Viele Bildschirme blieben dunkel

Dieses Bild blieb am Dienstag ein Wunschtraum in vielen Unitymedia-Haushalten. Denn oftmals blieb das Gerät dunkel. Symbolfoto: Archiv
  • Dieses Bild blieb am Dienstag ein Wunschtraum in vielen Unitymedia-Haushalten. Denn oftmals blieb das Gerät dunkel. Symbolfoto: Archiv
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

jak/lnw - Die angekündigte bislang größte Neuordnung der Sendeplätze im Kabelnetz bei Unitymedia ist am Dienstag in Nordrhein-Westfalen mit einer Panne angelaufen. In Computerforen und sozialen Netzwerken berichteten zahlreiche Kunden des Kabelnetzbetreibers von erheblichen Schwierigkeiten mit dem Sendersuchlauf. Auch in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe kam es zu massiven Problemen.

Das bestätigte Marvin Schür von der Firma Expert Klein der Siegener Zeitung: „Das Telefon hört seit Dienstag nicht mehr auf zu klingeln. Wir machen hier fast nichts anderes mehr als Sendersuchläufe.“ Theoretisch, so der Abteilungsverantwortliche in der Burbacher Filiale, seien alle Kunden per Post entsprechend informiert worden. Allerdings hätten sich viele Kunden beschwert, dass sie eben vorab nicht informiert worden seien. Die Folge: Zahlreiche Kunden, die von dem Kabelnetzbetreiber im Regen stehen gelassen wurden, klemmten sich ihren Fernseher unter den Arm und kamen in die Filialen des Händlers. Andere bestellten sich den Kundendienst gleich nach Hause.

Dafür, dass andere den vom Unternehmen verursachten Schlamassel ausbaden müssen, gab man sich in der Presseabteilung von Unitymedia erstaunlich zugeknöpft. Statt Antworten auf die SZ-Fragen zu geben, sendete das Unternehmen zunächst einen Standardtext. Auf nochmalige Nachfrage kam nicht viel mehr Inhalt, als ohnehin jeder am eigenen Leib spüren konnte: „Wir können bestätigen, dass es zur Zeit aufgrund der vorgenommen Senderumstellung sowie den Fehlermeldungen zu längeren Wartezeiten an unseren Hotlines kommen kann.“ Gefragt nach konkreten Zahlen für die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe im Vergleich zu einem typischen Dienstag hieß es: „Vergleichszahlen zum Vortag sowie die Anzahl der Verträge veröffentlichen wir nicht.“

Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, den technischen Fehler zu beheben. Wie es zu dem eigentlichen Problem kommen konnte, blieb zunächst offen. Beim Sendersuchlauf würden bei einigen Kunden mehrere Privatsender als verschlüsselt dargestellt und andere Sender nicht gefunden. Betroffen seien Anschlüsse von Kunden, die das TV-Signal über ältere Hausanlagen erhielten, hieß es. Das Unternehmen empfahl diesen, nach einem erfolglosen Sendersuchlauf einen Werksreset durchzuführen und sich dann bei der Hotline zu melden. Am Mittwochnachmittag hieß es etwas konkreter, dass das Fehlerbild bei Anschlüssen von Kunden auftrete, „die das TV-Signal über unzureichend abgeschirmte Hausverteilanlagen und Endgeräte empfangen“. Und: „Wir haben die Ursache identifiziert und arbeiten zurzeit an einer Lösung.“

Das Unternehmen bedauerte die Unannehmlichkeiten und versprach, die Kunden zeitnah über die weitere Entwicklung zu informieren. Vor wenigen Wochen hatte der Kabelnetzbetreiber die Neuordnung der Sendeplätze angekündigt. Betroffen von der Neuordnung sind insgesamt 6,4 Millionen Haushalte in drei Bundesländern. Die Umstellung in Hessen und Baden-Württemberg erfolgt am 5. beziehungsweise am 12. September. Es dürfte spannend werden, ob die Umstellung dort reibungsloser verläuft.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil
Lokales
Unter Siegerländer Artikeln finden Besucher der SZ-Homepage derzeit zahlreiche Angebote von Siegener Händlern. Möglich macht das die Kooperation mit dem hiesigen Start-up-Unternehmen mapAds. Mit dem innovatien Digitalmarketing-Werkzeug lassen sich Angebote von Handel und Dienstleistung einfach digitalisieren und bald über viele zusätzliche Kanäle publizieren.

Start-up mapAds und Vorländer Mediengruppe
Angebote einfach digitalisieren und publizieren

sz Siegen. Die Vorländer Mediengruppe arbeitet weiter konsequent an der Umsetzung ihrer Digitalstrategie. Während die Zeitungsproduktion weiter das Kerngeschäft und das wichtigste Standbein des Verlages bleiben wird, investiert Vorländer selbstbewusst und entschieden in moderne Strukturen, neue Technologien und die Digitalisierung. Mit dem Digitalen arbeiten„Wir sind überzeugt davon, dass die Zukunft darin liegt, nicht gegen das Digitale, sondern mit dem Digitalen zu arbeiten. Wir sehen das...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen