Unterkunft wird menschlicher

   Einige im Konzept formulierte Standards werden in Burbach natürlich schon vom ersten Tag an umgesetzt – insbesondere solche, die die Kantine betreffen. Andere Standards hingegen sollen ab Mai 2015 umgesetzt werden. Foto: Jan Schäfer
  • Einige im Konzept formulierte Standards werden in Burbach natürlich schon vom ersten Tag an umgesetzt – insbesondere solche, die die Kantine betreffen. Andere Standards hingegen sollen ab Mai 2015 umgesetzt werden. Foto: Jan Schäfer
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wette - Die monatelange Fortführung einer überbelegten Notunterkunft mit provisorischem Charakter hat in Bad Berleburg und Burbach bald ein Ende. Am 1. Mai 2015, so die derzeitigen Planungen, wird die Erstaufnahmeeinrichtung Siegen-Wittgenstein an den Start gehen.

Sie besteht aus der zentralen Ausländerbehörde Siegen-Wittgenstein und den zentralen Unterbringungseinrichtungen in Bad Berleburg und Burbach. Die zentrale Ausländerbehörde soll Aufgaben der Registrierung und der Identifizierung übernehmen. An beiden Standorten sollen zudem Außenstellen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge installiert werden. Hierdurch sollen Asylanträge zügiger und einfacher gestellt werden können. Für Bad Berleburg und Burbach gelten dann endlich auch eindeutige und einheitliche Regelungen, auf die sich die Betreuungsverbände und die Bezirksregierung Arnsberg bereits im Oktober verständigt hatten.

Eine menschenwürdigere Unterbringung hatte die Gemeinde Burbach verlangt und in ihrer Resolution, die sie kürzlich erst auf den Weg gebracht hatte, gewisse Standards auch für den Betrieb der Unterkunft in Burbach gefordert. Mit Erfolg.

Nun gibt es nicht nur eine Begrenzung der maximalen Belegungszahlen (500), sondern auch verschiedene Standards bei der Betreuung. Viele von diesen wurden zwar schon vorher in Burbach umgesetzt, nun aber, ab Mai, werden sie auch offiziell und verpflichtend sein. Und: Weil der Betrieb der Notunterkunft bislang immer wieder für nur drei Monate verlängert worden war, hatte der Betreiber zudem große Probleme, auf fachkundiges Personal zuzugreifen. Auch das wird sich jetzt ändern, denn die zentrale Unterbringungseinrichtung auf dem Gelände der früheren Siegerland-Kaserne wird nun für mindestens fünf Jahre bestehen. Das gibt Planungssicherheit. Ebenfalls können demnächst auch teurere Projekte wie die Einrichtung eines Kinderspielplatzes umgesetzt werden. Sponsoren waren bislang abgesprungen, weil der Fortbestand über drei Monate hinaus nicht gesichert war. Zumindest nicht offiziell.

Künftig also gibt es Leistungsstandards, die in Burbach zum Tragen kommen. Dann auch ganz offiziell. Darüber hinaus bietet die „Fortschreibung der Leistungsbeschreibung über Standards in Unterbringungseinrichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen“ einen guten Einblick in den jetzigen und späteren Alltag in der Burbacher Einrichtung.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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