalousien. Die Hitze hat alles verformt.

Der Schock sitzt bei Brunhilde (79) und Gerhard (86) noch tief. Gegen 2.50 Uhr hatten Feuerwehrmänner heftig an der Haustüre und an den Fenstern geklopft. „Es war in diesem Moment schon so heiß, dass wir nicht mehr durch die Haustüre gehen konnten. Wir haben uns schnell unsere Hausanzüge angezogen und sind dann über die rückliegende Türe ins Freie gelaufen!“

„Gegen 5 Uhr durften wir wieder in unser Haus. Ausdrücklich bedanken wir uns bei Polizei und der Feuerwehr, die waren sehr nett zu uns“, so Gerhard Schäfer beim SZ-Besuch .

Als die Morgendämmerung anbrach konnten die Schäfers allmählich in Augenschein nehmen, was der Brand bei den Nachbarn bei ihnen angerichtet hatte. Brunhilde Schäfer: „Wir sahen, unser kleines Paradies ist hin“.

Gestern wurde ein wenig Druck vom Kessel genommen. Ihr Versicherungsvertreter versprach, alle Kosten zu übernehmen. Doch erst einmal herrscht Chaos Schäfers Garten ist aktuell unbenutzbar. „Es muss erst festgestellt werden, ob der Boden durch das Feuer bzw. aufgrund der Löscharbeiten kontaminiert ist“, erklärte Brunhilde Schäfer ernüchtert. Und weiter: „Seit vier Wochen lagen direkt an unsere Grundstücksgrenze Berge von Müll, darunter ein Kühlschrank und andere Gerätschaften. Wir wissen nicht, was alles alles ausgelaufen ist“. Das grau geschieferte Haus am Kreisel solle nach ihren Informationen saniert werden.

Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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