Unvergessene Charlottenhütte

 Die Heimatgruppe konnte sich freuen: Die Erinnerung an das Anblasen des ersten Hochofens vor 150 Jahren entwickelte sich gestern zu einem richtigen Volksfest. Fotos: thor
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thor -  Vor 150 Jahren wurde der erste Hochofen in Betrieb genommen, ab 1966 fand ein Sterben auf Raten statt, 1999 verließ der letzte Stahlarbeiter Niederschelden: Und dennoch gibt es nach wie vor eine enorme Verbundenheit der Menschen beiderseits der Landesgrenze mit der Charlottenhütte. Das wurde beim Jubiläumsfest am Sonntag deutlich, zu dem die Heimatgruppe Niederschelden eingeladen hatte. Tausende von Besuchern strömten auf das Gelände der Fa. Amkon. Keine Frage:  Die Charlottenhütte ist nicht nur unvergessen, sie lebt in den Herzen der Menschen weiter.

„Was wir uns erträumt haben, ist eingetreten“, konnte Vorsitzender Friedrich Schmidt  schon in den Mittagsstunden ein mehr als positives Zwischenfazit ziehen. Denn die Heimatgruppe hatte sich zum Ziel gesetzt, nicht nur ehemalige Werksangehörige mit dem Fest anzusprechen, sondern auch jüngere Generationen. Und auch wenn die Haarfarben weiß und grau dominierten, so war es dennoch ein bunter Mix aus Alt und Jung.

Dass der Tag ein Erfolg werden würde, deutete sich schon am Morgen beim ökumenischen Gottesdienst an. Denn wer hätte gedacht, dass die alte (und große) Gießhalle sich für diesen Zweck als zu klein erweisen würde? Knapp 500 Menschen waren zum Auftakt mit dabei, um in Dankbarkeit das Jubiläum zu feiern, wie es die Pfarrer Ulrich Bals und Dr. Christoph Burba ausdrückten.

Nach den Grußworten von Bürgermeister Steffen Mues, Ortsbürgermeister Maik Köhler (Mudersbach), Uwe Wallbrecher (IG Metall Betzdorf) und dem letzten Betriebsratsvorsitzenden des Werkes, Hans-Walter Schneider,  wartete auf die  Besucher ein abwechslungsreiches Programm, das die vielen fleißigen Helfer der Heimatgruppe gemeinsam mit befreundeten Vereinen und Organisationen vorbereitet hatten. Ob es nun die Bilderausstellung war, die Rudolf Keßler organisiert hatte, die alte Setzmaschine der Siegener Zeitung oder die Feldbahn und die Vorführungen alter Schmiedekunst, überall herrschte großer Andrang. Regelmäßig „ausgebucht“ waren auch die Filmvorführungen. Noch einmal war die Siegbrücke freigegeben worden, damit die Fußgänger von den Parkplätzen rechts der Sieg problemlos das Fest erreichen konnten.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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