Vollbremsung für Rathauspläne

 Das Olper Rathaus an seinem Standort direkt an der Bigge, daneben Parkhaus und Realschule. Viele Ratsmitglieder möchten das gesamte Gelände einer neuen Nutzung zuführen. Doch eine schnelle Entscheidung ist nun in die Ferne gerückt. Eine Kostenexplosion für den Neubau lässt Rat und Verwaltung die Bremse treten. Foto: www.bilderdienst.de
  • Das Olper Rathaus an seinem Standort direkt an der Bigge, daneben Parkhaus und Realschule. Viele Ratsmitglieder möchten das gesamte Gelände einer neuen Nutzung zuführen. Doch eine schnelle Entscheidung ist nun in die Ferne gerückt. Eine Kostenexplosion für den Neubau lässt Rat und Verwaltung die Bremse treten. Foto: www.bilderdienst.de
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win - Das dicke Ende kam zum Schluss. Erst war am Dienstagabend lange und ausführlich darüber diskutiert worden, ob das Rathaus nun saniert werden soll oder ein Abriss und Neubau besser für die Stadt ist. Dabei wurden überwiegend bekannte Stellungnahmen ausgetauscht. Doch dann hatte Bürgermeister Peter Weber (CDU) eine faustdicke Überraschung parat.

Im Sinne der von ihm schon im Wahlkampf angekündigten Transparenz und Offenheit habe er das Planungsbüro VBD im Nachgang zur „Bürgerwerkstatt“ gebeten, die bekannten Berechnungen zu überprüfen. Ursache sei die Tatsache, dass 2012, beim Beginn der Debatte um die Zukunft des Rathauses, von einem Baubeginn im Jahr 2016 ausgegangen worden sei. Aufgrund der Länge der Beratungen müsse nun, werde sich für einen Neubau entschieden, von 2021 oder 2022 ausgegangen werden, verbunden mit neuen Richtlinien. Erst am Montagabend habe ihn ein vorläufiges Ergebnis erreicht, das von der Verwaltung noch nicht überprüft worden sei, aber dennoch mitgeteilt werden solle. VBD gehe demzufolge nun von Neubaukosten in Höhe von 18,7 Mill. Euro aus. Ursprünglich hatte die Berechnung bei 11,8 Mill. Euro gelegen, war dann bei einer ersten Überarbeitung auf 13,4 Mill. Euro gestiegen. Demgegenüber werde die Sanierung des Bestandsgebäudes Stand Montag mit 11,7 Mill. Euro kalkuliert.

Weber machte deutlich, dass er nach wie vor für einen Neubau sei. Dennoch machte er keinen Hehl daraus, dass diese enorme Kostensteigerung es unmöglich mache, wie geplant in der nächsten Woche in der turnusmäßigen Ratssitzung die Grundsatzentscheidung über Abriss oder Neubau zu fällen. Vielmehr solle VBD ersucht werden, die Zahlen zunächst ausführlich vorzustellen und auch die mögliche Sanierung des Bestands-Rathauses gründlicher zu untersuchen und zahlenmäßig darzulegen.

Damit stieß er im gesamten Rat, bei Abriss-Befürwortern wie -Gegnern, auf Zustimmung. Demzufolge soll in der nächsten Woche lediglich eine Entscheidung nach der Sommerpause vorbereitet werden, die deutlich gründlicher kalkulierte Zahlen zum Inhalt haben soll.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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