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Lieferschwierigkeiten bei AstraZeneca
Vorerst keine Termine für Erstimpfungen mehr

Im hiesigen Impfzentrum wird esvorerst keine neuen Termine für Erstimpfungen mehr geben.
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tip Siegen. Das Land NRW hat keine Impfstoff-Lagerbestände mehr – und das hat direkte Auswirkungen auf das Impfgeschehen in Siegen-Wittgenstein.

Im hies

tip Siegen. Das Land NRW hat keine Impfstoff-Lagerbestände mehr – und das hat direkte Auswirkungen auf das Impfgeschehen in Siegen-Wittgenstein.

Im hiesigen Impfzentrum wird es, obwohl die Priorisierung am nächsten Montag aufgehoben und auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in die laufende Kampagne aufgenommen werden, bis mindestens Mitte Juni keine neuen Termine für Erstimpfungen mehr geben. Das bestätigte Kreis-Pressesprecher Torsten Manges der SZ am Mittwoch auf Nachfrage. Alle bis einschließlich 7. Juni bestätigten Termine hätten aber Bestand.

Bei der Lieferung des AstraZeneca-Impfstoffs gibt es weitere Probleme. Der Hilchenbacher Apotheker Dr. Christof Werner (Stadt-Apotheke), Sprecher der Bezirksgruppe Siegen des Apothekerverbands Westfalen-Lippe: „Das Vertrauen in den Hersteller ist einigermaßen ruiniert.”

Liefer- und Produktionsverzögerungen 

Angekündigt worden war den Apotheken und Arztpraxen im Kreisgebiet, dass AstraZeneca statt Montag frühestens am Mittwoch ausgeliefert werde. Liefer- und Produktionsverzögerungen hatte der Hersteller als Gründe genannt. Doch auch am heutigen Mittwoch standen die Apotheker mit leeren Händen da. „Nun heißt es, der Impfstoff käme am Freitag – aber auch das ist, ehrlich gesagt, unklar”, berichtete Werner der SZ telefonisch.

Keine weiteren Termine für AstraZeneca

Die Folge: Genervte Ärzte und Patienten, die nun teilweise ihre sicher geglaubten Impftermine absagen müssen. „Wir haben den Ärzten außerdem vorsorglich geraten, nun keine weiteren Termine für AstraZeneca zu machen”, so Werner weiter. Die Ärzte im Kreis seien ohnehin aufgrund anhaltender Probleme mit dem Impfstoff-Hersteller dazu übergegangen, vermehrt auf Biontech, Moderna und Johnson&Johnson zu setzen. Der Feiertag am Donnerstag macht die Auslieferung von AstraZeneca am Freitag – so sie denn erfolgen wird – nicht einfacher. Einige Praxen haben am Brückentag geschlossen und können entsprechend nicht beliefert werden. Dr. Werner: „Wir werden versuchen, die Lieferungen mit den vorhandenen Kühlkapazitäten über das Wochenende einzulagern. Das sollte aufgrund der erwartbaren Menge möglich sein.”


"Das Vertrauen in den Hersteller AstraZeneca
ist einigermaßen ruiniert."

Dr. Christof Werner
Sprecher Apothekerverband

Besser ist die Lage in der Hausarztpraxis Bärbel Janzen in Niederdielfen. “Die Erstimpfungen werden auch in der kommenden Woche fortgesetzt”, berichtete die Ärztin der SZ am Telefon. Allerdings handele es sich dabei, nach wie vor, um eine reine „Mangelverwaltung”. Denn der Impfstoff ist knapp und die Nachfrage riesig. Janzen appelliert dabei erneut an die Bevölkerungsgruppe der über 60-Jährigen: „AstraZeneca wird mehrheitlich abgelehnt. Frei nach dem Motto: Für mich nur das Beste, nämlich Biontech. Da wünsche ich mir deutlich mehr Solidarität.”

Die Medizinerin freut sich auf die Aufhebung der Priorisierung am 7. Juni. „Dann obliegt es mir, zu entscheiden, welche meiner Patienten ich vorziehen kann. Ich werde dann auch die ersten Kinder und Jugendlichen impfen können.” An AstraZeneca, so Janzen, habe sie „noch einiges im Kühlschrank liegen”.

Impfquote ist top Das macht Mut: Trotz des immer wieder stockenden Nachschubs an Impfstoffen erreichen die Ärzte Top-Quoten bei den Corona-Schutzimpfungen in Westfalen-Lippe. Zum Stichtag 1. Juni waren 47,2 Prozent der Gesamtbevölkerung in Westfalen-Lippe mindestens einmal geimpft. Berücksichtigt man auch die Impfungen mit Johnson&Johnson, dann liegt die Quote sogar bei 48,2 Prozent. Damit liegt die Region deutschlandweit insgesamt auf Platz 1 und auch deutlich über dem Bundesdurchschnitt, der in Bezug auf die Erstimpfungen bei 43,2 Prozent liegt.
Autor:

Tim Plachner

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