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90 Mitarbeiter machen mit
Verdi-Warnstreik im Kreisklinikum Siegen

Die Klinikmitarbeiter empfinden das bisher nicht vorhandene Arbeitgeber-Angebot als „Frechheit“. Mit einem zweistündigen Warnstreik in Weidenau vor den Toren des Kreisklinikums haben sie dies kundgetan.
  • Die Klinikmitarbeiter empfinden das bisher nicht vorhandene Arbeitgeber-Angebot als „Frechheit“. Mit einem zweistündigen Warnstreik in Weidenau vor den Toren des Kreisklinikums haben sie dies kundgetan.
  • Foto: mir
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mir Weidenau. „Jetzt sind wir dran, wir halten den Laden am Laufen.“ Starke Worte, passend zum Verdi-Warnstreik am Dienstagmorgen vor dem Kreisklinikum in Weidenau. An die 90 Mitarbeiter aus allen Bereichen der Klinik hatten sich dem Aufruf für einen zweistündigen Ausstand angeschlossen.
„Im Frühjahr Held, jetzt kein Geld“, so Verdi-Geschäftsführer Jürgen Weiskirch, das sei keine korrekte Verhaltensweise der Arbeitgeber, die in den aktuellen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst noch kein eigenes Angebot vorgelegt haben. Verdi fordert 4,8 Prozent mehr in der „Lohntüte“, dazu endlich die Umsetzung der 2018 bereits getroffenen Vereinbarungen zu bezahlten Pausen im Wechseldienst und 20 Prozent mehr Samstagszuschlag.

mir Weidenau. „Jetzt sind wir dran, wir halten den Laden am Laufen.“ Starke Worte, passend zum Verdi-Warnstreik am Dienstagmorgen vor dem Kreisklinikum in Weidenau. An die 90 Mitarbeiter aus allen Bereichen der Klinik hatten sich dem Aufruf für einen zweistündigen Ausstand angeschlossen.
„Im Frühjahr Held, jetzt kein Geld“, so Verdi-Geschäftsführer Jürgen Weiskirch, das sei keine korrekte Verhaltensweise der Arbeitgeber, die in den aktuellen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst noch kein eigenes Angebot vorgelegt haben. Verdi fordert 4,8 Prozent mehr in der „Lohntüte“, dazu endlich die Umsetzung der 2018 bereits getroffenen Vereinbarungen zu bezahlten Pausen im Wechseldienst und 20 Prozent mehr Samstagszuschlag.

Scharfe Kritik vom Klinik-Betriebsrat

Klinik-Betriebsratsvorsitzender Reinhard Müller hatte dazu am Morgen passende Worte parat: „Das ist einfach frech den Mitarbeitern gegenüber.“ Zuvor hatten Mitarbeiter in detailreichen Schilderungen ihre schwierige Arbeit in Zeiten der Pandemie geschildert.
Eine dritte und bisher letzte Verhandlungsrunde auf Bundesebene ist für den 22. Oktober geplant. Bis dahin dürfte es noch so manche Aktion im öffentlichen Dienst geben, um die Arbeitgeberseite zu beeindrucken. Was das sein könnte, darüber hüllen sich die Gewerkschafter noch in bewusstes Schweigen.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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