Nachbarschaftsfest "Bunte Hammerhütte"
Waffeln und Weltoffenheit

Mit dem Style Fiasko wurde im Innenhof am Effertsufer 104 die graue Mauer mit einem bunten Graffiti verschönert. Alle durften mitmachen.
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  • Mit dem Style Fiasko wurde im Innenhof am Effertsufer 104 die graue Mauer mit einem bunten Graffiti verschönert. Alle durften mitmachen.
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sabe Siegen. Für Vielfalt, Leben und Zusammenhalt – dafür ist Adhemar Molzberger, der am Rande der Hammerhütte lebt, heute hier. Genauso wie Solveig Flender, die seit drei Jahren hier wohnt und mittlerweile im Quartier eine Gruppe für junge Mütter leitet. Sie alle wollen das Leben im Quartier so bunt wie möglich machen. Und nicht nur sie. 

Waffeln und Weltoffenheit: Beides darf für Adhemar Molzberger beim Nachbarschaftsfest nicht fehlen.
  • Waffeln und Weltoffenheit: Beides darf für Adhemar Molzberger beim Nachbarschaftsfest nicht fehlen.
  • Foto: Sarah Benscheidt
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Toleranz und Respekt als Stadtteilstruktur

Schnell füllten sich die Bierzeltgarnieturen im Hinterhof des Gebäudes am Effertsufer 104 mit Publikum, Nachbarn, Freunden: bunte Hütte, volle Hütte!

Bunte Beats gab es unter anderem von „Dj schlommo“

Musik mischt sich unter Gespräche, Waffel- unter Farbgeruch, gegenüber von einem Secondhand-Verkauf entsteht ein riesiges Graffiti, an dem jeder mitsprühen kann. „Hammerhütte“ prangt dort ab jetzt in Versalien an der Wand.

Für immer verewigt: Finn Flender wusste sich gekonnt am großen Hammerhütten-Graffiti zu beteiligen.
  • Für immer verewigt: Finn Flender wusste sich gekonnt am großen Hammerhütten-Graffiti zu beteiligen.
  • Foto: Sarah Benscheidt
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Das Symbol für einen jungen Verein, der „seinen“ Stadtteil mit Toleranz und Respekt schmücken will.
Rückblick: Der „Bunte Hammerhütte e.V.“ entstand Mitte Mai 2020 aus einer Protestaktion gegen den hier ansässigen III. Weg, einer rechtsextremistischen Kleinstpartei. Mittlerweile ist er allerdings noch viel mehr als das.

Wir wollen zeigen, wie ein gutes demokratisches Miteinander funktioniert.
Johannes Hegel
Bunte Hammerhütte e.V.

Mues und Müller sind Schirmherren

Das Straßenfest im Hinterhof, dass unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Steffen Mues und Landrat Andreas Müller steht, ist Spiegel für ein Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichster Coleur. „Wir wollen zeigen, wie ein gutes demokratisches Miteinander funktioniert“, sagt Gründungsmitglied Johannes Hegel. Dafür stünden auch die (über den Corona-Zeitraum entstandenen und durch Spenden und Mitgliederbeiträge finanzierten) Räumlichkeiten im dritten Stock des Gebäudes zur Verfügung: „wir wollen Menschen einen Rahmen schenken, den sie dann nutzen können.“

Mit dem Style Fiasko wurde im Innenhof am Effertsufer 104 die graue Mauer mit einem bunten Graffiti verschönert. Alle durften mitmachen.
  • Mit dem Style Fiasko wurde im Innenhof am Effertsufer 104 die graue Mauer mit einem bunten Graffiti verschönert. Alle durften mitmachen.
  • Foto: Sarah Benscheidt
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Kennenlernen und Kontakte knüpfen

Ob ein gemeinschaftliches Essen, eine Kunstaktion – alles was ein humanistisches Miteinander abbildet, soll auf diesen 80 quadratmetern Platz finden können. „Und deshalb auch dieses Fest.“ Man wolle sich im Quartier noch näher kennen lernen, sich vernetzten, „einfach eine gute Zeit miteinander haben.“

Auch das DAV-Kletterzentrum, die direkten Nachbarn am Effertsufer, machten bei dem Fest mit und organisierten einen Tag der offenen Tür. Julien Brachthäuser schaffte es dabei, sich fast in den Himmel zu stapeln!
  • Auch das DAV-Kletterzentrum, die direkten Nachbarn am Effertsufer, machten bei dem Fest mit und organisierten einen Tag der offenen Tür. Julien Brachthäuser schaffte es dabei, sich fast in den Himmel zu stapeln!
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Hegel selbst wohnt eigentlich in der Nähe der Bluebox, hatte also erstmal keine direkten Verbindungen zur Hammerhütte. Man habe sich aber – und damit meint er Künstler, Sozialarbeiter, Studenten, Anwohner - während einer der vielen Demonstrationen gegen den III Weg. dazu entschlossen, dem rechten Gedankengut nicht den Gehweg zu überlassen, wolle hier Strukturen und Angebote schaffen, die so bunt sind, wie das Quartier – die Türen öffnen und niemandem den Eintritt versperren.

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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