Unterstützung für Studierende aus anderen Ländern

Spenden helfen Hochschülern über die Runden

sz Siegen. Ausweitung der Deutschkurse, Einführung englischsprachiger Masterstudiengänge und eine Intensivierung der Marketingmaßnahmen, all dies sind Ursachen einer erfreulichen Zunahme der Zahl ausländischer Studierender an der Universität Siegen. Von 1220 (2000/2001) über 1350 (2001/2002) auf 1508 (2002/2003) ist ihre Zahl in den letzten drei Jahren (jeweils zum Wintersemester) angestiegen, ihr Anteil an der Gesamtzahl der Studierenden in Siegen beträgt jetzt 13,4 Prozent.

Da es parallel zu diesem erfreulichen Anstieg eine ebenso deutliche Zunahme bei den deutschen Studienanfängern gegeben hat, ist es in Siegen zum ersten Mal seit etlichen Jahren zum Beginn eines Wintersemesters, also in der Zeit von Mitte September bis Mitte November, wieder zu Engpässen in der Versorgung mit Wohnraum für Studierende gekommen. Davon waren deutsche Studierende ebenso betroffen wie ihre ausländischen Kommilitonen, diese hatten aber ungleich größere Schwierigkeiten bei der »Budensuche« zu überwinden.

Voll belegte Studentenwohnheime, ein weitgehend »abgegraster« privater Wohnungsmarkt und Vorbehalte gegenüber bestimmten Ausländergruppen in Folge der Ereignisse des 11. September 2001 führten dazu, dass vom Studentenwerk Notunterkünfte eingerichtet werden mussten und die ausländischen Studierenden häufig länger als ursprünglich geplant Unterbringungen in Hotels in Kauf nehmen mussten – Kosten, die bei der Planung des Studienaufenthaltes in Deutschland so nicht eingerechnet waren. Viele ausländische Studierende erhalten von der Familie, von Freunden und Bekannten Geld, um in Europa oder Amerika studieren zu können. Da fällt die materielle Unterstützung in vielen Fällen nicht eben üppig aus. Die Möglichkeiten, am Studienort Geld zu verdienen, sind ebenfalls begrenzt, so dass es bei ungeplanten Ausgaben schon mal eng werden kann.

Dank Prof. Dr. Sigrid Baringhorst, Politikwissenschaftlerin im Fachbereich 1 der Universität Siegen und selbst aus langjährigen Auslandsaufenthalten mit den Problemen ausländischer Studierender hinreichend vertraut, konnte das Akademische Auslandsamt laut Mitteilung in vielen Fällen materielle Not lindern. Frau Baringhorst hatte ein großzügiges Vortragshonorar einer Jubiläumsveranstaltung des Lions-Club Siegen nicht als zusätzliches Einkommen betrachtet, sondern zur Unterstützung ausländischer Studierender zur Verfügung gestellt. Ein Beispiel, das es verdient, Nachahmer zu finden.

In den letzten Wochen konnte so insgesamt 15 ausländischen Studierenden geholfen werden, fast 50 hatten sich beworben. Für das kommende Semester bleibt noch eine Reserve, danach müsste das Konto wieder aufgefüllt werden, wenn die Aktion weitergeführt werden soll. Informationen für Spender und Bewerber gibt es beim Akademischen Auslandsamt der Universität Siegen unter der Telefonnummer (0271) 7403907.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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