DWD hebt Warnung für Region auf (Update)
SI-WI und und Olpe bleiben von Unwetter weitestgehend verschont

Siegen-Wittgenstein und Olpe sind von den schweren Unwettern über Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Gebieten weitestgehend verschont geblieben.
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  • Siegen-Wittgenstein und Olpe sind von den schweren Unwettern über Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Gebieten weitestgehend verschont geblieben.
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+++ Update 20. Mai, 18.30 Uhr +++
Siegen-Wittgenstein und Olpe sind von den schweren Unwettern über Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Gebieten weitestgehend verschont geblieben. Erstaunlich: Die erste Gewitterfront am Nachmittag zog knapp nördlich vorbei und sorgte in anderen Teilen Südwestfalens für schwere Schäden. In Lippstadt (Kreis Soest) beispielsweise bildete sich gar ein Tornado, der Bäume entwurzelte und Dächer abdeckte. Die zweite Gewitterfront am frühen Abend drehte dann ebenfalls ab und streifte nur noch das südliche Siegerland. In Wilnsdorf gab es einige Blitze und Regen, während die Gewitteraktivität im angrenzenden Lahn-Dill-Kreis und im Westerwald mit bis zu 500 Blitzen pro Minute deutlich spürbarer war. Gegen 18 Uhr hob der Deutsche Wetterdienst die Warnungen für die Region auf. Und kurz drauf meldete die Kreis-Leitstelle der Feuerwehr in Weidenau der Siegener Zeitung: “Wir hatten Glück – es gab keinen einzigen unwetterbedingten Einsatz.” Für den Rest des Wochenendes kann Entwarnung gegeben werden. Es wird laut Vorhersage, wenn überhaupt, nur vereinzelt ein wenig tröpfeln. Am Samstag soll sich nachmittags auch vereinzelt die Sonne zeigen.

+++Update 20. Mai, 17.53 Uhr +++
Im Raum Westerwald werden in Teilbereichen schon 500 Blitze pro Minute gezählt.

+++ Update 20. Mai, 17.46 Uhr +++
Erste Ausläufer der Gewitterfront in Rheinland-Pfalz sind nun auch im Süden Siegen-Wittgensteins zu spüren. In Wilnsdorf regnet es heftig, außerdem gibt es Blitz und Donner.

+++ Update 20. Mai, 17.09 Uhr +++ 
Deutlich heftiger verlief das Unwetter bereits im Kreis Soest. Dieses Video stammt aus dem Raum Lippstadt.

+++ Update 20. Mai, 16.26 Uhr +++
Während die erste Gewitterfront Siegen-Wittgenstein und Olpe im Norden passiert, rückt die nächste bereits an. Aktuell liegt sie nördlich von Bitburg. Die Zugrichtung verläuft momentan nach Nord-Osten, Richtung Südwestfalen.

+++ Update 20. Mai, 14.52 Uhr +++
Für Entwarnung ist es momentan noch etwas früh. Aktuell sieht es aber so aus, dass der erste große Gewittercluster an diesem Freitagnachmittag eher das Rheinland und Ruhrgebiet treffen wird. Das zeigt das "Stormtracking" von kachelmannwetter.de.

+++ Update 20. Mai, 13.48 Uhr +++
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat die Bevölkerung angesichts der drohenden Unwetter zubesonderer Vorsicht aufgerufen. "Bleiben Sie bitte zu Hause. Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien. Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Gehen Sie nicht in Keller oder tiefer gelegene Geschosse", sagte Reul der dpa.

+++  Update 20. Mai, 13 Uhr +++
Sorgen bereiten der Feuerwehr übrigens die Wassermengen, die das angekündigte Unwetter mit sich bringen könnte. Bereits am Donnerstag hatte sich im Rahmen des kurzen, aber intensiven Regens gezeigt, dass die Kanalisation ihre Probleme mit dem Niederschlag hatte. Am Schleifmühlchen in Siegen wurde eine komplette Fahrspur aufgrund von aufgestautem Wasser unbrauchbar, in Oberdielfen musste ein Keller leergepumpt werden. "Gerade sickert aufgrund der trockenen Böden so gut wie nichts ein", beschreibt Siegen-Wittgensteins Kreisbrandmeister Bernd Schneider die Problematik. Die kahlen Waldflächen verschärfen die Situation.

+++ Update 20. Mai, 11.51 Uhr +++
Gerade bestätigt uns der Kreis Siegen-Wittgenstein: An allen Berufskollegs des Kreises ist heute aufgrund der drohenden Unwetter nach der sechsten Stunde Schulschluss. Nicht betroffen sind angesetzte Prüfungen.

+++ Update 20. Mai, 10.52 Uhr +++
"Bei Bedarf sind die Schulgebäude so lange geöffnet, bis ein sicherer Heimweg möglich ist. Schüler werden bis zum Antritt eines sicheren Heimwegs betreut", teilt die BR Arnsberg mit. Weiter: "Die für heute angesetzten Prüfungen, u. a. schriftliche Nachschreibprüfungen im Abitur und Prüfungen in Berufskollegs, finden wie geplant statt. Mündliche Prüfungen können in Absprache mit der oberen Schulaufsicht im Einzelfall verschoben werden, sofern dies durch ein regionales Unwetter geboten ist." Der Kreis Siegen-Wittgenstein teilt der SZ gerade mit, dass man im Falle der Berufskollegs aktuell doch diskutiere, den Unterricht früher zu beenden. Wir informieren diesbezüglich weiter.

+++ Update 20. Mai, 10.30 Uhr +++
Im Rheinland ist heute angesichts des drohenden Unwetters für alle Schüler früher Schluss: Schulen beenden dort heute um 11.30 Uhr den Unterricht. Laut Bezirksregierung Köln gilt der Schulschluss für alle Schulen. Schüler sollen so vor den starken Regenfällen nach Hause fahren können. In unserer Region wird das Unwetter erst am Nachmittag erwartet. Die Bezirksregierung Arnsberg überlässt die Entscheidung über eine mögliche frühere Schließung den Schulen selbst.

+++Update 20. Mai, 10.28 Uhr +++
"Wir harren der Dinge, die da kommen." Siegen-Wittgensteins Kreisbrandmeister Bernd Schneider zeigt sich angesichts der Ungenauigkeiten, die Wettermodelle mit sich bringen, noch gelassen. Selbstverständlich, so Schneider, sei man vorbereitet. Die Kreisleitstelle halte im Hintergrund zusätzliches Personal bereit, um reagieren zu können. "Wir haben unsere Strukturen und die werden im Falle des Falles aktiviert." Problematisch ist für den erfahrenen Kreisbrandmeister, die Waage zu halten: "Man sollte Panikmache vermeiden, andererseits muss man Warnungen natürlich auch ernst nehmen. Bei solchen Wetterlagen gilt aber stets: Meist kann man erst ein oder zwei Stunden vor dem tatsächlichen Ereignis auch erst konkret wissen, wo es wie schlimm werden kann."

Bernd Schneider

+++ Update 20. Mai, 9.44 Uhr +++
Kachelmannwetter.de zeigt hier eindrucksvoll, was auf die Region zukommt: Eine schwere Gewitterfront soll sich ab etwa 15 Uhr über weite Teile von Südwestfalen und das nördliche Rheinland-Pfalz ausbreiten.

+++ Update 20. Mai, 8.05 Uhr +++
Was sich am Donnerstag schon angekündigt hat, findet heute seine Fortsetzung. Die Wetterjäger Südwestfalen melden erneut eine extreme Unwettergefahr in Südwestfalen.
"Was die Modelle heute berechnen, ist schon das Worst Case Szenario", so die Wetterjäger, doch müsse man dies sehr ernst nehmen. Laut Kachelmannwetter soll ein sogenanntes Bogen-Echo die Region heimsuchen. Ab 15 Uhr droht demnach eine Unwetterfront mit extremen Orkanböen von 110 bis 150km/h. Zudem sind Hagel bis zu 5 Zentimeter Korngröße möglich sowie Sturzregen mit Überflutungen.

+++ Update 19. Mai, 19.14 Uhr +++
tip Siegen/Olpe. Da braut sich was zusammen: Für diesen Freitag erwarten Meteorologen eine extreme Wetterlage, für die der Donnerstag nur der Vorgeschmack gewesen sein dürfte. Tief "Emmelinde" soll vor allem im Westen und der Mitte Deutschlands wirbeln, mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet gebietsweise "extreme Unwetter". Die Wetter-Experten warnen sogar davor, sich im Freien aufzuhalten. Vielerorts dürfte im Laufe des Tages die höchste Warnstufe ausgerufen werden. Laut Definition kann es dann lebensgefährlich werden.

Die Experten von "Kachelmannwetter" stimmen zu: "Am Freitag pflügt ein sogenanntes Bogenecho mit Orkan über das südliche Nordrhein-Westfalen und das nördliche Rheinland-Pfalz in Richtung Osten. Wo es genau durchzieht, muss man kurzfristig sehen. Es deutet aber vieles auf regional schlimme Gewitter hin", vermeldete der Dienst via Twitter. Wahrscheinlich, so der DWD, bilden sich dabei auch sogenannte Superzellen – sich drehende Systeme mit starken Aufwinden, die sich völlig eigenständig und damit schwer vorhersehbar bewegen. Auch für Tornados und heftige Orkanböen gebe es "ideale Bedingungen". Hinzu kämen Hagel und teils extremer Starkregen. Dabei könnten innerhalb weniger Stunden bis zu 80 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen. Aber auch der DWD schränkt ein: Wo genau sich die Gewitter entladen, könne erst wenige Stunden vorher sicher gesagt werden. Lediglich ganz im Norden und ganz im Süden Deutschlands bestehe kaum Gefahr.

Die Modellrechnung von "Kachelmannwetter" zeigte am Donnerstag für Freitagnachmittag ein "Bogenecho" über Siegen-Wittgenstein, Olpe und das nördliche Rheinland-Pfalz.
  • Die Modellrechnung von "Kachelmannwetter" zeigte am Donnerstag für Freitagnachmittag ein "Bogenecho" über Siegen-Wittgenstein, Olpe und das nördliche Rheinland-Pfalz.
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Carsten Beyer von Meteo Siegerland wollte sich am Donnerstagnachmittag bezüglich einer Prognose für unsere Region noch nicht festlegen: "Das Unwetterpotenzial ist definitiv da", meinte er. Die Wettermodelle seien sich teils uneinig. Einige sähen schon am Vormittag heftige Schauer und Gewitter vor, andere erst gegen Abend. "Eine dynamische Lage", so Beyer. Einzelne Gewitterzellen könnten sich auch nur lokal entladen – Wilnsdorf oder Burbach könnten dann beispielsweise stark betroffen sein, während Freudenberg verschont bliebe.

Eine Modellrechnung von "Kachelmannwetter" sieht den Höhepunkt der Unwetterlage für weite Teile Siegen-Wittgensteins, Olpe und das nördliche Rheinland-Pfalz für Freitagnachmittag vor. Auf einer am Donnerstag veröffentlichten Prognose ist das genannte "Bogenecho" deutlich über dem Kreisgebiet zu erkennen. Im Zusammenhang mit den Bogenechos werden meist schwere Böen auf der Rückseite der Echolinie beobachtet, die teilweise Orkanstärke erreichen können. Die "Unwetterzentrale" spricht mit Blick auf Freitag über ein Unwetter mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen. Regional bestehe dabei auch Tornadogefahr.

+++ Update 19. Mai, 19.02 Uhr +++
sz Siegen. Die Einheiten der Feuerwehr Siegen mussten bislang zu 15 Einsätzen ausrücken. Wasser im Gebäude oder leichte Sturmschäden seien in den meisten Fällen verantwortlich gewesen, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilt.

+++ Update 19. Mai, 17.23 Uhr ++++
Die Unwetterfront und die Gewitterzellen ziehen weiter in östliche Richtung. Von Stufe Rot betroffen sind laut "Kachelmann" gerade Netphen, Burbach und Hilchenbach.

Das Unwetter ist in Siegen angekommen.
  • Das Unwetter ist in Siegen angekommen.
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+++ Update 19. Mai, 17.15 Uhr +++
sz/lh Siegen. Das Gewitter steht mitten über Siegen-Wittgenstein. Eine besonders gefährliche Gewitterzelle erstreckt sich momentan über Wenden und Freudenberg - hier wurde die Warnstufe lila ("extrem") ausgerufen. Die Gewitterlinie von heute Mittag hat sich verdichtet und sich weiter ausgebildet. Aktuell zieht von Westen her dichtere Bewölkung rein, diese bringt Schauer und Gewitter, lokal unwetterartige Entwicklungen mit Starkregen, Hagel und teils schweren Sturmböen oder orkanartigen Böen, wie Meteo Siegerland eben mitteilte. Abseits von Schauern und Gewittern weht ein mäßiger Wind mit Schauern und Gewittern, ortsweise kann es zu Überschwemmungen kommen. Auch die Unwetterzentrale spricht von einer möglichen Stufe Rot im Laufe des Tages.

Windgeschwindigkeiten um 110 km/h sowie heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 l/m² und 40 l/m² pro Stunde und Hagel mit Korngrößen um 2 cm. In der zweiten Nachthälfte kommen von Süden neu auflebende, teils kräftige Gewitter. Die Tiefsttemperaturen liegen heute Nacht bei 15 bis 10 Grad. Für den morgigen Tag berechnen Meteorologen einen heftigeren Wetterverlauf, da warme und kalte Luft noch stärker aufeinander treffen.

Hagel in Oberschelden.
  • Hagel in Oberschelden.
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+++ Update 19. Mai, 15.59 Uhr
sz/dpa Offenbach. Deutschland steht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit großer Wahrscheinlichkeit am Freitag ein „extremes Unwetter“ mit Gewitter, Hagel und Sturm bevor. Nach Einschätzung eines Meteorologen dürfte vielerorts die höchste Warnstufe (Stufe 4) ausgerufen werden. „Damit drohen dort, wo der Gewitterkomplex langzieht, massive Schäden“, sagte der DWD-Wetterforscher am Donnerstag in Offenbach.

Wahrscheinlich bilden sich demnach auch sogenannte Superzellen - sich drehende Systeme mit starken Aufwinden, die sich völlig eigenständig und damit schwer vorhersehbar bewegen. Auch für Tornados und heftige Orkanböen mit Windstärke 12 gebe es „ideale Bedingungen“. Hinzu kämen Hagel und teils extremer Starkregen. Dabei könnten innerhalb weniger Stunden bis zu 80 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen. Hagelkörner könnten die Größe von Tischtennisbällen erreichen.

Von dem Unwetter ist am Freitag laut DWD vor allem ein gedachter Streifen von Nordrhein-Westfalen und dem nördlichen Rheinland-Pfalz bis nach Brandenburg und Vorpommern betroffen. Wo genau sich die Gewitter entladen, kann den Angaben zufolge allerdings erst wenige Stunden vorher sicher gesagt werden, bei Tornados liege die Vorhersage-Spanne sogar im Minutenbereich.

„Aufgrund einer immer noch nicht exakt vorherzusagenden Zugbahn des kleinräumigen Gewittertiefs bleibt jedoch eine gewisse Unsicherheit“, sagte der Meteorologe. Nur ganz im Norden und Süden des Landes bestehe eine geringere Gewitterneigung.

Bei einer amtlichen Warnung der Stufe 4 kann es laut Definition für Menschen lebensgefährlich werden. „Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien. Verhalten Sie sich sehr vorsichtig, und informieren Sie sich regelmäßig über die Entwicklung der Wettersituation“, riet der DWD. Zudem solle man sich auf „außergewöhnliche Maßnahmen“ vorbereiten und auf jeden Fall möglichen Anweisungen der Behörden folgen.

Bereits am Donnerstag sprach der DWD Warnungen der Stufe 3 für den Westen Deutschlands aus. Dort kam es zu ersten schweren Gewittern. Örtlich gab es Böen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde.

Der Wetterdienst rief dazu auf, Fenster und Türen zu schließen und Gegenstände im Freien zu sichern. „Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen“, teilte er mit. Bäume könnten entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Überflutungen von Kellern und Straßen seien möglich.

Zum Wochenende beruhigt sich das Wetter dann zunächst wieder. Im Norden bleibt es wechselhaft. Die Tageshöchsttemperaturen liegen an der Küste bei 16 Grad, im Binnenland bei 18 bis 22 Grad. Im Westen, Süden und in der Mitte gibt es am Sonntag viel Sonne. Dort erwärmt sich die Luft auf 22 bis 28 Grad. „Zu Beginn der neuen Woche kündigt sich von Südwesten her die nächste Gewitterlage an“, sagte der DWD-Meteorologe.

+++ Update 19. Mai, 15.32 Uhr +++
sz/dpa Essen. Das Unwetter erreicht laut DWD zunächst den Westen des Münsterlandes, des Ruhrgebiets und des Rheinlands. Dort könnte es ab dem Nachmittag zuerst zu orkanartigen Böen und heftigem Starkregen kommen.

+++ Update 19. Mai, 15.04 Uhr +++
sz/dpa Essen. Der ADAC ruft Autofahrer dazu auf, besonders vorsichtig zu fahren. "Die Geschwindigkeit deutlich reduzieren, den Sicherheitsabstand vergrößern und vorausschauend fahren, ist bei starkem Regen das A und O", sagte der ADAC-Verkehrsexperte Roman Suthold.

+++ Update 19. Mai, 14.33 Uhr +++
sz Siegen. Es gilt eine amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen, orkanartigen Böen und Hagel für Nordrhein-Westfalen bis 19 Uhr. Dabei muss mit vollgelaufenen Kellern, umgestürzten Bäumen sowie teilweise Hagelschlag gerechnet werden.

Ab den frühen Nachmittagsstunden werden von Westen zum Teil schwere Gewitter erwartet. Dabei besteht die Gefahr von heftigem Starkregen zwischen 25 und 40 l/m² in kurzer Zeit. Zudem können Sturmböen oder schwere Sturmböen zwischen 80 und 100 km/h, lokal auch Orkanböen um 120 km/h auftreten. Örtlich ist auch größerer Hagel über 2 cm wahrscheinlich.

+++ Update 19. Mai, 13.37 Uhr +++
sz/lh Brüssel/Siegen. Im Nachbarland wird das Wetter langsam ungemütlicher: Westlich von Brüssel haben sich erste heftige Gewitter gebildet, die später auch noch die Auslösung neuer Gewitter im Westen Deutschlands beeinflussen können. Die Gewitterlinie verläuft aktuell von Belgien und den Niederlanden in nord-östliche Richtung. Jetzt erscheint sie auch auf dem deutschen Radarausschnitt. Dennoch sind sich die Wetter-Modelle weiterhin sehr uneinig. Die Wetterjäger Südwestfalen schreiben dazu: "Wir werden also weiter abwarten müssen was passiert. Es kann auch früher auslösen, daher ist ein Blick in den Himmel immer ratsam." Momentan sieht es danach aus, als würde sich das Unwetter weiter zum frühen Abend verlagern. Für den morgigen Freitag warnen die meisten Wettermodelle sogar vor schweren Unwettern mit großer Sturm und Orkangefahr sowie vor Sturmschäden. Vor allem der Süden der Region könnte betroffen sein, hier ist aber auch noch Spielraum.

+++ Update 19. Mai, 13.17 Uhr +++
sz/dpa Aachen. Die Menschen im Südwesten von Nordrhein-Westfalen müssen am Donnerstag als erste im Land mit schweren Gewittern und Sturm rechnen. Bereits am Donnerstagmittag ziehe das Gewitter über die Städteregion Aachen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Örtlich herrsche Unwettergefahr. Vom frühen Nachmittag an können im gesamten Bundesland neben heftigem Starkregen auch schwere Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern auftreten. Zudem seien lokal Orkanböen mit bis zu 120 Stundenkilometern möglich. Örtlich müssten die Menschen auch mit größeren Hagelkörnern rechnen. In der Nacht nehme die Wahrscheinlichkeit für Unwetter vorübergehend wieder ab. Ab Freitagmittag soll es dann erneut zu schweren Gewittern kommen.

+++ Update 19. Mai, 11.42 Uhr +++
sz/lh Siegen/Bad Berleburg/Olpe. Auf die Hitze folgen am heutigen Donnerstag schwere Gewitter. Eine Vorab-Information zur Wetterlage liegt auch für das Siegerland vor, wie Carsten Beyer von Meteo Siegerland erklärt. Am Nachmittag erreichen schwülwarme bis heiße Luftmassen den Westen Deutschlands. Ab dem frühen Nachmittag und Abend breiten sich von Westen und Südwesten her lokal unwetterartige Gewitter in die Mitte aus. Es werden intensive Gewittercluster erwartet – mit heftigem Starkregen, Orkanböen und Großhagel, heißt es auf der Seite "Wetterkanal" von Jörg Kachelmann. Schauer und Gewitter sollen hier im Siegerland ab ca.17 Uhr einsetzen – wie stark und wo genau sich das Wetter entwickelt, sei erst ein bis drei Stunden im Voraus zu sagen, weiß Carsten Beyer. Aktuell schiebe sich eine wachsende Gewitterlinie auf das Radar, die in nord-westlicher Richtung an Siegen vorbeiziehe. Zusätzlich sei am Freitag auch die Tornadogefahr erhöht, wie die Seite "Wetterkanal" bereits gestern bekannt gab.

+++ Update 18. Mai, 14.21 Uhr +++
dpa Siegen/Bad Berleburg/Olpe. Für Freitag warnt der Deutsche Wetterdienst jetzt sogar vor Tornados. Am Freitag werde eine Schwergewitterlage erwartet, hieß es beim DWD. An diesem Tag gebe es in NRW eine höhere Wahrscheinlichkeit für vereinzelte Tornados als gewöhnlich. Ob, wo und wann die schlauchartigen Stürme über das Land fegen könnten, lasse sich noch nicht vorhersagen. "Wir können nur kurzfristig vor einem Tornado warnen, etwa fünf bis 60 Minuten vorher", so ein DWD-Meteorologe.

+++ Erstmeldung +++
sz/dpa Siegen/Bad Berleburg/Olpe. Erst kommt die Hitze, dann drohen der Region schwere Unwetter mit entsprechenden Schäden- zumindest lokal. Darauf weisen das Team von Meteo Siegerland, die Wetterjäger Südwestfalen und der Deutsche Wetterdienst hin. "Es kann bei uns im Kreisgebiet zu kräftigen Schauern, Gewittern und Sturmböen bis hin zu Orkanböen kommen", schreibt Meteo Siegerland in der aktuellen Vorhersage. Aber solche Wetterlagen seien immer "Nowcast", könnten also erst sehr kurzfristig vorhergesagt werden. Die Wetterjäger Südwestfalen sprechen von einer "explosiven Mischung" in der Luft.

Freitag kommt es zu Gewittern in der Region

Am Mittwoch bleibt es zunächst ruhig, dabei wird es sommerlich warm. Der Hochdruckeinfluss von Westen her nimmt immer weiter zu und sorgt für viel Sonnenschein. Die Höchstwerte liegen zwischen 28 und 32 Grad, im Hochsauerland bei etwa 24 Grad. 

Donnerstag dominiert nochmal hoher Luftdruck, ab dem Mittag bilden sich von Westen in der zunehmend schwül-heißen Luft bereits erste Gewitter. "Die Gegebenheiten für gut organisierte blitzintensive Gewitter sind viel besser als noch vorgestern. So kann es sogar ganze Linien mit Schwergewittern geben, die auch größeren Hagel bringen können", warnen die Wetterjäger. Und weiter: "Manche Modelle haben sogar größere Systeme drin, die von den Benelux-Staaten auf NRW übergreifen könnten". An diesen Linien könnten schwere Sturm- und sogar Orkanböen drohen - mit größeren Unwetterschäden.

Freitagmittag und am Abend folgen mit Durchzug einer Kaltfront kräftige, teils unwetterartige Gewitter.
Meteo Siegerland sagt dazu: "Da liegt dann der Fokus auch auf Orkanböen in kräftigen Schauern und Gewittern". In den Wettermodellen gebe es jedoch insgesamt große Unsicherheiten: "Von nix bis hin zu Unwettern ist alles möglich." Ins selbe Horn stoßen die Wetterjäger Südwestfalen: "Am Freitag droht nochmals dasselbe Ungemach, auch hier könnten größere Gewittersysteme mit großer Sturmgefahr aufziehen."

Gute Aussichten gibt es indes für das Wochenende: Samstag beruhigt sich das Wetter wieder - der Sonntag wird sonnig und bis zu 25 Grad warm.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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