Viele Anwohner wollen nicht zahlen

 Darüber können Anlieger in Hesselbach nur noch den Kopf schütteln: Am vergangenen Dienstag wurde die Straße „Zum Ebsch“ asphaltiert, am Freitag musste der Bereich an der Einmündung zum Erlenweg aufgerissen werden. Foto: mlb
  • Darüber können Anlieger in Hesselbach nur noch den Kopf schütteln: Am vergangenen Dienstag wurde die Straße „Zum Ebsch“ asphaltiert, am Freitag musste der Bereich an der Einmündung zum Erlenweg aufgerissen werden. Foto: mlb
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vö - Die bei vielen Anwohnern äußerst umstrittene Straßensanierung „Zum Ebsch“ in Hesselbach wird ein gerichtliches Nachspiel haben. „Ich werde garantiert Widerspruch gegen den vorläufigen Zahlungsbescheid der Stadt einlegen. Ich bin nicht dazu bereit, diese Sache hier zu bezahlen. Die Rechnung wäre längst beglichen, wenn sie transparent wäre. Aber davon kann keine Rede sein“, betonte Anlieger Michael Löw jetzt im Gespräch mit der Siegener Zeitung. Notfalls werde die Thematik eben vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden.

Auch für seine Nachbarin Gisela Reuter-Fischer ist der Widerspruch eine sehr wahrscheinliche Option, „allerdings werde ich mich zuvor noch sehr intensiv mit meinem Anwalt besprechen“. Die beiden Hesselbacher haben ganz aktuell wie alle Anlieger der Straße den vorläufigen Zahlungsbescheid über die Eigenbeteiligung der Grundstückseigentümer an der Straßensanierung „Zum Ebsch“ erhalten. 50 Prozent der Gesamtkosten von 418.000 Euro übernimmt die Stadt Bad Laasphe, die verbleibenden 209.000 Euro teilen sich 15 Anlieger.

Und diese 50:50-Lösung ist ja bereits der Kompromiss von Rat und Verwaltung in der Angelegenheit, zuvor sollten die Bürger ja noch tiefer in die Taschen greifen (die Siegener Zeitung berichtete). Er wisse von einem Nachbarn, so Michael Löw, der rund 25.000 Euro „für diese Sonnenblumenallee, die die Qualität einer Zubringerstraße zu einem Einkaufszentrum hat“, aufbringen müsse. Aus Löws Sicht ein Skandal: „Hier wird mit aller Gewalt versucht, Menschen in die Altersarmut zu treiben.“ Wer die fünfstelligen Summen nicht gerade auf dem Sparbuch liegen habe, der müsse sich das Geld logischerweise bei der Bank leihen. „Aber welche Bank verleiht denn Geld, wenn die Kunden schon über 70 sind?“

Das Fass zum Überlaufen habe die jüngste Fehlleistung des bauausführenden Unternehmens gebracht. Am Dienstag sei die Straße asphaltiert worden, am Freitag habe man die Decke an der Einmündung zum Erlenweg wieder aufreißen müssen. Weil die Fahrzeuge dort aufgesetzt hätten. Dies sei, so formulierte es Michael Löw, nach vergessenen Rinnen, zu hohen Kanaldeckeln und falsch verlegten Kabeln nur das i-Tüpfelchen nach einer ganzen Serie von Pannen gewesen. „Wir sind doch hier nicht in einem rechtsfreien Raum. Dass man als Unternehmen nach derart vielen Fehlern überhaupt noch eine Rechnung in dieser Größenordnung schreibt, ist eine Frechheit. Man kommt sich vor wie in Schilda.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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