VWS behalten Konzession

mir/sz- Seit Mitte Februar fallen im Siegener Linienbusverkehr mal mehr und mal weniger Busse aus. In der Spitze waren es über 200, am Donnerstag listete der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd 55 Ausfälle auf. Überwiegend C-Linien, aber auch die UX3-Route zum Campus Hölderlinstraße an der Universität war betroffen, dazu verschiedene Regionalbusse nach Wilnsdorf, Weidenau und Müsen.

Für die Bezirksregierung Arnsberg sind die anhaltenden Ausfälle noch kein Grund, der VWS die Konzession zu entziehen oder andere Maßnahmen zu ergreifen. Auf Nachfrage der SZ gab es aus Arnsberg diese Antwort: „Da die Nichterfüllung der Betriebspflichten durch die VWS nicht nachhaltig ist und das Verkehrsunternehmen alle erdenklich zumutbaren Bemühungen unternommen hat, kann die Bezirksregierung Arnsberg aufgrund von § 25 Abs. 1 Ziff. 2 PBefG derzeit die Buskonzession in diesem Bereich nicht widerrufen.“ Über die Fahrten, die in Siegen aus Fahrermangel ausgefallen seien, habe sich die Bezirksregierung mit dem Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) von der VWS GmbH umfassend informieren lassen. Dazu würden von der VWS regelmäßig Berichte vorgelegt und Gespräche mit dem ZWS geführt.

Arnsberg hat demzufolge festgestellt, „dass das Verkehrsunternehmen alle erdenklich zumutbaren Bemühungen unternommen hat, geeignete Busfahrer zu gewinnen, um die Fahrtausfälle zu vermeiden.“ Dazu werden die hinreichend bekannten Aktivitäten der VWS wiederholt: neue Auszubildende für das Berufsbild des Berufskraftfahrers einzustellen, alle Verwaltungsmitarbeiter der VWS mit Fahrerlaubnis einzusetzen, Berufskraftfahrer weiterzubilden und Langzeitarbeitslose für den Beruf als Busfahrer zu qualifizieren.

Insgesamt scheine der Arbeitsmarkt für Berufskraftfahrer ausgeschöpft zu sein. Insofern könne kurzfristig kaum von einer Veränderung der Situation ausgegangen werden, räumt die Bezirksregierung in ihrer Stellungnahme ein.

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