VHS-Zusammenlegung: Das Interesse ist groß

Die VHS Siegen im Krönchencenter. Der Standort steht nicht zur Diskussion, wohl aber die Struktur.  Foto: kalle
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ch Siegen. Es ist ein erneuter Vorstoß. Die beiden Volkshochschulen des Kreises Siegen-Wittgenstein und der Stadt Siegen sollten am besten zusammengelegt werden, findet die Haushaltsstrukturkommission der Krönchenstadt. Denn mit der Zusammenlegung, so rechnet die Sparkommission vor, könnte Siegen bis zum Jahr 2014 immerhin 500 000 Euro einsparen. Das geht aus dem erweiterten Haushaltssicherungskonzept vor, das der Rat der Stadt Siegen morgen Nachmittag diskutieren möchte (s. o.).

Danach soll Bürgermeister Steffen Mues beauftragt werden, Verhandlungen mit den Städten und Gemeinden des Kreises bzw. mit dem Kreis als derzeitigem Träger der Kreis-VHS aufzunehmen. Das Ziel: ein Konzept für die Errichtung einer gemeinsamen Bildungseinrichtung. Das Problem bislang: Siegen muss gemäß den NRW-Gesetzen als große kreisangehörige Stadt eine eigene VHS betreiben, Kreuztal hat als mittlere kreisangehörige Stadt diese Aufgabe an den Kreis übertragen. Der ist zudem verpflichtet, für die übrigen Kommunen eine VHS vorzuhalten. Die schlichte Fusion ist nach dieser Rechtslage nicht möglich. Die Zusammenlegung wäre nur machbar, wenn ausnahmslos alle Städte und Gemeinden die VHS nach den Vorschriften des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit – etwa durch Gründung eines Zweckverbandes – gemeinsam organisieren.

Siegen hat ein großes Interesse an solch einer Gemeinschaftsarbeit. Im Rahmen der Finanzierung der Kreis-VHS über die allgemeine Kreisumlage trägt die Stadt nämlich nicht nur die Kosten für die eigene Volkshochschule, sondern auch noch 38 Prozent der Zuschüsse für die Kreiseinrichtung.

Es gibt ein Gutachten der Unternehmensberatung Kienbaum (die Siegener Zeitung berichtete bereits mehrfach), welches ein gemeinsames Zweigstellen-Modell vorschlägt, mit dem das komplette Kreisgebiet abgedeckt werden könnte. Die Kommunen des Kreises allerdings haben seit Veröffentlichung dieses Gutachtens wiederholt signalisiert, dass sie an der Verschmelzung grundsätzlich interessiert seien, wenn sich das Angebot nicht verschlechtere und keine zusätzlichen Kosten entstünden. Deshalb werde es, so die Siegener Sparkommission vorab, „von entscheidender Bedeutung“ sein, einen entsprechenden Finanzierungsschlüssel festzulegen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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