Ute Debus zum Projekt „Mixed Voices“

Kirchenmusikdirektorin Ute Debus leitet am Sonntag das Konzert im Gläsersaal, bei dem die Ergebnisse des ersten Offenen Chorprojekts der Kantorei Siegen zu hören sein werden. Sie stand der Siegener Zeitung im Vorfeld Rede und Antwort.  Foto: Kantorei
  • Kirchenmusikdirektorin Ute Debus leitet am Sonntag das Konzert im Gläsersaal, bei dem die Ergebnisse des ersten Offenen Chorprojekts der Kantorei Siegen zu hören sein werden. Sie stand der Siegener Zeitung im Vorfeld Rede und Antwort. Foto: Kantorei
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sz Siegen. „Mixed Voices“ ist der Titel des ersten Offenen Chorprojekts der Kantorei Siegen, dessen Ergebnisse in einem Konzert am Sonntag, 9. Mai, 18 Uhr, im Gläsersaal Siegen zu hören sind. Zur Aufführung kommen John Rutters „Mass Of The Children“ und Ralf Grösslers „Missa Parvulorum Dei“. Mitwirkende sind der Mittelstufenchor der Fritz-Busch-Musikschule, der Kinder- und Jugendchor Siegen-Süd, Christina Beckmann (Sopran), Jens Hamann (Bass), die Camerata instrumentale Siegen sowie die Kantorei nebst Projektchor mit Gastsängerinnen und -sängern. Kirchenmusikdirektorin Ute Debus, die die Leitung übernommen hat, gab der SZ Auskunft über das Projekt.

Wie kam es zum „Mixed-Voices“-Projekt und welche Intention verbindet die Kantorei damit?

Debus: „Zunächst ist es mir stets ein Anliegen, den musikalischen ,Horizont‘ meiner Kantoristen zu erweitern und ihnen Einblicke in die verschiedensten Stilistiken zu geben. Außerdem absolviere ich zurzeit eine Ausbildung in Popularmusik, und mir ist daran gelegen, das Erlernte auch praktisch umzusetzen. Somit fiel meine Wahl auf die Gospelmesse von Ralf Grössler.

Die Idee, die „Mass Of The Children“ aufzuführen kam vom Leiter des Kinder- und Jugendchores Siegen-Süd, Jürgen Scholl, der mir vorschlug, dieses Werk gemeinsam mit dem Mittelstufenchor der Fritz-Busch-Musikschule der Stadt Siegen unter der Leitung von Linda Löbbecke, seinem Kinder- und Jugendchor Siegen-Süd und der Kantorei Siegen zu erarbeiten. Gern sagte ich zu und kombinierte die beiden Werke von Grössler und Rutter, die stilistisch und inhaltlich sehr gut aufeinander abgestimmt sind. Das Projekt ,Mixed Voices‘ war geboren.

Mit dem Offenen Chorprojekt wollen wir u. a. Sängerinnen und Sänger ansprechen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen keinem Chor anschließen und doch zeitlich begrenzt anspruchsvolle Chormusik erarbeiten und aufführen möchten. Die guten Erfahrungen ermutigen uns, den begonnenen Weg fortzusetzen: Offene Chorprojekte wird es auch in Zukunft geben, sie sollen fester Bestandteil der Kantorei-Arbeit werden.“Können Sie uns etwas zur Musik und zu den Inhalten der Kompositionen sagen?Debus: Mit der „Mass Of The Children“ von John Rutter und der Gospelmesse „Missa Parvulorum Dei“ von Ralf Grössler stehen zwei im besten Sinne populäre Werke auf dem Programm. Beide Komponisten sind namhafte Vertreter der modernen geistlichen Chormusik. Ihre Kompositionen sind eingängig, aber stimmtechnisch anspruchsvoll und verbinden gekonnt traditionelle Sakralmusik mit Elementen des Jazz, Pop und Gospel. Die Kinder stehen im Mittelpunkt des Konzertes. Grössler widmet seine Gospelmesse den „Kleinen Gottes“ aller Zeiten – angefangen von Kindern im Alten Testament, die das Lob Gottes singen, aber auch Vertreibung und Gefangenschaft erleben, bis hin zu allen „Kleinen“ Benachteiligten unserer Tage. In Rutters „Messe der Kinder“ treten zum lateinischen Text der Missa brevis mehrere Liedstrophen hinzu, darunter Bischof Thomas Kens bekannte Morgen- und Abendloblieder für die Scholaren von Winchester College. Und so ist es nur folgerichtig, wenn Rutter in seiner Messe auch einen Kinderchor zum Einsatz bringt.Wie viele Gastsänger machen mit und wie liefen die Proben bislang?Debus: „,Reinschnuppern‘ ausdrücklich erwünscht – so hieß es in der Einladung zum ersten Offenen Chorprojekt der Kantorei. Gut 30 Sängerinnen und Sänger ,schnupperten‘ nicht nur, sondern blieben bis heute dem Projekt treu, arbeiten konzentriert mit und stellen eine große Bereicherung für den Chor dar. Dabei bewahrheitet sich der Konzerttitel ,Mixed Voices‘ aufs Schönste, da sich die Stimmen ausgesprochen gut mischen und es eine meiner wichtigsten Aufgaben ist, alle Stimmen im Laufe unserer dreimonatigen Probenphase zu einem homogenen Klangkörper zu formen.“

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