„Urgestein“ des DRK geehrt

Berthold und Karin Siebel freuten sich gemeinsam über die Ehrung.  Foto: kano

kano Siegen. „Wenn ich 50 oder 60 Jahre meiner Lebenszeit zurückdrehen könnte, würde ich den gleichen familiären, beruflichen und ehrenamtlichen Weg noch einmal gehen“, sagte ein sichtlich bewegter Berthold Siebel gestern Vormittag. Kurz zuvor hatte der Deuzer im Beisein seiner Familie, Freunden und Weggefährten aus den Händen von Landrat Paul Breuer das Verdienstkreuz am Bande entgegen genommen, das ihn vor allem für seinen „Weg“ im sozialen Bereich auszeichnet.

Seit fast 60 Jahren übe Berthold Siebel bürgerschaftliches Engagement aus, erläuterte Paul Breuer in seiner Ansprache. Der frühere Studiendirektor und Vater von vier erwachsenen Kindern könne nicht nur auf 45 Jahre im Schuldienst zurückblicken, sondern sei zugleich ein „Urgestein des DRK in der Region“. Seit 1953 ist Berthold Siebel Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes in Deuz. Schon drei Jahre nach seinem Eintritt wurden ihm diverse verantwortungsvolle Ämter übertragen. So war er Gruppen- und Zugführer und hatte von 1986 bis 1988 das Amt des Deuzer Bereitschaftsführers inne.

„Mit hohem Sachverstand engagierte sich Berthold Siebel stets für die von ihm geführte Einheit und die Rotkreuzgemeinschaft“, so Breuer. Vor allem die solide Ausbildung seiner Kameraden lag ihm dabei am Herzen. Daneben war er treibende Kraft für die Anschaffung geeigneter Ausrüstungsgegenstände, Fahrzeuge sowie Dienst- und Einsatzkleidung. „Seinem außerordentlichen Einsatz ist es außerdem zu verdanken, dass der DRK-Ortsverein Deuz seit 1984 über ein modernes und zweckmäßiges Rotkreuz-Heim verfügt.“ Über 4000 Menschen bildete der Deuzer im Rahmen seines Ehrenamtes zu Ersthelfern aus. 1989 wurde Berthold Siebel zum Rotkreuz-Beauftragten für die damaligen DRK-Kreisverbände Siegerland und Wittgenstein ernannt, die mittlerweile zusammen gelegt wurden. In diesem Amt berät er seitdem den Vorstand des Kreisverbandes in allen Fragen des Katastrophenschutzes sowie in Fragen zur Rotkreuz-Arbeit. Nicht zuletzt auch dank seines Engagements im Bereich der Jugendarbeit des Roten Kreuzes erhielt Siebel 1985 die Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe sowie 1997 das Ehrenzeichen. „Doch er ist nicht nur dem DRK verbunden, sondern auch seiner Heimat“, führte Paul Breuer aus. Berthold Siebels Engagement sei „weit gefächert“. Seit 1990 Mitglied der FDP, gestaltete er im Rat sowie in diversen Ausschüssen der Stadt Netphen die Kommunalpolitik entscheidend mit. So ist z. B. der Name des „Kulturforums Netphen“ auf seine Anregung zurückzuführen. Auch als Alterspräsident des Rates stößt er seit 2004 immer wieder wichtige Diskussionen an. Seit 1999 gehört der Geehrte außerdem dem Kreistag als sachkundiger Bürger an.

Netphens Bürgermeister Paul Wagener nahm ebenfalls an der kleinen Feierstunde teil und dankte Berthold Siebel im Namen der Stadt für die geleistete Arbeit. Dieser zeigte sich „froh, zufrieden und dankbar“. Die größte Annerkennung für ihn sei ein Händeschütteln und gemeinsame Erinnerungen bei einer späteren Begegnung: „Das wünsche ich mir auch weiterhin.“

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