Unternehmen aus der Krise geführt

Waldemar Kosmalla und Thomas Weinert (Mitte, v. l.) gewannen das Unternehmensplanspiel. Foto: kk

kk Siegen. „Man lernt das Kalkulieren, bekommt Einblicke ins Marktgeschehen, wie man Ausgaben vorausberechnet, und es ist interessant zu sehen, wie sich Entscheidungen auswirken.“ Aus der Sicht von Marleen Hermeling, Schülerin am Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium, hat sich die Teilnahme am Planspielwettbewerb der Universität Siegen gelohnt. Und das, obwohl ihr Team „nur“ Platz acht unter neun Finalisten belegte. Denn: Einen Sieg haben die Weidenauer Gymnasiasten – wie alle teilnehmenden Teams – bereits errungen. Beim Unternehmensplanspiel „Schüler-an-die-Uni“, das vom Zentrum für ökonische Bildung Siegen“ (ZöBiS) der Universität ausgerichtet wurde, und an dem rund 200 Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Berufskollegs teilnahmen, hatten sie ihren Marktbezirk dominiert und die Endrunde erreicht. Letztere wurde gestern Vormittag auf dem Haardter Berg ausgetragen.

Die Märkte waren nach Herkunftsbereiche gegliedert. 63 Teams mit zwischen zwei und vier Mitgliedern waren im Januar an den Start gegangen. Diese kamen aus Siegen-Wittgenstein, Olpe, Altenkirchen, dem Westerwaldkreis, aus Oberberg, dem Märkischen Kreis sowie aus Bad Honnef. Partner des Planspiels waren die Wirtschaftsjunioren aus Altenkirchen, gesponsert wurde die Aktion von der Kreissparkasse Altenkirchen.

Dr. Michael Schuhen vom ZöBiS machte das abschließende Ranking spannend: „Ich hoffe es hat Spaß gemacht, gegeneinander zu spielen“, wandte er sich im Senatssaal an die jungen Leute. „Gewinner sind alle. Denn alle haben einen Markt gewonnen.“ Spannend schien der Wettbewerb allemal gewesen zu sein: „Einen richtigen Favoriten hatten wir eigentlich die ganze Zeit über nicht.“ Und: Ihr Ziel erreichten alle neun Final-Gruppen. Das bestand darin, ein in Turbulenzen geratenes Unternehmen aus der Krise zu führen. Dafür galt es beispielsweise Maschinen einzukaufen, die Produktion zu steigern, zu erhalten oder zurückzufahren, Qualitätsstandards festzulegen und somit Einfluss auf den Produktpreis zu nehmen. Im Vorwettbewerb waren Unternehmen spielerisch gegründet und aufgebaut worden.

Unter dem Strich hatten fünf Teams des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung aus Siegen die Nasen vorn. Erste wurden dabei Waldemar Kosmalla und Tomas Weinert. Als Preis erhielten sie 1000 Euro – einzulösen beim Studienantritt in Siegen in Form erlassener Studiengebühren für je ein Semester. Zudem erhalten die Teilnehmer des gestrigen Finales je einen Studienschein für erbrachte Leistungen im Fachbereich 5, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsrecht. Diese, so Dekan Hefeker, werden vom Prüfungsamt ausgestellt und an die Verbindungslehrer versandt.

Der Vollständigkeit halber: Die Plätze 6 und 7 belegte ein Team und ein verbliebener Einzelstarter des Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef. Allein antreten musste Adrian Stürk. Wegen Klausuren war seine Gruppe zerbröselt. Er selbst muss heute den in der Schule versäumten Leistungsnachweis nachholen. „Wir machen an der Schule viel in Sachen Wirtschaft“, lautete sein Fazit. Seine Erkenntnis: „Im Team wären mir etliche Flüchtigkeitsfehler nicht passiert.“ Platz9 erreichte das Ev. Gymnasium in Weidenau.

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