Schüler des Berufskollegs in Ghana
Viele Eindrücke und eine andere Denkweise

Gemeinsame Spiele und Aktivitäten im Innenhof der Schule waren besonders beliebt.
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sz Siegen. Mit vier Schülern und fünf Schülerinnen desWirtschaftsgymnasiums des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung
machten sich die Lehrerin Gerti Gleim und Ursula Metz-Stoltefuß als
pensionierte ehemalige Kollegin auf zu einer Projektreise nach Ghana.
Seit 2008 unterstützt das Berufskolleg den „Wilhelm Educational
Complex“, eine Schule in Ashaiman, 30 km östlich von Accra,
der Hauptstadt Ghanas. Zum siebten Mal reisten Schüler des
Berufskollegs nach Ghana, um die Partnerschule zu besuchen und zu
unterstützen. Ein tiefer Einblick in eine andere Kultur, den die Schüler laut Pressemitteilung wohl niemals vergessen werden.

Einfachste Bedingungen

Mehr als drei Wochen verbrachte die Gruppe in der ghanaischen Schule,unter - nach westlichen Maßstäben - einfachsten Bedingungen. Einige von ihnen tauschten für den Zeitraum Bett gegen Moskitozelt und
Isomatte, zudem war ein sparsamer Umgang mit Wasser, das aus
einem Tank auf dem Dach bezogen wurde, nötig. "Ein Bett und fließendes
Wasser – das sehen wir in unserer Wohlstandsgesellschaft als
selbstverständlich an", heißt es weiter. Entsprechend lautete dann auch das Fazit der Schüler, die sich auf das Projekt eingelassen hatten: „So eine Reise verändert das eigene Verhalten und
das Verständnis für die Welt.“

Andere Denkweise

„Mein Konsumverhalten hat sichverändert. Die vollen Regale in den Geschäften haben mich beim ersten
Einkauf überfordert“, so Aysel Leipold. Auch Isabelle Rödder bestätigte eine andere Denkweise: "Wir machen uns in Deutschland kaum Gedanken
darüber, wie oft wir duschen, dass der Kühlschrank immer voll ist oder
dass wir in einem gemütlichen Bett schlafen.“

Zahnputzprojekt und Computerraum

Neben vielen Aktivitäten innerhalb der Schule standen in diesem Jahrzwei Projekte im Vordergrund. "Wir haben ein Zahnputzprojekt mit den
Kindern im Kindergarten und den unteren Klassen durchgeführt“, erklärte
Julia Schulina. Der weitere Schwerpunkt war die Umgestaltung des
Computerraums. Er wurde gestrichen, die Computer neu verkabelt,
mit neuen Programmen bestückt und ein Videokonferenzsystem
eingerichtet. Die ghanaischen Schülerinnen und Schüler aus dem
Werkunterricht haben für die Computer kleine Holzbänke gebaut, auf
denen die Computer unter den Tischen positioniert werden konnten. Darüber hinaus wurden Schulmaterialien, Werkzeug, Küchenutensilien, Bastelmaterialien und so weiter mitgenommen, denn die durch das Engagement des Berufskollegs eingerichtete und finanzierte Küche sowie der Werkraum mussten noch
komplettiert werden.

Schüler sammelten Spenden

Die Reise wurde größtenteils durch „Engagement Global“ (Düsseldorf) ausMitteln des „Konkreten Friedensdienstes NRW“ ermöglicht. Aber auch die Schüler waren bezüglich der Finanzierung
aktiv. Im Laufe des vergangenen Schuljahres übernahmen sie
das Catering bei verschiedenen Schulveranstaltungen, verkauften zusammengetragene Gegenstände auf einem Flohmarkt und
sammelten Spenden, um die Ghanareise zu ermöglichen.

Viele Eindrücke

In Erinnerung blieben vielfältige Eindrücke, die durch den Austausch mitden ghanaischen Schülern, Lehrern und Menschen im Stadtviertel sowie
auf Ausflügen in die Umgebung gewonnen wurden. „Die Menschen hier haben alles und meckern doch. Die Menschen in
Ghana haben nicht viel, ihre Fröhlichkeit ist aber beeindruckend“,
erinnerte sich Felix Sonsalla.

Gemeinsame Spiele und Aktivitäten im Innenhof der Schule waren besonders beliebt.
Das Zahnputzprojekt war ein Schwerpunkt der Reise nach Ghana.
Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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