Warten auf das Bundesministerium

 So könnte die Linienführung der Route 57 ausschauen. Sie soll in den neuen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Grafik: Archiv
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sz - Die Baumaßnahmen an der Bundesstraße 62 im Bereich zwischen Kronprinzeneiche und Lützel gehen gut voran. Mit dem aktuellen Baufortschritt befasste sich der Verein Route 57 in seiner jüngsten Sitzung in Erndtebrück. Nach der Sicherung der Böschung durch die Bohrpfahlwand gehe es im weiteren Verlauf der Arbeiten um die Optimierung des Straßenverlaufs im Hinblick auf größere Standsicherheit und bessere Befahrbarkeit bis Lützel, so der Projektingenieur des Landesbetriebs Straßenbau, Christof Klappert, der das laufende Projekt in der Sitzung erläuterte.

„Wünschenswert wäre, dass die Zweispurigkeit während der weiteren Bauarbeiten weitgehend gewährleistet ist, so dass nicht in jeder Phase Ampelregelungen notwendig werden“, meinte Vereinsvorsitzender Christian Kocherscheidt. Gespannt schauen auch die Mitglieder der Route-57-Initiative derzeit nach Berlin, wo im Bundesverkehrsministerium der Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans erarbeitet wird. In den kommenden Wochen soll hierzu eine Öffentlichkeitsbeteiligung stattfinden, deren Ergebnisse dann Grundlage für eine Überarbeitung des Referentenentwurfes sein werden.

Angestrebt wird, dass das Bundeskabinett noch in diesem Jahr den Bundesverkehrswegeplan beschließt. Dem Bundesverkehrsminister waren auf Vorschlag von verschiedenen Seiten auch die Ortsumgehungen Kreuztal, Ferndorf, Hilchenbach, Erndtebrück und Schameder gemeldet worden, für die es einen regionalen Konsens gibt. Wichtig sei, so Kocherscheidt, dass diese Maßnahmen weiter im vordringlichen Bedarf vorgesehen werden. „Wir sind einer der exportorientiertesten Wirtschaftsstandorte in Deutschland. Wir sind zwingend darauf angewiesen, dass unsere Produkte hin- und wegkommen. Hinzu kommt, dass wir heute schon besondere Anstrengungen unternehmen, Fachkräfte zu gewinnen. Ohne leistungsfähige Verkehrsanbindungen wird auf Sicht beides nicht mehr funktionieren. Wir würden abgehängt!“

Wenig glücklich zeigten sich die Vereinsmitglieder über die aktuelle Entwicklung bei der Südumgehung Kreuztal. Hier habe man kurz vor dem Planfeststellungsbeschluss gestanden, bevor bekannt worden sei, dass ein Reiterhof mit wirtschaftlichen Einschränkungen rechne und deshalb ein Gutachten zu erstellen sei, das für weiteren Zeitverzug sorge. Die Mitglieder beschlossen eine Reihe von Werbemaßnahmen, mit denen der Verein auch künftig öffentlichkeitswirksam für die Route 57 eintreten und sich so für die Verbesserung der Verkehrsverbindungen für Menschen und Betriebe in Wittgenstein einsetzen will. „Wir wollen und werden am Ball bleiben“, versprach Christian Kocherscheidt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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