Tier-Inventur beim Insektensommer
Was krabbelt denn da?

Neben dem Marienkäfer spielen in diesem Jahr auch viele andere Insekten eine ganz besondere Rolle.
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  • Neben dem Marienkäfer spielen in diesem Jahr auch viele andere Insekten eine ganz besondere Rolle.
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gro Siegen/Bad Berleburg. War das gerade ein Zitronenfalter oder ein Tagpfauenauge? Und ist das große fliegende Tier da über dem Teich eine Wespe oder eine Hornisse?

Es ist wieder so weit: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ruft erneut dazu auf, Insekten zu zählen. Von Freitag 6. August, bis Sonntag, 15. August, kann jeder, der mitmachen möchte, das Summen und Krabbeln vor der Haustür beobachten und es im Anschluss melden.

Viele Menschen bei Insektenzählung mitmachen

Denn klar ist: Je mehr Menschen sich einbringen, desto zuverlässiger und aussagekräftiger wird die Volkszählung der Insekten. Dies betonte auch Michael Düben vom NABU Siegen-Wittgenstein: „Jeder hat eine andere Kenntnis von Insekten. Deswegen ist es umso wichtiger, dass so viele Menschen wie möglich bei der Aktion mitmachen.“ Die Aktion solle Trends und grundsätzliche Entwicklungen aufzeigen.

Eine besondere Rolle beim Insektensommer spiele wie im Vorjahr der Marienkäfer, von dem es in Deutschland rund 70 Arten gibt. „Wir denken, dass auch dieses Mal wieder jede Menge Marienkäfer gezählt werden. Sie ernähren sich von Blattläusen und da es in diesem Jahr viele davon gibt, haben sie ein leichtes Spiel“, so Düben.

Asiatische Marienkäfer konkurrenzstärker und größer als andere

Der NABU wolle zudem herausfinden, ob der heimische Siebenpunktmarienkäfer oder der asiatische Marienkäfer häufiger zu sehen sei. Letzterer wurde erst vor wenigen Jahrzehnten eingeschleppt. „Es ist interessant zu sehen, wie weit sich die invasive Art bereits verbreitet hat“, findet Düben. Der asiatische Marienkäfer sei grundsätzlich konkurrenzstärker und größer als die anderen Arten.

Neben der Wespe spielen in diesem Jahr auch viele andere Insekten eine ganz besondere Rolle.
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Auch die Zahl der gemeldeten Wespen interessiere den NABU sehr. „Man kennt es vielleicht – kaum ist im Sommer der Kuchen auf dem Tisch, kommen die ersten Wespen angeflogen“, sagt Düben und betont weiter: „Wir wollen sehen, ob es in diesem Jahr, wie vermutet, aufgrund des kühlen und verregneten Frühlings wirklich weniger Wespen gibt.“

"Insekten sind für das biologische
Gleichgewicht sehr wichtig."

Michael Düben
NABU Siegen-Wittgenstein

Beobachten könne man fast überall: im Garten, auf dem Balkon, im Park, auf der Wiese, im Wald, an Gewässern oder auf dem Feld. „Gezählt wird eine Stunde lang und das Beobachtungsgebiet sollte nicht größer als etwa 10 Meter sein“, erklärt der Experte. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder mit der kostenlosen App.

Insekten haben enorme Bedeutung

Ziel des Insektensommers sei es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren.

„Ich denke, die Meisten haben mitbekommen, dass die Zahl der Insekten in den vergangenen Jahren dramatisch abgenommen hat. Insekten sind jedoch für das biologische Gleichgewicht sehr wichtig“, betont Düben. Sie dienen vielen Tierarten als Nahrung. Zudem ist ein großer Teil der Nutzpflanzen von bestäubenden Insekten abhängig. „Ohne sie würde es große Ernteausfälle geben, vor allem bei Obst und Gemüse“, fügt der Experte hinzu.

Neben dem Marienkäfer spielen in diesem Jahr auch viele andere Insekten eine ganz besondere Rolle.
Neben der Wespe spielen in diesem Jahr auch viele andere Insekten eine ganz besondere Rolle.
Autor:

Sarah Groos

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