UWG: Nein zur Schulschließung

Die diskutierte Schließung der Hammerhütter Grundschule hält die UWG für haltlos.

ch/sz - Die Verwaltung hingegen verteidigte gestern ihr Vorgehen im Gespräch mit der SZ. Die Kritik der UWG: Man habe immer betont, dass es keine unnötigen Schulschließungen geben soll. Zugleich verschließen sich die Unabhängigen keiner konstruktiven Lösung, die den Siegener Schülern und der Schullandschaft im Gesamten zugute komme, auch wenn dabei Schulstandorte zur Disposition stünden, heißt es in einer Stellungnahme.

Obwohl im Rat und in den Fachausschüssen noch beraten werde und noch keine Entscheidung getroffen worden sei, „wird von Seiten der Schulverwaltung versucht, eigenmächtig Fakten zu schaffen“, kritisierte die UWG. „Vor diesem Hintergrund halten wir die vorgeschlagene Schließung der Hammerhütte Grundschule für planlos und haltlos und werden dies so auch nicht unterstützen.“ Zugleich fordert die UWG von Bürgermeister Steffen Mues den Erhalt der einzigen christlichen Bekenntnisschule Hammerhütte in Siegen. An der Hammerhütter Schule seien die Schülerzahlen konstant sehr gut, dem allgemeinen Trend und dem demografischen Wandel zum Trotz entwickelten sie sich sogar positiv. Da außerdem das sehr gute pädagogische Konzept (Ganztagsbetreuung) die Eltern begeistere, habe die UWG kein Verständnis für „das eigenmächtige Handeln der Verwaltung“.

Sichtlich verärgert über die Unruhe im Siegener Schulentwicklungs-Planungsprozess äußerte sich Babette Bammann gestern im Gespräch mit der SZ: „Da scheint in der einen oder anderen Fraktion die Kommunikation zwischen den Akteuren nicht zu funktionieren!“ Zielsetzung von Politik und Verwaltung sei von Anfang gewesen, zum Beginn des Anmeldeverfahrens der Grundschulen für das kommende Schuljahr im Oktober alle notwendigen Entscheidungen getroffen zu haben. Die Schulverwaltung habe „noch einmal die Schülerzahlenprognose und die weiteren Rahmenbedingungen für die Grundschulen“ vorgestellt. Alle Möglichkeiten bzw. Maßnahmen seien geprüft worden, das Rathaus selbst – unter Inanspruchnahme der Schulaufsicht des Kreises Siegen-Wittgenstein – habe zum Thema Positionen entwickelt. Diese Positionen und möglichen Maßnahmen seien allen Fraktionen im Arbeitskreis kommuniziert worden, heute soll die Kommunalpolitik eine Rückmeldung geben.

Parallel zu den politischen Beratungen, so Bammann weiter, habe die Verwaltung alle Grundschulleitungen eingeladen: „Wir haben über den Planungsstand und die Empfehlungen informiert!“ Bammann betonte ferner, dass die Verwaltung nur vorbereite – „entscheiden muss so oder so die Politik“. Nämlich im Schulausschuss (September) und im Rat (Oktober).

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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