Waffen: Daadener deckte sich ein

 Nach Ermittlungen im anonymen Teil des Internets stellten Zollbeamte diverse Schusswaffen sicher. In Daaden waren es Munition und Schlagringe. Foto: Zollfahndungsamt Frankfurt
  • Nach Ermittlungen im anonymen Teil des Internets stellten Zollbeamte diverse Schusswaffen sicher. In Daaden waren es Munition und Schlagringe. Foto: Zollfahndungsamt Frankfurt
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

dpa/sz - Eine Reihe mutmaßlich im Darknet gekaufter Schusswaffen sowie massenhaft Munition und Pyrotechnik haben Zollfahnder bei Durchsuchungen in drei Bundesländern sichergestellt. Den Ermittlern gingen unter anderem 17 Schusswaffen, mehr als 2300 Schuss Munition, Messer, Schlagringe sowie über 2700 pyrotechnische Gegenstände ins Netz, wie das Zollfahndungsamt Frankfurt mitteilte.

Unter den Tatverdächtigen ist ein 46-Jähriger aus dem AK-Kreis, nach SZ-Informationen lebt der Mann in Daaden. Bei den anderen beiden handelt es um einen 81-Jährigen aus dem Kreis Northeim in Niedersachsen sowie um einen 54-Jährigen aus Dortmund. Sie sollen – unabhängig voneinander – Waffen und Munition in einem Wert von insgesamt rund 25 000 Euro im anonymen Teil des Internets bestellt haben.

Auf die Spur gekommen sei man dem Trio durch Ermittlungen im Darknet, sagte der Sprecher des Frankfurter Zollfahndungsamtes, Hans-Jürgen Schmidt. In der Behörde geht eine sechsköpfige Ermittlungskommission seit April 2016 gezielt gegen den organisierten Handel und Schmuggel illegaler Schusswaffen vor. Die Ermittlungen gegen die drei Beschuldigten liefen seit diesem Frühjahr unter der Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sowie der Staatsanwaltschaft Köln.

Die Durchsuchungen bei den Männern waren den Angaben zufolge bereits Ende Mai sowie im Juni. Die meisten Gegenstände wurden bei dem Mann in Dortmund sichergestellt, hier waren es alleine unter anderem zehn Schusswaffen sowie über 1500 Schuss Munition. Im Fall des Daadeners sei eine Spezialeinheit der Zollverwaltung im Einsatz gewesen, sagte Sprecher Schmidt. Hier beschlagnahmten die Beamten 630 Schuss Munition, zwei Messer und acht Schlagringe.

Der 81-Jährige aus Niedersachsen habe einen Teil der Waffen schussbereit bei sich gehabt, um „auf alle Eventualitäten“ vorbereitet zu sein, teilte der Zoll mit. Die drei Männer wurden laut Zoll zunächst vorläufig festgenommen. Mittlerweile seien sie aber wieder auf freiem Fuß. Die weiteren Ermittlungen müssten nun zeigen, ob es Verbindungen zu anderen Fällen aus dem Darknet gebe.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen