Waldbisons kommen Ende Januar

 Der Termin ist fix: Drei Waldbisons ziehen Ende Januar in das geplante Artenschutzzentrum im Dernbach in Feudingen ein. Sie kommen aus dem Tierpark Nordhorn nach Wittgenstein. Foto: Franz Frieling/Tierpark Nordhorn
  • Der Termin ist fix: Drei Waldbisons ziehen Ende Januar in das geplante Artenschutzzentrum im Dernbach in Feudingen ein. Sie kommen aus dem Tierpark Nordhorn nach Wittgenstein. Foto: Franz Frieling/Tierpark Nordhorn
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bw - Mit Skepsis verfolgen so manche Kritiker seit Jahren schon das Projekt des Feudingers Achim Wickel für ein Reservat für bedrohte Wisente und Bisons. Ja, viele gaben der Idee eines Artenschutzzentrums wenig Aussicht auf Erfolg. Nun aber steht dieses Vorhaben unmittelbar vor dem ersten ganz großen Etappenziel: Ende Januar werden die ersten drei Waldbisons in Feudingen ins Gehege gelassen. Das bestätigte Achim Wickel im Gespräch mit der Siegener Zeitung.

Wie der Initiator berichtete, laufen derzeit die Arbeiten am Zaun, am kommenden Samstag gibt es einen größeren Arbeitseinsatz. Dass es nicht schneller vonstatten gehe, liege auch daran, dass sich zuerst der gemeinnützige Trägerverein gründen musste, um auch die entsprechende Legitimation herzustellen. Zu der Ankunft der ersten drei Tiere, die jetzt fest terminiert ist, erwartet Achim Wickel nun auch hohen Besuch: Prof. Taras Sipko vom Institut für Ökologie und Evolution an der Universität in Moskau hat sich angesagt. Für den Feudinger ist das auch eine Anerkennung für das Projekt, dass ein so renommierter Evolutionsbiologe extra nach Deutschland kommt.

Lob für das Feudinger Artenschutzzentrum kommt auch aus dem Tierpark Nordhorn, von wo aus die drei Waldbisons in wenigen Wochen nach Feudingen umziehen werden. „Das Engagement der Aktiven vor Ort scheint sehr groß zu sein und wir bewundern die Hartnäckigkeit und die Hingabe der Verantwortlichen“, sagte die Diplom-Biologin Ina Deiting, verantwortlich für die Pressearbeit des Tierparks, auf SZ-Anfrage. Achim Wickel und Mitstreiter Uwe Lindner hatten vor der Leitungsrunde des Zoos, der an der Grenze zu Holland im südwestlichsten Zipfel Niedersachsens gelegen ist, für ihr Projekt geworben. Es sei eine Kooperation, die auf längere Sicht geplant sei, erläuterte Ina Deiting in Vertretung von Dr. Heike Weber, die als Zootierärztin und Kuratorin das eigentliche Bindeglied zwischen dem Tierpark und dem Feudinger Artenschutzzentrum ist.

„Wir sind erst einmal gespannt auf den Transport und auch auf die Ankunft der Tiere in Feudingen“, sagte die Pressesprecherin des Tierparks Nordhorn, der aktuell einen Bestand von neun Tieren hat. Drei davon kommen nach Feudingen: die Bullen „Cajetan“ (geboren am 15. Juli 2012) und „Don“ (22. Juli 2013) sowie die Kuh „Dolora“ (22. Mai 2013). Achim Wickel will auf seinem privaten Grund und Boden ein rund zwölf Hektar großes Reservat schaffen, in dem die bedrohten Säuger auf eine mögliche Auswilderung vorbereitet werden sollen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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