VWS: Wieder 147 Ausfälle

Die Busfahrer der VWS haben sich vermehrt krank gemeldet. Das führt nach wie vor zu Ausfällen. Archivfoto: kalle
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mir - Seit Wochen fallen Linienbusse der VWS wegen anhaltend hoher Krankmeldungen der Busfahrer aus, mal sind es weniger als 100 Fahrten, an anderen Tagen eher mehr. Am Mittwoch meldeten die VWS, der Krankenstand führe dazu, „dass Dienste nicht lückenlos besetzt werden können und es den Unternehmen der Wern-Gruppe und deren Auftragsunternehmen nicht gelingt, alle Linienbusverbindungen gemäß Fahrplan aufrecht zu erhalten. Es wird weiter zu Fahrtausfällen kommen.“ Genau den Text hatten die VWS schon mehrfach verschickt.

Am Donnerstag sind 147 Fahrten betroffen, wesentlich mehr als noch am Mittwoch. Auf den Citybus-Linien sind es die C 100 bis C 107, C 109, C 111 bis C 114, C 116, C 117, C 130 und dazu die Regionalbus-Linien R 10, R 12, R 13, R 16, R 17, R 38 und R 39. Fragen? Antworten gibt es im VWS-Kundencenter unter Telefon (0271) 3181-4010 oder auf www.vws-siegen.de.

Erstmals am Mittwoch, 20. Februar, hatten die Verkehrsbetriebe eingeräumt, wegen der vielen Grippe- und Erkältungsfälle könnten nicht alle Fahrten stattfinden. Auf Nachfrage räumte Stephan Degen, leitender Mitarbeiter in der Wern-Gruppe, ein, dass wieder „lauter Krankmeldungen“ vorlägen. Er habe keinen Anlass zu zweifeln, dass es sich um reelle Krankschreibungen handele. Grippe und Erkältungskrankheiten steckten dahinter. Ob es sich auch um andere Erkrankungen handeln könne, „ist den gelben Scheinen nicht anzusehen. In einem Fall ist bekannt, dass sich ein Mitarbeiter den Fuß gebrochen hat und folgerichtig nicht fahren kann.“

Seitens des Zweckverbandes Personennahverkehr Westfalen-Süd haben die VWS nicht viel zu befürchten. Geschäftsführer Günter Padt wertet die anhaltend hohen Krankenstände der Busfahrer als „höhere Gewalt, da steckt kein böser Wille hinter“. Man sei ständig im Gespräch mit den Verkehrsbetrieben. Stimmt, am Mittwoch fand eine solche Unterredung statt. Sanktionen hat der Zweckverband nicht vorgesehen. Padt stellte gegenüber der SZ nochmal die Eigenwirtschaftlichkeit heraus. Im Gegensatz zu sonstigen Regionen in NRW wird der Linienbusverkehr in Siegen-Wittgenstein und Olpe von einem privaten Unternehmen (Wern-Gruppe) betrieben, andernorts lassen Stadtwerke Busse und Bahnen fahren.

Sollten die VWS allerdings aus Kostengründen Fahrten nicht stattfinden lassen, wäre es theoretisch möglich, bei der Bezirksregierung Arnsberg ein Ordnungswidrigkeitenverfahren anzustrengen, äußerte sich Padt. Dennoch gab er sich gewohnt optimistisch: „Wir haben das im Griff, aber weder wir noch Wern können uns Fahrer schnitzen.“ Eine vollkommen konträre Sicht auf die Lage hat die Gewerkschaft Verdi. Gewerkschaftssekretär Bernd Balzer erklärte auf Nachfrage, es gebe begründete Grippefälle, daran bestehe kein Zweifel. Daneben seien etliche Fälle von psychischen Erkrankungen bekannt, die zu Ausfällen unter den Fahrern führten. Balzer: „Es schaukelt sich einiges hoch. Unglaublich, was da alles passiert ist.“ Das Verhältnis zwischen dem Arbeitgeber und seinen Mitarbeitern stimme nicht mehr, ein Miteinander sei das nicht: „Das macht krank.“

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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