Vater schoss Tochter in den Kopf

 In diesem Haus am Wildweg 4 an der Ortsgrenze zwischen Weidenau und Geisweid wurde die 13-jährige M. S. von ihrem 42 Jahre alten Vater angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Foto: kalle
  • In diesem Haus am Wildweg 4 an der Ortsgrenze zwischen Weidenau und Geisweid wurde die 13-jährige M. S. von ihrem 42 Jahre alten Vater angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Foto: kalle
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kalle - Die Bluttat des 42-jährigen W. S., der mit seiner Familie am Wildgehege 4 in Weidenau wohnt , ist nur schwer nachzuvollziehen. Er hatte am Dienstagabend auf seine Tochter, seine Schwiegermutter und einen Onkel seiner Tochter geschossen.

Weil er den Umgang seiner 13 Jahre alten Tochter mit der Familie seiner Frau für nicht akzeptabel hielt, griff er zum Revolver und schoss seine Tochter, seine 57-jährige Schwiegermutter und einen 22-jährigen Onkel des Mädchens aus kurzer Entfernung nieder. Ob er im Besitz eines Waffenscheines ist, konnte die Polizei nicht sagen. Ebenso unbeantwortet bleibt die Frage, was letztendlich den Familienstreit so eskalieren ließ, dass der Libanese solch eine Schreckenstat ausführte. Ermittelt wird jetzt unter Leitung von Staatsanwalt Baron von Grotthuss gegen den Mann wegen des Verdachts des dreifachen versuchten Totschlags.

Der Tatverdächtige war kurz nach seinen Taten bei Freunden in Weidenau von der Polizei gefasst worden. Er ließ sich dort ohne Widerstand festnehmen. Die drei Männer, mit denen er zusammen vorgefunden worden war, sind noch in der Nacht nach Vernehmungen auf freien Fuß gesetzt worden. Sie hatten mit der Tat nichts zu tun.

Zum Tathergang: Der Mann muss zuerst seine Tochter in der elterlichen Wohnung niedergestreckt haben. Ob es hierfür direkte Zeugen aus dem Familienumfeld gibt, dazu wollte sich die Polizei gestern nicht äußern. Danach hat er sich in seinen Wagen, ein VW Sharan, gesetzt, um nach Achenbach zu fahren. Hier schoss der vierfache Vater dann auf die Schwiegermutter und den Onkel des Mädchens.

Aus Achenbach kam auch der erste Notruf in der Polizeileitstelle an. Erst danach wurde die Polizei über die Vorfälle in Weidenau informiert. Hier hatten Angehörige des Mädchens bereits über die Notrufnummer 112 den Notarzt alarmiert. Nachdem die 13-Jährige mit lebensgefährlichen Verletzungen in das nahe gelegene Krankenhaus gebracht worden war, konnte glücklicherweise schon einige Stunden später Entwarnung gegeben werden. Das Mädchen war außer Lebensgefahr. Am gestrigen Nachmittag wurde der Tatverdächtige dem Haftrichter in Siegen vorgeführt. Der schickte W. S. in Untersuchungshaft.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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