Kreisklinikum investierte in Stroke-Unit
Versorgungslücke wurde geschlossen

V. l. n. r.: Dr. Achim Hoferichter (Oberarzt), Prof. Dr. Otto Busse (Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft) und Prof. Dr. Martin Grond (ärztlicher Direktor), schauen sich die neuen Monitorsysteme auf der Stroke Unit an.
  • V. l. n. r.: Dr. Achim Hoferichter (Oberarzt), Prof. Dr. Otto Busse (Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft) und Prof. Dr. Martin Grond (ärztlicher Direktor), schauen sich die neuen Monitorsysteme auf der Stroke Unit an.
  • Foto: Kreisklinikum
  • hochgeladen von Christian Hoffmann (Redakteur)

sz Weidenau. Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute – doch nicht nur das: Neben einer schnellen Diagnose und Erstversorgung ist ebenso die Qualität der medizinischen Behandlung entscheidend. Das Kreisklinikum Siegen investierte daher kürzlich im Zuge einer erneuten Zertifizierung 1,5 Mill. Euro in seine neurologische Schlaganfall-Spezialstation, die sogenannte überregionale Stroke-Unit. Verwendet wurde das Geld, um die von der Zertifizierungsgesellschaft empfohlene Aufstockung von zwölf auf 16 Betten umzusetzen und im Zuge des Ausbaus Modernisierungsmaßnahmen durchzuführen.

Mehr Personal

Insbesondere wurde eine Ausstattung mit modernen Monitorsystemen inklusive automatisierter Herzrhythmusanalyse zur Patientenüberwachung vorgenommen. Zudem soll das Pflege-Team der Station zukünftig um zehn weitere Vollzeitkräfte auf dann 38 aufgestockt werden. „Unsere überregionale Stroke Unit ist für die hohe Qualität der medizinischen Versorgung unserer Patienten von großer Bedeutung“, erklärte Bertram Müller, Geschäftsführer des Kreisklinikums. So bietet die seit mehr als 20 Jahren bestehende und nach den aktuellen Qualitätsstandards der deutschen Schlaganfallgesellschaft und der Stiftung deutsche Schlaganfall-Hilfe zertifizierte Einheit jährlich rund 2000 Patienten aus der Region eine bestmögliche neurologische Intensivversorgung mit sämtlichen Möglichkeiten der Schlaganfallbehandlung.

Mehr Betten

Dabei erfolge unter anderem auch eine enge Kooperation mit der Neuroradiologie im eigenen Haus. „Hier stehen Tag und Nacht Spezialisten bereit, um mit modernen Katheterverfahren durch den Schlaganfall verschlossene Gefäße im Gehirn wieder zu eröffnen“, so Dr. Burkhard Irnich, Chefarzt der neuroradiologischen Abteilung. „Die allgemeine neurologische Versorgung in unserer Region ist mit unseren 130 Betten in der Neurologie ausreichend gedeckt“, sagte Prof. Martin Grond, ärztlicher Direktor des Kreisklinikums und Chefarzt der Klinik für Neurologie und bezog sich dabei auf ein erst kürzlich erschienenes Gutachten zur Krankenhauslandschaft in NRW (die SZ berichtete). „Jedoch mangelte es bisher an Betten im Bereich spezialisierter Stroke-Units. Mit der Aufstockung unserer Abteilung um vier weitere Betten schließen wir somit eine Versorgungslücke in der Region Siegen-Wittgenstein“, betonte Grond.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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