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Wer bringt die Geschenke?
Weihnachtstraditionen sind je nach Region Unterschiedlich

Kinder freuen sich zu Weihnachten vor allem auf eines: Geschenke. Ob die vom Weihnachtsmann oder Christkind kommen, variiert je nach Region oder Konfession.
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gro Siegen/Bad Berleburg. An Heiligabend gibt es für gewöhnlich eine Menge zu tun. Denn das Fest der Liebe bedeutet vor allem eines – Stress. Das Eigenheim wird auf Hochglanz poliert, die Festtafel muss gedeckt und der Gänsebraten möglichst saftig und heiß serviert werden. Nicht zu vergessen der Baum: ein akkurates Meisterwerk aus Kugeln, Lichtern und Lametta.
In Siegen-Wittgenstein kommt das Christkind
Nur eines gehört bei vielen Familien in professionelle Hände: die Bescherung.
Und so steht bei den einen das Christkind, bei den anderen der Weihnachtsmann in der Stube. Aber wer bringt hier im Kreis Siegen-Wittgenstein die Geschenke und was hat es mit den beiden Figuren auf sich?
Bei uns kommt eindeutig das Christkind – nicht bei allen, aber bei der Mehrheit.

gro Siegen/Bad Berleburg. An Heiligabend gibt es für gewöhnlich eine Menge zu tun. Denn das Fest der Liebe bedeutet vor allem eines – Stress. Das Eigenheim wird auf Hochglanz poliert, die Festtafel muss gedeckt und der Gänsebraten möglichst saftig und heiß serviert werden. Nicht zu vergessen der Baum: ein akkurates Meisterwerk aus Kugeln, Lichtern und Lametta.

In Siegen-Wittgenstein kommt das Christkind

Nur eines gehört bei vielen Familien in professionelle Hände: die Bescherung.
Und so steht bei den einen das Christkind, bei den anderen der Weihnachtsmann in der Stube. Aber wer bringt hier im Kreis Siegen-Wittgenstein die Geschenke und was hat es mit den beiden Figuren auf sich?
Bei uns kommt eindeutig das Christkind – nicht bei allen, aber bei der Mehrheit. Laut einer nicht repräsentativen Umfrage in einem sozialen Netzwerk freuen sich
87 Prozent an Weihnachten auf das Christkind. Nur 13 Prozent wünschen sich Geschenke vom Weihnachtsmann.

Christkind mit religiösen Weihnachtsfest verbunden

Das sah vor 90 Jahren noch alles ein wenig anders aus: Einer Umfrage zum Atlas der deutschen Volkskunde von 1930 zufolge teilten sich Christkind und Weihnachtsmann noch die Arbeit des Geschenkebringens. Während das Christkind vor allem für West- und Süddeutschland sowie Schlesien zuständig war, schleppte der Weihnachtsmann seinen Gabensack durch ganz Mittel-, Nord- und Ostdeutschland. „Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Popularität des Weihnachtsmannes jedoch merklich gesteigert, während das Christkind ein wenig in Vergessenheit zu geraten scheint“, beschreibt Christiane Cantauw, Geschäftsführerin der Kommission Alltagskulturforschung beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die jüngere Entwicklung der Weihnachtsbräuche. Das Christkind steht ganz klar in einer christlichen Tradition und ist eng mit dem religiösen Weihnachtsfest verwurzelt. Bereits Martin Luther kannte die Figur des Christkindes. Seine Gestalt verdankt es wohl einem engelsgleichen Wesen, das schon vor der Reformationszeit ausgestattet mit Schleier, Krone und Engelsflügeln bei Weihnachtsumzügen die Engelschar anführte. Der Weihnachtsmann ist eine wesentlich jüngere Erscheinung. Um eines vorwegzunehmen: Er ist keine Erfindung von Coca-Cola – verdankt dem Konzern aber viel seiner Popularität. Er gesellte sich erst im 19. Jahrhundert zu Nikolaus und Christkind hinzu. In ihm vereinen sich Eigenschaften von Nikolaus und Knecht Ruprecht, von dem er Pelzrock, Kapuze, Stiefel, Sack und Rute entlieh.

Wunsch nach Gesundheit und dem Ende der Pandemie

Ein frühes Bild des Weihnachtsmannes stammt übrigens von Moritz von Schwind, der 1847 einen „Herrn Winter“ kreierte, der als alter Mann in der Christnacht von Tür zu Tür geht und schaut, ob man ihm nicht öffnet und von ihm einen geschmückten Weihnachtsbaum als Geschenk annimmt. Zu dieser Zeit gab es jenseits des Atlantiks bereits die Illustrationen eines Mannes mit rotem Mantel auf einem Rentierschlitten. Sie wurden 1821 in einem kleinen Büchlein von William B. Gilley veröffentlicht.
In diesem Jahr ist für viele jedoch nicht wichtig, wer die Geschenke bringt, sondern was unter dem Weihnachtsbaum liegt. Laut der nicht repräsentativen SZ-Umfrage wünschen sich in diesem Jahr mehr denn je Leute Gesundheit und das schnelle Ende der Pandemie.

Autor:

Sarah Groos

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