Verrat, Intrigen, Macht

Die Hexen bringen Macbett dazu, nicht nur seinen König, sondern auch seine Freundschaft zu Banco zu verraten. Foto: soph
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soph Weidenau. Macbett ist ein treuer Offizier. Gemeinsam mit seinem Freund Banco würde er alles für seinen König Duncan tun. Der allerdings ist ein machtbesessener Despot, der niemanden neben sich duldet. Als er von zwei anderen Generalen verraten wird, verspricht er Macbett und Banco deren Besitz und erklärt den Krieg. Nach und nach wird den beiden klar, dass ihr geliebter Herr gar nicht ein so guter König ist. Macbett verliebt sich in Lady Duncan, und dann kommen auch noch sechs Hexen ins Spiel, die das Chaos perfekt machen.

Der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 13 des Fürst-Johann-Moritz-Gymnasiums in Weidenau spielt das Stück Macbett (von Eugène Ionesco) in diesen Tagen. Am Mittwochabend feierte das Ensemble in der voll besetzten Gymnastikhalle der Schule Premiere. Für Lehrer und Regisseur Peter Schlömer war es nach vielen Jahrzehnten die letzte Premiere.

Seit August 2008 laufen die Proben, die Aufführung zählt in die Benotung ein. „Für alle steht aber der Spaß an erster Stelle“, sagt „Macbett“-Darsteller Marcel Richter. Die meisten der 23 Schauspieler spielen zum ersten Mal vor Publikum, und obwohl alle gerade im Abiturstress sind, sieht man den Schülern die Freude am Spiel an. Mit ganz wenigen Requisiten dafür aber mit umso aufwendigeren Kostümen sorgten sie für viele Lacher bei den Zuschauern.

Macbett begeisterte mit ausdrucksstarker Mimik, und Malte Deiseroth als König Duncan verlieh seiner Rolle eine mehr als gelungene Erhabenheit. Der Höhepunkt allerdings waren die sechs Hexen. Mit hochtoupierten Haaren, schreiend bunten Fransenröcken und Netzstumpfhosen zischten, krochen und geiferten sie um die Offiziere herum. Letztendlich sind sie auch die Drahtzieher der ganzen Geschichte.

Zuerst hetzen sie Macbett und Banco gegen Duncan auf, eine der Hexen nimmt die Gestalt von Lady Duncan an und verführt Macbett. Zu dritt töten sie den König (wunderbar dargestellt in Zeitlupe). Nachdem Macbett seinen Freund Banco getötet hat, heiratet er die als Königin verkleidete Hexe. Dann zeigt sich, was Macht aus einem Menschen machen kann. Macbett verliert vollkommen die Kontrolle. Dann tauchen plötzlich die Geister Duncans und Bancos auf, und noch ein unerwarteter Gast erscheint im Thronsaal.Das Stück wird heute und morgen jeweils um 20 Uhr in der Gymnastikhalle weitere Male aufgeführt. Eine Inszenierung voller Intrigen, Verrat und Machtbesessenheit, dabei sehr amüsant und vor allem gut gespielt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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