Verspätungen werden angezeigt

 Am Bahnhof Neunkirchen ist seit wenigen Wochen ein sogenannter Dynamischer Schriftanzeiger zu finden. Die Deutsche Bahn wurde dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Bahnreisende mit Informationen über mögliche Zugverspätungen versorgt werden – auch an den ganz kleinen Bahnhöfen beziehungsweise Haltestationen des Landes. Foto: wette
  • Am Bahnhof Neunkirchen ist seit wenigen Wochen ein sogenannter Dynamischer Schriftanzeiger zu finden. Die Deutsche Bahn wurde dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Bahnreisende mit Informationen über mögliche Zugverspätungen versorgt werden – auch an den ganz kleinen Bahnhöfen beziehungsweise Haltestationen des Landes. Foto: wette
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wette - Bislang wird der Bahnhof in Neunkirchen zwar noch nicht in einem Atemzug mit den ganz großen des Landes genannt, das aber kann sich schon bald ändern. Die Deutsche Bahn nämlich hat den optisch nicht gerade ansprechenden Bahnhof ein wenig aufgewertet und ihren Service ausgebaut – mit einem sogenannten Dynamischen Schriftanzeiger (DSA). Mit diesem sollen die zahlreichen Fahrgäste, die es derzeit in Neunkirchen allerdings nicht gibt, über mögliche Verspätungen der Hellertalbahn informiert werden. Kostenpunkt: 8000 Euro.

Dass die Deutsche Bahn vor einigen Monaten damit begonnen hat, alle Bahnhöfe im Land mit eben diesen elektronischen Anzeigetafeln auszustatten, ist allerdings weniger ihrem Servicegedanken denn einer Verordnung der EU, beziehungsweise einem Bescheid des Eisenbahn-Bundesamtes zu verdanken. Auch wenn man das bei der Bahn ein wenig anders sieht. Weil nämlich Reisende ein Recht darauf hätten, zu erfahren, wann und wie es mit ihrer Fahrt weitergeht, wurde 2007 in einer „Verordnung des Europäischen Parlaments und Rates über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr“ festgeschrieben, dass Bahnfahrende zeitnah über ihre Abfahrts- und Ankunftszeit zu unterrichten sind.

Die Bahn kam dieser Verordnung bis Oktober 2010 nicht nach, so dass ein entsprechender Bescheid des Eisenbahn-Bundesamtes die Bahn dazu verpflichtete, alle Stationen – auch die mit weniger als 100 Reisenden pro Tag – mit einem entsprechenden technischen Medium auszustatten. Eine Klage der Bahn wurde im vergangenen Jahr vom Verwaltungsgericht Köln abgewiesen, so dass es nun an die Umsetzung geht.

Bis Ende des kommenden Jahres sollen alle Stationen im Kreis Siegen-Wittgenstein mit den Dynamischen Schriftanzeigern ausgestattet sein – noch fehlen sechs: die Haltestationen in Struthütten, wo es derzeit noch Probleme mit der Stromversorgung gebe, Raumland/Markhausen und Kreuztal/Littfeld bis Ende August 2014, Rudersdorf bis Mitte November 2014 und Würgendorf/Ortschaft sowie Wahlbach bis Mitte 2015.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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