Telekom will weiter aufrüsten
"Weiße Flecken" in der Region

Noch immer haben manche Standorte in der Region das nachsehen durch schlechtes Netz.

sz Siegen/Bad Berleburg/Olpe. Immer noch gibt es auf der Landkarte des schnellen Mobilfunknetzes weiße Flecken in der Region. Ein Blick auf die Übersicht der Telekom zum Ausbaustand des LTE-Netzes zeigt, dass noch nicht überall der aktuelle Standard erreicht wird. Demnach warten Einwohner in Wilnsdorf, Osthelden, Grund, Vormwald, Glashütte, Volkholz, Benfe, Oechelhausen, Ruckersfeld, Netphen-Sohlbach, Werthenbach, Hillmicke, Neuenkleusheim und einigen anderen Dörfern immer noch darauf, schnell im Handynetz surfen zu können. Auch Ausflügler und Wanderer müssen hier und da darauf verzichten, das Selfie als schnellen Fotogruß aus der „Wildnis“ zu versenden. Um die Talsperren Obernau und Breitenbach muss man sich ebenfalls auf Übertragungen im Schneckentempo einstellen.

Telekom liegt nach eigenen Angaben im Plan

Dennoch liegt die Deutsche Telekom nach eigenen Angaben beim Ausbau ihres Mobilfunknetzes voll im Plan. Die Vorgaben des Mobilfunkpaktes mit dem Land Nordrhein-Westfalen würden somit bis Mitte des Jahres erfüllt. Im ersten Halbjahr 2021 sollen 200 neue Sendemasten entstehen. „Aktuell deckt das LTE-Netz der Telekom 99,5 Prozent der Haushalte im Bundesland ab“, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit geht das Unternehmen von einer mehr oder weniger flächendeckenden maximalen Download-Geschwindigkeit von 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) aus. Zur Einordnung: Über einen DSL-Anschluss mit einer Bandbreite von 50 Mbit/s lädt der Inhalt einer DVD ca. 13 Minuten. In manchen, vor allem in dünner besiedelten Bereichen, bleiben diese Geschwindigkeiten ein frommer Wunsch.

Telekomm will weiter aufrüsten

Ungeachtet dieser Lücken rüstet die Telekom das Mobilfunknetz auf 5-G-Standard hoch (3 bis 10 Gigabit/Sekunde). Unter Idealbedingungen soll die Geschwindigkeit so das Zwanzigfache erreichen können. „Wir bauen bundesweit pro Jahr rund 1500 neue Standorte. Die Hälfte davon im ländlichen Raum“, sagt Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland.
In Nordrhein-Westfalen seien in den vergangenen zweieinhalb Jahren 973 neue Standorte aufgebaut worden, teilt das Unternehmen mit. Bei 5230 bestehenden Standorten sei eine Kapazitätserweiterung durchgeführt worden. „Zum Jahreswechsel konnten schon 12 Millionen Einwohner des bevölkerungsreichsten Bundeslandes 5 G nutzen“, heißt es.

Wir bauen bundesweit
pro Jahr rund 1500 neue Standorte. Die Hälfte davon im ländlichen Raum.

Walter Goldenits
Telekom-Geschäftsführer

Auf der interaktiven Übersichtskarte zum Telekom-Mobilnetz stellt sich der 5-G-Ausbau derzeit noch als grafischer Flickenteppich dar. In großen Teilen von Siegen ist der neue Standard bereits angekommen. Dennoch gibt es auch hier noch „blinde Flecken“, beispielsweise in Bereichen entlang der Leimbachstraße und der Rosterstraße, der Marienborner Straße oder auch in der Fludersbach, der Lindenberg-Siedlung und im Gewerbegebiet Oberes Leimbachtal.

Schnelles surfen in Innenstädten

Schnellstes Surfen verspricht die Karte in der Kreuztaler Innenstadt. Eichen, Krombach und Littfeld hingegen sind noch ebenso 5-G-Brachland wie die Hilchenbacher Ortsteile Ruckersfeld und Grund. In Lippe darf man sich wohl aufgrund der Nähe zum Siegerland-Flughafen an der neuen Netzstärke erfreuen. In Wilnsdorf bleibt der hohe Datentransfer entlang der B 54 hinauf zur Kalteiche dagegen auf der Strecke, und in Wilden gibt es gar kein Netz der jüngsten Mobilfunk-Generation. Auch die B 480 zwischen Stünzel und Bad Berleburg ist keine Daten-Schnellstraße. Die Odebornstadt selbst ist ein Flickenteppich, während sich Bad Laasphe bereits einer guten Versorgung rühmen darf.
In Olpe, Wenden, Finnentrop und Lennestadt sieht es ebenfalls nicht schlecht aus. Drolshagen muss noch mit dem aktuellen Standard Vorlieb nehmen. Betzdorf, Kirchen, Wissen, Herdorf und Altenkirchen haben laut Telekom in den Kernstädten und vielen umliegenden Bereichen bereits umfangreichen Zugriff auf G 5. Die interaktive Karte zum Ausbau des Telekom-Mobilfunknetzes findet sich unter www.telekom.de/netz/mobilfunk-netzausbau.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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