Viele wollen Flüchtlingen helfen

 Landrat Michael Lieber konnte neben den Hauptamtlichen auch viele ehrenamtliche Helfer zur Informationsveranstaltung „Soziale Integration von Flüchtlingen“ im Wilhelm-Boden-Saal der Kreisverwaltung begrüßen. Foto: dach
  • Landrat Michael Lieber konnte neben den Hauptamtlichen auch viele ehrenamtliche Helfer zur Informationsveranstaltung „Soziale Integration von Flüchtlingen“ im Wilhelm-Boden-Saal der Kreisverwaltung begrüßen. Foto: dach
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dach - Wenn der Stapel Stühle am Ende des Raums stetig kleiner wird, ist das ein untrügliches Zeichen für großen Zuspruch. Und den hat ohne Frage am Dienstagabend die Kreisverwaltung Altenkirchen erfahren. Sie hatte zum Thema „Soziale Integration von Flüchtlingen“ eingeladen; viele Interessierte – ob von Berufs wegen oder aus eigenem Antrieb – kamen in den Wilhelm-Boden-Saal. Im Mittelpunkt stand dabei die Vernetzung von ehrenamtlicher Hilfe und der Koordination dessen über die jeweiligen Verwaltungen.

Landrat Michael Lieber nutzte die Gelegenheit, den Aspekt der Humanität in der Flüchtlingshilfe herauszustellen: Sich Menschen zuzuwenden, die oft lebensgefährliche Fluchtwege hinter sich gebracht haben, sei „eine Frage der Mitmenschlichkeit und schließlich auch der Nächstenliebe“. Gleichzeitig stünden die Kommunen vor großen Herausforderungen. In Sachen Wohnraum gebe es im AK-Land nur noch Reserven, die Situation werde zunehmend kritischer. Nicht zuletzt deshalb müsse die Kreisverwaltung auch die Rückkehr derer in ihre Heimatländer durchsetzen, denen dort keine Repressalien drohten – nach eingehender behördlicher und gerichtlicher Prüfung, so der Landrat.

Caritas und Diakonie gaben Einblicke in ihre Flüchtlingsarbeit vor Ort. Und auch von einer privaten Initiative in Flammersfeld wurde berichtet. Andrea Rohrbach, Ehrenamtskoordinatorin des Kreises, stellte das geplante Forum „Willkommen im Kreis Altenkirchen“ vor. Joachim Brenner, stellvertretender Leiter der Sozialabteilung der Kreisverwaltung, skizzierte die allgemeine Lage zum Thema. Er sprach von einer „Welle der Hilfsbereitschaft“: In dieser Form habe man das in den 1990er Jahren, als zuletzt ähnlich viele Menschen in Deutschland Zuflucht gesucht haben, nicht erlebt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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