Symposium der FDP
Waldbesitzer sollen selbst über Wiederaufforstung entscheiden

„Diese entstandenen Freiflächen wieder aufzuforsten, wird eine Herkulesaufgabe für die Waldgenossenschaften“ – davon ist Norbert Uebach, Vorsitzender der forstwirtschaftlichen Vereinigung südwestfälischen Gemeinschaftswaldes, überzeugt.
  • „Diese entstandenen Freiflächen wieder aufzuforsten, wird eine Herkulesaufgabe für die Waldgenossenschaften“ – davon ist Norbert Uebach, Vorsitzender der forstwirtschaftlichen Vereinigung südwestfälischen Gemeinschaftswaldes, überzeugt.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Siegen/Bad Berleburg. Die FDP-Fraktion im Kreistag Siegen-Wittgenstein hatte jetzt Jäger und Waldbauern zu einem öffentlichen Symposium über die Zukunft des heimischen Waldes eingeladen, nach langer Corona-Pause die erste öffentliche politische Veranstaltung mit 40 Teilnehmern im Lÿz.
Streit blieb an diesem Abend aus, denn die Ausführungen der beiden geladenen Experten aus dem Bundes- und Landtag, Karl Heinz Busen (MdB) und Markus Diekhoff (MdL), fanden Anklang. „Der Wald ist für alle Menschen unglaublich wichtig. Aber die Entscheidung über die Zukunft seines Waldes muss beim Eigentümer liegen. Schließlich trägt er auch das Risiko“, betonte Diekhoff.
Eine Förderung für den Wald müsse daher dem Waldeigentümer Freiheiten bei der Art der Wiederaufforstung geben und vor allem der Klimaschutzleistung durch die Speicherung von CO2 Rechnung tragen. Diekhoff ist Sprecher der FDP-Landtagsfraktion für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Jagd.

FDP will Koordinierungsstelle einrichten

Johannes Röhl, Direktor der Wittgenstein-Berleburgschen Rentkammer unterstützte diese Aussage: „Die Diskussion um die Zukunft des Waldes muss die Waldbesitzenden mit lauter Stimme versorgen. Es kann nicht sein, dass Gruppen, die Partikularinteressen am Eigentum anderer haben, im politischen Raum das gleiche Gewicht haben sollen wie die, die unternehmerische Entscheidungen für die nächsten Jahrzehnte in ihrem Wald treffen und sie verantworten müssen.“

Die FDP-Kreistagsfraktion wird zur nächsten Haushaltsplanung beantragen, dass eine unterstützende Koordinierungsstelle in der Kreisverwaltung mit zusätzlichem Fachpersonal eingerichtet wird. Dass die Aufgaben der Waldbauern riesig sind, unterstrich Norbert Uebach, Vorsitzender der forstwirtschaftlichen Vereinigung südwestfälischen Gemeinschaftswaldes. „Diese entstandenen Freiflächen wieder aufzuforsten, wird eine Herkulesaufgabe für die Waldgenossenschaften. Da vielerorts die finanziellen Möglichkeiten fehlen, spielt zukünftig die Naturverjüngung eine zunehmend wichtige Rolle.“ Uebach bittet die Vorstände der Waldgenossenschaften um eine frühzeitige Absprache mit den Jagdpächtern, damit eine sinnvolle und konsequente Bejagung geplant werden kann.

Thema Wald in Siegen-Wittgenstein mit besonderer Dimension

Die beiden Gäste aus der höheren Politik mussten anerkennen, dass das Thema Wald in Siegen-Wittgenstein eine ganz andere Dimension umfasst. Karl-Heinz Busen ist Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Jagd und Forst. Für ihn ist klar: „Nachhaltig ist nur der Wirtschaftswald. Während in stillgelegten Wäldern verrottendes Holz die gespeicherten Treibhausgase wieder abgibt, wird Holz aus dem Wirtschaftswald langfristig genutzt.“ Busen erwartet mehr Respekt vor den Waldbesitzern bei der Bewirtschaftung ihrer Wälder.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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