Am Hauptbahnhof Siegen
Von Taubenkot und Automaten im Regen

Leider oft zu sehen: In der Siegener Bahnhofstraße werden Tauben gefüttert, am nahen Hauptbahnhof suchen sie unter den Dächern Schutz und verdrecken die Auf- und Abgänge mit Kot. Sehr zum Ärger der Bahnreisenden. Foto: mir
  • Leider oft zu sehen: In der Siegener Bahnhofstraße werden Tauben gefüttert, am nahen Hauptbahnhof suchen sie unter den Dächern Schutz und verdrecken die Auf- und Abgänge mit Kot. Sehr zum Ärger der Bahnreisenden. Foto: mir
  • hochgeladen von Michael Roth (Redakteur)

mir Siegen. Siegen darf sich „grünste Großstadt Deutschlands“ nennen, ein Ruhmesblatt mit Reichweite weit über das Sieger- und Sauerland hinaus. Wer allerdings als Bahnreisender von sonstwo aus der Republik am Siegener Hauptbahnhof ankommt, der dürfte Schnappatmung bekommen. Die seit Jahren bestehende Dauerbaustelle kommt keinen simplen Millimeter voran, an den Treppenaufgängen klebt der Taubenkot zentimeterdick in den Ecken.

Thema Taubenkot soll jetzt angepackt werden

Endlich hat der Fahrgastbeirat das ekelerregende Thema aufgegriffen und in seiner jüngsten Sitzung thematisiert. Mit einem kleinen Erfolg: ZWS-Geschäftsführer Günter Padt habe zugesagt, das Thema werde jetzt angegangen, berichtete Matthias Tuschhoff, der Vorsitzende des Beirats: „Es ist wichtig, dass darüber gesprochen wird. Nur so kann etwas verbessert werden.“

Nächster Aufreger am Hauptbahnhof Siegen: die im Regen stehenden Ticketautomaten. Dächer müssten installiert werden, nicht allein zum Schutz der Technik, sondern zum Wohl der im Freien stehenden Bahnkunden. Tuschhoff: „Ich bin mal gespannt, ob sich da etwas tut.“ Schon komisch, dass niemand bei der Gesamtplanung für den zu sanierenden Bahnhof an ein so bedeutendes Detail gedacht hat.

Bahnhof Weidenau, auch dort gibt es Handlungsbedarf. Nicht allein wegen der seit vielen Jahren untauglichen Aufzüge. Pendler machen sich Gedanken um den P+R-Parkplatz. Das „R“ steht nicht für „Ride“ (kostenloses Parken), sondern für „Rail“, nach wie vor muss fürs Parken Geld bezahlt werden – trotz des Besitzerwechsels von der DB zur Stadt Siegen.

Tuschhoff: „Uns ist nicht ganz klar, was die Stadt Siegen damit machen will.“ Der Beirat ist seinen Worten zufolge klar der Ansicht, dass die Stellflächen für Pendler genutzt werden sollten. Den Verweis, Berufstätige könnten auch den Bus nutzen, um an den Bahnhof Weidenau zu gelangen, ließ Tuschhoff so nicht gelten: „Die Busverbindungen dorthin sind nicht so günstig. Fahrgäste haben einen Anspruch, Auto und Bahn zu kombinieren. Für den Zweck muss der P+R-Parkplatz am Bahnhof Weidenau nutzbar sein.“

Mehr ein Notfahrplan als ein Baustellenfahrplan

Baustellenfahrplan, auch mit diesem kniffligen Thema befasste sich der Beirat. Allerdings kamen die Mitglieder zu einem ganz anderen Schluss: „Das ist ein Notfahrplan geworden.“ Die Zahl der Busausfälle sei zwar geringer geworden, dafür aber die Pünktlichkeit schlechter geworden. Ein Mittel zur Besserung der Lage wären mehr Busspuren auf den Hauptverkehrsrouten, der Beirat will sich in der Frage neu positionieren.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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