VDSL nicht überall pünktlich

Reinhard Rohleder von der Deutschen Telekom und BM Steffen Mues präsentierten im März ein Glasfaserkabel und verkündeten, dass Siegen VDSL erhalten werde. Dabei gibt es jetzt in Teilen Verzögerungen. Archivbild: Jan Krumnow
  • Reinhard Rohleder von der Deutschen Telekom und BM Steffen Mues präsentierten im März ein Glasfaserkabel und verkündeten, dass Siegen VDSL erhalten werde. Dabei gibt es jetzt in Teilen Verzögerungen. Archivbild: Jan Krumnow
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db - Ende Oktober frohlockten die Setzener ob der Nachricht, noch im November endlich an das schnelle Internet angebunden zu werden. VDSL mit bis zu 50 MBit pro Sekunde sollte es werden. Nach Recherchen der Siegener Zeitung bleibt diese Hoffnung aber in einigen Bereichen weiter nur ein Wunsch. Zur ersten VDSL-Tranche des Siegener Stadtgebietes sollte unter anderem auch Niedersetzen gehören. Doch zumindest der Bereich „Schützenwiese“ ist davon mittlerweile wieder ausgenommen. Gleiches gilt für den Bereich „Am Eichenhang“ in Weidenau. Auch die Ortsteile Volnsberg und Breitenbach bleiben zunächst außen vor. Diese beiden sollen jedoch noch in diesem Jahr versorgt werden, versicherte die Telekom auf Nachfrage. Wie es mit den Straßenzügen in Niedersetzen und Weidenau aussieht, darüber schwieg das Unternehmen.

Schuld an den Verzögerungen in Weidenau ist laut Telekom die Deutsche Bahn. Hier warte man immer noch auf eine Zustimmung seitens der DB. In Niedersetzen jedoch stellt sich die Situation etwas anders dar. Die dortigen Brückenbauarbeiten an der Schützenbrücke verlaufen bisher alles andere als nach Plan. So ist das Bauende von Ende September 2014 mittlerweile auf April/Mai 2015 nach hinten korrigiert worden. Beim Ausheben der Baugrube hatte die ausführende Firma eine Hauptversorgungswasserleitung beschädigt. Die Stadt, die Siegener Versorgungsbetriebe (SVB) und das Ingenieurbüro grübelten gemeinsam an einer Lösung: „Die Abstimmung hat sehr lange gedauert“, gab Anke Schreiber als zuständige Abteilungsleiterin bei der Stadt zu. Dann entdeckte man, dass die von der Telekom beauftragte Baufirma auf einmal die Leerrohre für die Glasfaserkabel gelegt hatte. Zu früh und nicht korrekt. Eine Korrektur der falsch verlegten Rohre sei erst im kommenden Jahr möglich.

Auch die Telekom bestätigte, dass durch die Brückenbauarbeiten der VDSL-Ausbau beeinflusst wurde und wird. Drei Multifunktionsgehäuse könnten erst dann in Betrieb genommen werden, wenn bestimmte Brückenteile fertiggestellt seien. Erst dann kann auch in Niedersetzen das Turbo-Internet komplett an den Start gehen. Die Telekom hat dabei das kommende Frühjahr ins Auge gefasst. Noch im August war seitens der Stadt auf Anfrage eines Bürgers per E-Mail, die der SZ vorliegt, versichert worden: „Insgesamt wird dies (der Wasserrohrbruch, d. Red.) aber für die Anwohner von Setzen keine Verzögerung hinsichtlich des Anschlusses an das Glasfasernetz bedeuten.“ Zumindest für die Straßen im Bereich „Schützenwiese“ hat sich das nun als falsche Einschätzung erwiesen.

Doch nicht nur in Niedersetzen läuft nicht alles rund für die Telekom. Die vom Telekommunikationsunternehmen beauftragte Baufirma hat in Kaan-Marienborn, genauer gesagt an der dortigen Hauptstraße, ein privates Grundstück nicht nur unbefugt betreten, sondern auch beschädigt. In der 42. Kalenderwoche rückte dort ein kleiner Bagger an und öffnete die Asphaltdecke, um das notwendige Leerrohr zum Kabelverzweiger an der Straße zu verlegen. Eine Erlaubnis seitens der Grundstückseigentümer gab es nicht, wie diese gegenüber der SZ versicherten. Eine bereits von der Telekom angebotene Schadensersatzsumme akzeptierten sie nicht, da ihnen der Betrag nicht angemessen schien. Die Telekom ließ dazu nur mitteilen: „Diese Angelegenheit wurde mit dem Eigentümer erörtert und ist derzeit bei unserer Rechtsabteilung zur Lösungsfindung in Bearbeitung.“

Am Mittwoch hatten die Stadt und die Telekom zu einer Pressekonferenz eingeladen. Neben einem Rückblick auf die Ausbauarbeiten wurde bekannt gegeben, wann VDSL wo verfügbar sein wird. Außerdem wird Siegen als eine der ersten Städte in NRW in wenigen Tagen mit der Vectoring-Technik versorgt. Daniel Benfer

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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