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Spatenstich zur Erweiterung
Verwandlung im Schlosspark

Mit dem etwa Fußballfeld großen Areal wächst der Schlosspark auf seine ursprünglichen historischen Ausmaße an. Das „Riesenloch“ (Bürgermeister Steffen Mues), das der Abriss der Jugendherberge im ehemaligen „Haingarten“ hinterlassen hat, ist bereits verfüllt. In den kommenden zwölf Monaten wird das Gelände komplett neu modelliert.
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  • Mit dem etwa Fußballfeld großen Areal wächst der Schlosspark auf seine ursprünglichen historischen Ausmaße an. Das „Riesenloch“ (Bürgermeister Steffen Mues), das der Abriss der Jugendherberge im ehemaligen „Haingarten“ hinterlassen hat, ist bereits verfüllt. In den kommenden zwölf Monaten wird das Gelände komplett neu modelliert.
  • Foto: kay
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

tile Siegen. Wildwachsender Löwenzahn, graffitiverschmierte Betoneinbauten, aufgewühltes, steiniges Erdreich. Der ehemalige „Haingarten“ unterhalb des Musikpavillons am Oberen Schloss gibt derzeit ein wüstes Bild ab. In einem Jahr soll es dort ganz anders aussehen. Im Rahmen des offiziellen ersten Spatenstichs der Schlosspark-Erweiterung stellte Siegens Bürgermeister Steffen Mues nichts weniger als „einen der schönsten und interessantesten Spielplätze des ganzen Siegerlands“ in Aussicht. Das Oberhaupt der Krönchenstadt, Stadtbaurat Henrik Schumann, Bauausschuss-Vorsitzender Rüdiger Heupel und Roman Neubert von der ausführenden Garten- und Landschaftsbaufirma Benning aus Münster stellten die Maßnahme, die dem Schlosspark seine ursprüngliche historische Größe zurückgeben wird, vor Ort vor.

tile Siegen. Wildwachsender Löwenzahn, graffitiverschmierte Betoneinbauten, aufgewühltes, steiniges Erdreich. Der ehemalige „Haingarten“ unterhalb des Musikpavillons am Oberen Schloss gibt derzeit ein wüstes Bild ab. In einem Jahr soll es dort ganz anders aussehen. Im Rahmen des offiziellen ersten Spatenstichs der Schlosspark-Erweiterung stellte Siegens Bürgermeister Steffen Mues nichts weniger als „einen der schönsten und interessantesten Spielplätze des ganzen Siegerlands“ in Aussicht. Das Oberhaupt der Krönchenstadt, Stadtbaurat Henrik Schumann, Bauausschuss-Vorsitzender Rüdiger Heupel und Roman Neubert von der ausführenden Garten- und Landschaftsbaufirma Benning aus Münster stellten die Maßnahme, die dem Schlosspark seine ursprüngliche historische Größe zurückgeben wird, vor Ort vor.

Spielgerät über drei Ebenen

Das „Riesenloch“ (Mues), wo einst die Jugendherberge stand, ist bereits verfüllt, vorbereitende Arbeiten wurden durchgeführt. Ja, auch ein paar Bäume mussten weichen, andere wiederum bleiben erhalten und wurden in die Planungen integriert. Nun soll das ca. ein Hektar große Gelände von der Bastion aus (süd-östlichster Teil des Schlossparks) bis zur ersten Quermauer komplett neu modelliert werden. Herzstück des gesamten Areals wird ein Spielgerät in Form einer stilisierten Burg- und Wehranlage (vor zwei Jahren unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erdacht), das sich parallel zur östlichen Mauer über drei Ebenen erstrecken wird. Die so entstehenden Schwerpunktbereiche werden für verschiedene Altersgruppen unterschiedlich anspruchsvoll gestaltet. Der oberste Bereich wird kleinkindgerecht und mit Wasserspiel hergerichtet, die beiden unteren Spielflächen sollen ältere Kinder ansprechen.

Neue Öffnungszeiten möglich

Eltern und andere Parkbesucher werden Sitzgelegenheiten entlang der Mauern finden. Ein Plateau im Bereich der Bastion soll den Weitblick auf Siegens Süden gewähren, ohne dass man bis an den Rand der alten Stadtmauer treten muss. Besucher, die durch das Tor an der Höhstraße oder aus der Hundegasse kommend den Schlosspark betreten, sollen künftig von einem dem Spielplatz vorgelagerten Rasen begrüßt werden. Diese Freifläche wird sich als sanft abfallende Wiese der gegebenen Topografie anpassen, aber als Erholungs- und Aktionsfläche genutzt werden können. Mit Installation der neuen Beleuchtung werde man über die geltenden Öffnungszeiten des Parks (bisher bis zum Einbruch der Dunkelheit) diskutieren, kündigte Mues an. Einher gingen die Fragen der Sicherheit sowie Vandalimus-Vermeidung.

Toiletten perspektivisch im Friedhofsamt

Ein Südwest-Balkon am ehemaligen Friedhofsamt rundet die Planung zunächst ab. Das alte Verwaltungsgebäude, mittlerweile in Besitz der Stadt, könnte in etwa zwei Jahren die Infrastruktur des Schlossparks verbessern. Dort sind etwa eine öffentliche Toilette und Umkleideräume für Künstler, die beispielsweise im Musikpavillon auftreten, vorgesehen, verriet Henrik Schumann. Auf den ursprünglich geplanten Kiosk werde man hingegen verzichten. Stattdessen werden Anschlüsse für mögliche mobile Anbieter innerhalb der Fläche verlegt.

Land übernimmt 70 Prozent der Kosten

Die geplanten Elemente und die schieren Ausmaßen in Fußballfeldgröße des Gebiets lassen die Bürger der klammen Krönchenstadt ahnen: Das wird nicht billig. Wird es nicht, räumte Bürgermeister Mues ein. Daran hat auch die mehrmalige Ausschreibung („Weil die Preise angezogen haben“) nichts ändern können. Umso glücklicher ist man im Rathaus, dass das Land die Kosten von etwa 3,6 Mill. Euro für die Schlosspark-Erweiterung im Zuge des Städtebauförderprojekts „Rund um den Siegberg“ weiterhin zu 70 Prozent trägt, sodass „nur“ rund 1. Mill. Euro aus dem Stadtsäckel fließen müssen.

Schlosspark und Pavillon werden saniert

Weitere 2 Mill. wird die Sanierung der bestehenden Schlosspark-Anlage inklusive Pavillon-Erneuerung kosten, die in gleicher Höhe gefördert wird. Und nicht zuletzt erfährt die Parkanlage durch die anhaltende Sanierung der Stadtmauer (Länge rund 2 Kilometer, Gesamtkosten 11 Mill. Euro) ebenfalls eine erhebliche Aufwertung.

Im Sommer 2021 schließlich sollen Kinder im alten „Haingarten“ spielen und toben, Erwachsene entspannen können. Restarbeiten stehen im darauffolgenden Herbst an, denn erst dann werden die Pflanzen gesetzt. In voller (Blüten-)Pracht präsentiert sich der neue Augapfel des Schlossparks also erst im Frühjahr 2022.

Veränderte Verkehrsführung

Besucher aus der Höhstraße gelangen nur noch in den Hauptteil der Parkanlage, da das Baufeld mit Bauzäunen gesichert ist. Die Einrichtung der Reselve „Am alten Friedhof“ ist ab Montag, 11. Mai, über den Altenhof möglich, nicht aber eine Andienung mit dem Pkw. Die Stadt Siegen bittet Besucher, das Reselve-Gebäude vom Parkplatz Hasengarten aus durch den Park über das Tor Altenhof und dann über die Straße „Altenhof“ aufzusuchen.
Weitere Verkehrsmaßnahmen:

  • Halte- und Parkverbot im Bereich Einmündung Burgstraße / Höhstraße zur Ein- und Ausfahrt der Lkw;
  • Parkverbot im Bereich Höhstraße, montags bis donnerstags von 7 bis 16 Uhr.
Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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