Verbände üben weiter Kritik an HLB

 Während die Hessische Landesbahn Entwarnung gibt, fordern Fahrgastverbände eine Sondersitzung des ZWS bezüglich Zugver-spätungen und -ausfällen. SZ-Archivbild: Björn Weyand
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sz - Wie die Hessische Landesbahn GmbH am Montag mitteilte, soll sich die Personalsituation im Bereich der Drei-Länder-Bahn zwischenzeitlich deutlich stabilisiert haben. Daher könnten mit Ausnahme der RB 92 (Finnentrop - Olpe) ab Samstag, 13. Februar, alle Linien ohne Einschränkungen gemäß Regelfahrplan bedient werden. Der Bahnverkehr auf den Linien RB 29 (Limburg - Siershahn) und die RB 90 (Limburg - Westerburg - Siegen) könne dadurch bereits ab 13. Februar wieder vollständig gemäß Regelfahrplan bedient werden. Für die RB 92 werde ab diesem Datum wieder ein eingeschränkter Bahnverkehr im Zwei-Stunden-Takt angeboten, der noch bis zum 4. März mit SEV-Bussen ebenfalls im Takt von zwei Stunden ergänzt werde. Damit stehe den Fahrgästen zwischen Finnentrop und Olpe ein stündliches Angebot zur Verfügung. Ab 5. März werde auch dort der fahrplanmäßige Bahnverkehr vollständig wieder aufgenommen, teilt das Bahnunternehmen mit. Weitere Informationen sowie den Ersatzfahrplan für die RB 92 werde man zeitnah unter www.dreilaenderbahn.de/service/aktuelles veröffentlichen.

Fahrgastverbände fordern derweil eine Sondersitzung des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) zu Zugverspätungen und -ausfällen. Auf dem jüngsten Aktiventreffen von Pro Bahn, Verkehrsclub Deutschland und Arbeitskreis Schienenverkehr wurden die aktuellen Probleme des regionalen Bahnverkehrs diskutiert. „Gutes wird in Zukunft besser“, habe ein Flyer der Drei-Länder-Bahn aus dem Jahr 2014 versprochen. Das Gegenteil sei eingetreten. Fahrgäste warteten oft vergeblich auf die Züge der Hessischen Landesbahn.

Ursache seien diesmal nicht fehlende Lokführer, sondern das Fahrplan-Experiment, mit dem die Rothaarbahn nach Betzdorf verlängert worden sei. Dazu sei die Fahrzeit von Siegen nach Hilchenbach und zurück um fünf Minuten verkürzt worden. Dieser Plan werde aber oft nur am späten Vormittag eingehalten. Zur Hauptverkehrszeit seien die Züge meist vier Minuten und mehr verspätet – nicht selten werde gar die Zehn-Minuten-Grenze überschritten: „Dann gehen auch Anschlüsse an andere Linien in Erndtebrück, Kreuztal, Siegen und Betzdorf verloren.“

Auf der Biggesee-Strecke fahren zurzeit keine Züge mehr. Busse mit längeren Fahrzeiten bringen die Fahrgäste zu den Zuganschlüssen nach Finnentrop. Umsteigeverbindungen in Olpe seien nur noch eingeschränkt möglich. In Rudersdorf seien die Halte an Sonn- und Feiertagen ganz gestrichen worden. Ein Drittel der Züge Richtung Siegen verkehre nicht mehr im Takt. Die Anschlüsse in Siegen an die Regionalexpress-Züge Richtung Köln und Hagen seien verloren gegangen.

Die Fahrgastverbände fordern deshalb eine Sondersitzung des Zweckverbands Personennahverkehr Westfalen-Süd. Otto Wunderlich (AKS) hält eine Abmahnung und gegebenenfalls Kündigung des Verkehrsvertrags für sinnvoll. Die Hessische Landesbahn habe bisher nicht gezeigt, dass sie das Chaos beenden könne. Jetzt sei politisches Handeln erforderlich. Walter Schindler (VCD) findet, dass die Hessische Landesbahn dem öffentlichen Personenverkehr der Region geschadet habe. Durch die Probleme seien bereits viele Fahrgäste verloren gegangen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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