Virtuelle Zeitreise durch Betzdorf

 Schauen, interpretieren und diskutieren: Dazu inspirierte die neue Fotoausstellung des Vereins Betzdorfer Geschichte. Foto: rai
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rai - Beim Blick auf die rund 150 alten Ansichten von Betzdorf und Umgebung entwickelten sich rasch interessante Gespräche unter den Besuchern im Haus der Betzdorfer Geschichte. Dort eröffneten Vorsitzender Heinz Stock und Geschäftsführer Gerd Bäumer am Sonntag die Ausstellung „Zur Geschichte von Betzdorf und Umgebung“. Genau diesen Austausch, das Gespräch und die Diskussion hatten sich die Organisatoren erhofft – über die Ansichten, die heute teils gar nicht mehr im Stadtbild existieren.

Patt & Dilthey, der „Koma“ an der Wilhelmstraße und vieles mehr bestehen nur noch in Erinnerungen – oder z. B. als Foto im enormen Fundus des Betzdorfer Geschichtsvereins (BGV). „Schauen Sie sich die Fotos an und nehmen Sie viele Eindrücke mit“, ermunterte Stock. Er lenkte zudem den Blick auf ein ganz neues, digitales Projekt des BGV, das noch ganz am Anfang steht: „Betzdorf – damals und heute“. Dazu war von Gerd Bäumer mehr zu erfahren, der zunächst in die Ausstellung einführte.

Anhand von einigen frei herausgegriffenen Daten zur Geschichte des geografischen Raumes, die wichtig für die Entwicklung der Heimat und die dort damals lebenden Menschen waren, verdeutliche er die Krux: Ob nun die 1843 über die Sieg errichtete Brücke oder ein Jahr später die an der Poststraße – von diesen und anderen Ereignissen gebe es keinen fotografischen Nachweis. Deshalb sind Zeittafeln zur Orientierung integriert.

Dennoch gibt es viel zu sehen, etwa die Hälfte der Fotos sind bisher noch gar nicht gezeigt worden – und nach dem Bezug des neuen Domizils müssen noch kartonweise Fotos sortiert und archiviert werden.

Erstmals präsentiert wurde das noch im Aufbau befindliche „Geoinformationssystem“, an dem Bäumer seit einem Vierteljahr arbeitet. Gestartet wurde nun mit folgenden Straßen: Wilhelm-, Viktoria-, Bahnhof- und Decizer -/Poststraße.

Per Maus können die Besucher eine Hausnummer anklicken. Eine alte und eine aktuelle Aufnahme stehen sich gegenüber. Zudem werden Infos eingeblendet, die jedoch noch unvollständig seien, hieß es. Deshalb sprach Bäumer von einer sogenannten Beta-Version. Und vor allem: Das „Geoinformationssystem“ lasse sich auf viele Themen ausweiten, exemplarisch nannte er kirchliche Gebäude und Gaststätten. Bei dem erstmals gezeigten Projekt können bereits mehr als 150 Punkte angeklickt werden.

Wer per Mausklick zum virtuellen Spaziergang aufbrechen möchte, der hat am Sonntag, 4. Dezember, von 14 bis 17 Uhr die Gelegenheit dazu, denn dann ist die aktuelle Ausstellung noch einmal geöffnet.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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