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Den Borkenkäfer bekämpfen
Waldameisen setzen sich zur Wehr

Willi Brandl steht an einem großen Ameisennest in Eisern. In diesem Bereich sind die Fichten dank der Ameisen nur wenig vom Borkenkäfer befallen.
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  • Willi Brandl steht an einem großen Ameisennest in Eisern. In diesem Bereich sind die Fichten dank der Ameisen nur wenig vom Borkenkäfer befallen.
  • Foto: kalle
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

kalle Eisern. Willi Brandl, langjähriger Vorsteher der Eiserner Waldgenossenschaft, steht auf dem Ehrenmal in Eisern und blickt besorgt in Richtung Eisernhardt. „Der große Fichtenbestand in diesem Bereich wird die Invasion der Buchdrucker (Borkenkäfer, Anm. d. Red.) nicht überleben. Der gesamte Fichtenbestand ist jetzt schon tot. Die Schäden für die Waldgenossen sind immens.“
Waldameise wehrt sichIm Bereich An der Burg, ebenfalls im Besitz der Eiserner Genossenschaft, sieht die Situation aktuell noch besser aus. Dort befindet sich mit über 30 Ameisennestern ein Biotop von vielen Millionen der kleinen Insekten. In der Hauptsache ist es die große Waldameise, die sich dort mit allen Mitteln gegen den Käferbefall wehrt.

kalle Eisern. Willi Brandl, langjähriger Vorsteher der Eiserner Waldgenossenschaft, steht auf dem Ehrenmal in Eisern und blickt besorgt in Richtung Eisernhardt. „Der große Fichtenbestand in diesem Bereich wird die Invasion der Buchdrucker (Borkenkäfer, Anm. d. Red.) nicht überleben. Der gesamte Fichtenbestand ist jetzt schon tot. Die Schäden für die Waldgenossen sind immens.“

Waldameise wehrt sich

Im Bereich An der Burg, ebenfalls im Besitz der Eiserner Genossenschaft, sieht die Situation aktuell noch besser aus. Dort befindet sich mit über 30 Ameisennestern ein Biotop von vielen Millionen der kleinen Insekten. In der Hauptsache ist es die große Waldameise, die sich dort mit allen Mitteln gegen den Käferbefall wehrt. Brandl: „Wir haben hier vor sechs Jahren insgesamt fünf Notaussiedlungen aufgenommen und haben scheinbar den Geschmacksnerv der Ameisen mit diesem Standort exakt getroffen.“

Borkenkäfer ist beliebtes Futter

In einem der Ameisenhügel befinden sich rund 600 000 Tiere, die fleißig, wie Ameisen nun mal sind, daran arbeiten, den Hügel zu vergrößern. Dafür braucht es Energie, und ein beliebtes Futter ist eben der Schadkäfer, der seine Eier unterhalb der Baumrinde ablegt. Die Eier sind eine der Lieblingsspeisen der Waldameisen. Wie auf einer Autobahn sieht man die Arbeiterinnen den Stamm hoch- und runterlaufen. Das Tempo ist erstaunlich.

Invasion wohl nicht zu stoppen

Der 78-jährige Ameisenschutzwart spricht davon, dass ein Ameisenverband am Tag rund 100 000 Schadinsekten für die Aufzucht der Brut und für den eigenen Bedarf benötigt. Brandl geht davon aus, dass im Fichtenbestand An der Burg die Ameisen den Kampf aufgenommen haben, um die Borkenkäfer zu eliminieren. Doch Brandl ist kein Fantast: „Die Invasion der Käfer können auch die Ameisen in diesem Bereich wohl nicht stoppen.“

Schutz der Ameisenvölker trägt Früchte

Sterben die Fichten ab, haben es auch die Waldameisen schwer zu überleben. Dass die Fichten im Bereich des Ameisenbiotops noch so gut beieinander sind, freut Brandl. Jetzt bewährten sich die stetige Rücksichtnahme auf die kleinen Helfer und der absolute Schutz der Ameisenvölker bei den Forstbetriebsarbeiten. Denn in Waldbeständen mit mehreren Ameisenhaufen der großen roten Waldameise oder besonders der kleinen roten Waldameise sei ein deutlich geringerer Befall mit Borkenkäfern zu beobachten, sagen auch die Forstleute.

Am Ende keine Chance gegen den Borkenkäfer

Gewinnen die Ameisen den Kampf gegen die zahlenmäßige Übermacht der Borkenkäfer? Brandl: „Ich glaube nicht, dass die Ameisen mittelfristig eine Chance gegen den Borkenkäferbefall haben.“ Für ihn eine traurige Erkenntnis.
Die Ameisen haben aktuell mit der Trockenheit übrigens kein Problem. Die erforderliche Temperatur und Feuchtigkeit für die Brutaufzucht werden durch bauliche Maßnahmen reguliert.

Willi Brandl steht an einem großen Ameisennest in Eisern. In diesem Bereich sind die Fichten dank der Ameisen nur wenig vom Borkenkäfer befallen.
Die Waldameisen haben den Kampf gegen den Borkenkäfer aufgenommen.
Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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