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Semesterstart an der Uni Siegen
Vorlesungszeit beginnt digital

Die Sanierung der Gebäude auf dem Haardter Berg liegt in den letzten Zügen, aber studentisches Leben kehrt an den Campus Adolf Reichwein noch immer nicht zurück – Schuld hat das Corona-Virus.
  • Die Sanierung der Gebäude auf dem Haardter Berg liegt in den letzten Zügen, aber studentisches Leben kehrt an den Campus Adolf Reichwein noch immer nicht zurück – Schuld hat das Corona-Virus.
  • Foto: Michael Roth (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

ihm Siegen. Zwei Wochen später als normal hat am Montag die Vorlesungszeit im Sommersemester 2020 an der Uni Siegen begonnen. Diese Verschiebung gilt in ganz NRW. Unterschiedlich handhaben die Universitäten aber die Durchführung von Studium und Lehre. Während zum Beispiel die Ruhr-Universität in Bochum komplett auf digitales Studieren in diesem Semester setzt, wartet die Uni Siegen zunächst ab. Bis zum 3. Mai laufen die Lehrveranstaltungen auf jeden Fall ohne Präsenz, danach kann man sich eine schrittweise Lockerung vorstellen, sagte Pressesprecher André Zeppenfeld der SZ.

ihm Siegen. Zwei Wochen später als normal hat am Montag die Vorlesungszeit im Sommersemester 2020 an der Uni Siegen begonnen. Diese Verschiebung gilt in ganz NRW. Unterschiedlich handhaben die Universitäten aber die Durchführung von Studium und Lehre. Während zum Beispiel die Ruhr-Universität in Bochum komplett auf digitales Studieren in diesem Semester setzt, wartet die Uni Siegen zunächst ab. Bis zum 3. Mai laufen die Lehrveranstaltungen auf jeden Fall ohne Präsenz, danach kann man sich eine schrittweise Lockerung vorstellen, sagte Pressesprecher André Zeppenfeld der SZ.

Dozenten können Art der Vorlesung wählen

Wie viele Veranstaltungen am Montag zum verschobenen Start als Videostream, wie viele als Audio-Live-Vorlesung, wie viele als mit Kommentar hinterlegte Power-Point-Präsentation oder als Podcast gelaufen sind, darüber gab es gestern Nachmittag noch keine Informationen. Die Hochschullehrer können wählen, welche Instrumente sie für Vorlesungen, Seminare, Tutorien, Übungen usw. anwenden. Die Prorektorin für Bildung, Prof. Dr. Alexandra Nonnenmacher, koordiniert die Angebote und didaktischen Hilfen, derer sich die Dozenten bedienen können.

Prüfungen teilweise verschoben

Die Prüfungen, die am Ende des Wintersemesters zum Teil nicht mehr abgelegt werden konnten, sind unterdessen verschoben worden. Vom 8. bis zum 28. Juni sollen sie nachgeholt werden.
Was ab 4. Mai auf dem Haardter Berg und am City-Campus passiert, ist noch offen. Wenn sich die Ausbreitung der Pandemie weiter so verlangsamt, wird die Hochschule wohl Schritt für Schritt zu mehr Präsenz zurückkehren – wie es die Schulen im Land ja ebenfalls planen.

Abstandsregeln müssen gewahrt werden

Für den Pressesprecher ist allerdings nicht vorstellbar, dass die großen Vorlesungen im Audimax oder in einem der großen Hörsäle stattfinden können, als sei nichts gewesen. Es müssten auf jeden Fall die Abstandsregeln gewahrt werden. Im Audimax mit 600 Plätzen könnten demnach höchstens 200 Studenten sitzen. Ob man dann die Vorlesung in zwei andere Hörsäle überträgt, ob man die Veranstaltung dreimal hintereinander stattfinden lässt oder sie doch digital aufbereitet, müsse man beraten. Ebenso wie die Frage einer Maskenempfehlung oder Maskenpflicht. Das alles hänge von den Entwicklungen der kommenden Tage und den Empfehlungen des Landes ab.

Regelstudienzeit wird verlängert

Das NRW-Ministerium für Schule und Bildung hat am Samstag die „Corona-Epidemie-Hochschulverordnung“ in Kraft gesetzt. Diese Verordnung erweitert die Kompetenzen des Rektorats für die Krisenzeit erheblich. Für Studenten wichtig: Die Regelstudienzeit wird um ein Semester verlängert. Das spielt eine Rolle für diejenigen, die BAFöG beziehen und deren Förderung sich nach der Regelstudienzeit richtet. Zweite Erleichterung: Wer bei einer Prüfung durchfällt, wird so behandelt, als hätte er diesen Prüfungsversuch nicht unternommen („Freiversuch“).
Offenbar glaubt Bildungsministerin Yvonne Gebauer nicht, dass die Corona-Krise am Ende des Sommersemesters überwunden ist. Die Hochschulverordnung mit ihren weitreichenden Bestimmungen gilt jedenfalls bis zum 1. April 2021, also bis zum Ende des Wintersemesters 20/21.

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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