Was tun bei ausufernden Partys in der Oberstadt?
Volt kritisiert Strategie der Stadt

Endlich sind Treffen mit Freunden wieder möglich - gerade bei schönem Wetter bietet sich der Bereich rund um die Nikolaikirche geradezu dafür an. Halten sich die Menschen dabei weiter an die Corona-Regeln, ist das alles kein Problem. Und wenn nicht? Die Volt-Fraktion fragt nach.
  • Endlich sind Treffen mit Freunden wieder möglich - gerade bei schönem Wetter bietet sich der Bereich rund um die Nikolaikirche geradezu dafür an. Halten sich die Menschen dabei weiter an die Corona-Regeln, ist das alles kein Problem. Und wenn nicht? Die Volt-Fraktion fragt nach.
  • Foto: kay (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

mir Siegen. Öffentliche Feierlichkeiten an der Nikolaikirche und auf dem Schlossplatz gab es vorigen Sommer trotz oder wegen Corona viele, auch in den vergangenen Wochen hat es dort bei warmem Wetter so manche bierselige Party in großen Gruppen gegeben. Grund genug für die Volt-Fraktion, bei der Verwaltung nach Konzepten, Einsätzen und anderen Möglichkeiten nachzufragen.

Konfliktfreie Lösungen wünschenswert

Grundsätzlich sei man an konfliktfreien Lösungen interessiert, antwortet Dezernent Arne Fries. An den Wochenenden und abends gebe es deshalb vermehrt Präsenzstreifen. Konflikte mit dem Gesetz entstünden, weil sich Menschen nicht an die (geschriebenen) öffentlich-rechtlichen Regelungen oder an die ungeschriebene Rechtsordnung wie Anstand, Sitte und Moral hielten. Die Dienstzeiten seien Zug um Zug erweitert worden, mit der Polizei fänden regelmäßig Absprachen statt. Für die Müllbeseitigung gebe es ein eigenes Räumungskonzept.
Die Einrichtung eines Arbeitskreises für Freizeitgestaltung hält Fries für nicht angebracht. Es gehe um das persönliche anständige Verhalten in der Freizeit. Das habe weniger mit einem ordnungsrechtlichen Einschreiten zu tun, sondern grundlegend mit Bildung, Erziehung und sozialem Verantwortungsbewusstsein.

"Law and Order reicht nicht aus"

Anfang des Jahres hatte Volt einen temporären Arbeitskreis gefordert, der Vorschläge zur Freizeitgestaltung in der Sommerzeit während der Corona-Situation ausarbeiten sollte. Den hat es nicht gegeben. „Bei dem schönen Wetter werden jetzt Sozialkontakte intensiv nachgeholt. Das war vorherzusehen”, argumentiert Samuel Wittenberg. Umso verwunderter sei er, dass die Strategie der Stadt lediglich aus „ordnungsbehördlichen Maßnahmen” bestehe. „Mit purer Law-and-Order-Mentalität auf diesen Konflikt zu reagieren, wird der Gesamtsituation nicht gerecht.”

Junge Menschen als asozial stigmatisiert

Die Stadt sehe das Problem im Verhalten der Feiernden, die sich nicht an Anstand, Sitte und Moral hielten. „Anstatt sich nach kreativen Lösungsansätzen umzuschauen und Verantwortung zu übernehmen, werden die meist jungen Menschen als bildungsfern und a-sozial stigmatisiert”, so Chiara Ludewig. Die Antwort zeige pointiert, welches Bild Stadtrat Fries von einem großen Teil der Siegener Bevölkerung habe.”

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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