Warten hat sich gelohnt

 Die Verantwortlichen nahmen am Samstag den „Zauberteppich“ auf dem Skihang in Hesselbach in Betrieb. Die Realisierung war nicht zuletzt durch Leader-Mittel möglich. Foto: schn
  • Die Verantwortlichen nahmen am Samstag den „Zauberteppich“ auf dem Skihang in Hesselbach in Betrieb. Die Realisierung war nicht zuletzt durch Leader-Mittel möglich. Foto: schn
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schn - Der „Gletscher“ in Hesselbach ist um eine Attraktion reicher. Pünktlich zum Beginn der Skischule am Samstag ging der neue „Zauberteppich“ in Betrieb. „Das macht den Gletscher noch interessanter, vor allem für Familien, die hier mehr Möglichkeiten finden“, sagte der Bad Laaspher Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann. So sehen dies auch die SVO-Mitglieder als Betreiber des Hesselbacher Skigebiets. Rund zwei Jahre lang hat der Verein an dem Projekt „Zauberteppich“ gearbeitet, wie Markus Bernhardt, Projektverantwortlicher des SVO, berichtete.

Dabei waren die Vorarbeiten für die technische Anlage und die Bauarbeiten keine große Sache. Die Bürokratie und das Warten auf Genehmigungen und Bescheide dauerte hingegen einige Zeit. Der „Zauberteppich“, der mehrere zehntausend Euro gekostet hat, ist mit Leader-Mitteln gefördert worden. Und um an diese Mittel heran zu kommen, ist einiges an Papierkram zu erledigen. Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Eigentlich sieht die ganze Technik aus wie ein Förderband – oder wie ein Transportband im Flughafen. In Hesselbach hat man einen „Zauberteppich“ mit 36 Metern Länge eingebaut.

Anders als auf der alten Anlage, können sich Skischüler einfach auf das Gummiband stellen und werden den Hang hinauf befördert. Ganz ohne sich festzuhalten, ohne zu rutschen oder andere Probleme. „Das ist ein großer Fortschritt für uns. Gerade für kleine Kinder ist der Teppich viel einfacher zu benutzen“, erklärte Markus Bernhardt. Damit das System auch entsprechend sicher ist, sind diverse Sicherungen eingebaut. Dazu gehören der Schutz vor Quetschungen und Stürzen. Kommt es zu einer Blockade, stoppt das Band und ein akustisches Signal warnt alle Benutzer.

Am Samstag passierte dies gleich mehrfach, was zeigte: Die Sicherheit steht ganz oben. Dazu kommt, dass der „Zauberteppich“ in der Falllinie des Hangs läuft und so mehr Platz für den Skikurs lässt. Zur Eröffnung am Samstag waren rund 20 Kinder mitten im Unterricht. Der findet kostenlos statt, Voraussetzung ist nur die Vereinsmitgliedschaft. Etwa 50 bis 60 Kinder pro Saison lernen in Hesselbach das Skifahren. Das ist für den SV Oberes Banfetal nur zu schaffen, weil die Jugend des Vereins sich schon seit vielen Jahren aktiv beteiligt, denn die Skikurse werden allesamt ehrenamtlich geschultert.

Da der Verein also keine Überschüsse aus den Kursen erwirtschaftet, mussten die Mittel für den „Zauberteppich“ aus anderen Quellen kommen – das Leader-Programm machte die Realisierung letztlich möglich. Auch wenn es in den Vorarbeiten manches Formular auszufüllen galt und man immer wieder auf den nächsten Schritt und die Bewilligung warten musste, am Ende hat es sich gelohnt. Die Aktiven des Vereins bedankten sich ganz besonders beim Regionalmanagement des Leader-Programms. Hier habe man sehr viel Unterstützung bekommen, damit der Antrag mit einem positiven Bescheid endet. Trotz der Fördermittel muss das SVO noch einen deutlichen Eigenanteil finanzieren.

Da hilft es sehr, wenn es Freunde und Gönner gibt, die mit Spenden unterstützen. Carl zu Wittgenstein, der Mann hinter der Wittgenstein New Energy, übergab am Samstag gleich noch einen Scheck über 5000 Euro. Seine eigenen Kinder hätten schon in Hesselbach das Skifahren gelernt und er finde die Arbeit einfach großartig. Zudem suche seine Firma immer nach Möglichkeiten, die Region rund um den Windpark in Hesselbach zu unterstützen. Er habe also durchaus unterschiedliche Gründe, sich auf dem „Gletscher“ zu engagieren, so Carl zu Wittgenstein. Mit dem Skifahren kann es also losgehen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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