Weiter Ärger um die Fernbusse

 Theophil Jakubick ist täglich etwa eine halbe Stunde damit beschäftigt, Müll im Bereich der Fernbus-Haltestelle und rund um das Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank aufzulesen. Im Sommer, so berichtet er, werde auch an die Wände uriniert. Foto: Tim Lehmann
  • Theophil Jakubick ist täglich etwa eine halbe Stunde damit beschäftigt, Müll im Bereich der Fernbus-Haltestelle und rund um das Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank aufzulesen. Im Sommer, so berichtet er, werde auch an die Wände uriniert. Foto: Tim Lehmann
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tile - Immer noch Ärgern sich die Anwohner der verlegten Fernbus-Haltestelle über Müll, Gestank und schlecht erreichbare Geschäfte. Mittlerweile empfinde sie die Situation als „gesundheitsschädlich“, sagt Inge Beyer, Mitarbeiterin von „Sehen und Aussehen“. Die Haltezone liegt genau vor dem Fachgeschäft. Häufig ließen die Busfahrer die Motoren minutenlang laufen, sodass die Dieselabgase ins Geschäft zögen. Vor allem in den warmen Monaten sei es schlimm gewesen, da die Tür häufig offen stand – der Laden verfügt über keine Klimaanlage. Dazu der Lärm: zuschlagende Gepäckklappen, Koffer, die krachend auf den Gehweg landeten, laute Unterhaltungen. „Eine Zumutung“, meint Inhaber Torsten Enters. Kunden und Mitarbeiter kämen durch die wartende Menge manchmal kaum ins Geschäft, beschreibt der Augenoptikermeister die Verhältnisse. Es komme bei schlechtem Wetter auch vor, dass Fahrgäste einfach im Ladenlokal warteten. Als es heiß war, hätten viele Wartende vor dem Schaufenster gesessen und sich verschwitzt an die Scheibe gelehnt. Die Kundenparkplätze würden häufig durch Fremdparker blockiert, die Fernbus-Fahrgäste absetzten oder -holten.

Ein Postbus-Sprecher bestätigte, dass häufig mehrere Fernbusse gleichzeitig an der Koblenzer Straße hielten, dafür sei „die Haltezone jedoch zu klein bemessen“; und aus Verkehrssicherheitsgründen sei der Standort „wegen der Beladesituation sicherlich nicht optimal“.

Die Stadt nehme die Bedenken der Anrainer ernst, versichert Anke Schreiber, zuständig für Straßen und Verkehr in der Verwaltung. Sie strebe immer noch einen Umzug der Haltestelle auf das Areal hinter dem Bahnhof an. „Das ist unser Wunsch-Standort.“ Allerdings hätten nach dem ZWS nun auch die VWS noch parallel eine Überprüfung des ersten Busbereitstellungsplatzes – also des Bereichs vor dem Muscheid-Haus – gewünscht, teilt die Stadt mit. Derzeit werde entsprechendes Videomaterial analysiert. Das dauere einige Zeit, da das Aufkommen dort deutlich höher sei als im bereits untersuchten hinteren Bereich.

Gespräche mit dem Land über eine womöglich drohende Rückzahlung von Fördergeldern bei einer neuen Nutzung der Fläche würden noch nicht geführt. Zunächst wolle sie ganz genau schauen, was machbar sei, sagt Schreiber, um dann zielgerichtet mit allen Beteiligten zu reden. Momentan könne sie sich auch eine geteilte Lösung vorstellen: Bis 11 Uhr könnten die Fernbusse den Haltepunkt an der Koblenzer Straße, später am Tag einen Teilbereich hinter dem Bahnhof nutzen. Aber das ist Zukunftsmusik. Pläne, das Provisorium in eine feste Haltestelle umzugestalten, gebe es nicht, beruhigt Schreiber die Anrainer. Eine Prognose, wie lange der Prozess noch dauern könnte, wollte sie indes nicht abgeben. Tim Lehmann

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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