Weiter Probleme mit Rothaarbahn

Das Archivbild zeigt einen Zug der Hessischen Landesbahn in Berghausen. Nach wie vor gibt es auf der Strecke Bad Berleburg – Siegen einige Schwierigkeiten, Fahrscheine zu erwerben. Foto: Martin Völkel
  • Das Archivbild zeigt einen Zug der Hessischen Landesbahn in Berghausen. Nach wie vor gibt es auf der Strecke Bad Berleburg – Siegen einige Schwierigkeiten, Fahrscheine zu erwerben. Foto: Martin Völkel
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nik - Wie berichtet, hatte der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) der Hessischen Landesbahn (HLB) eine Frist bis zum 28. Februar gesetzt: Sie möge in den Zügen, in denen es möglich ist, die defekten Fahrkartenautomaten in Gang bekommen, und dort, wo es nicht möglich ist, ausreichend Zugbegleiter einsetzen – auf dass die vielen unfreiwilligen Schwarzfahrten seit Übernahme der Strecke im vergangenen Dezember ein Ende haben.

Die Frist verstrich, die Automaten funktionierten nicht wie gefordert, der ZWS wollte daraufhin Prüfer auf die Strecke schicken, Ergebnisse sollten bis Ende vergangener bzw. Anfang dieser Woche vorliegen. Allerdings, so erläuterte ZWS-Geschäftsführer Günter Padt am Dienstag im Gespräch mit der Siegener Zeitung, wurden besagte Qualitätsprüfer nicht eigens auf der fraglichen Strecke und in den fraglichen Zügen eingesetzt. Die 400-Euro-Kräfte sind sowieso netzweit und unangekündigt in dieser Mission unterwegs, man habe jedoch „die Herrschaften darum gebeten, ein besonderes Augenmerk auf den Vertrieb in den Zügen der HLB zu richten“. Sie achteten also vorrangig auf Automaten, Personal und Entwerter, die nicht auf die jeweiligen Tickets passen – denn auch das ist in einigen Zügen der HLB ein Problem.

Das Ergebnis laut Günter Padt: „Es ist noch nicht alles im grünen Bereich.“ Zwar wurde im Februar und März (der noch jung ist) eine „Verbesserung“ festgestellt und auf der Strecke Bad Berleburg – Siegen werden mehr Fahrten begleitet als zuvor. Alles in allem liege die HLB aber „unter 50 Prozent unserer Vertragsforderungen“. Dafür wird die nun von ihrem Auftraggeber zur Kasse gebeten. Padt: „Wir werden das berechnen, das ist der HLB auch bekannt.“ Außerdem, so versichert er, sei man mit deren Geschäftsführung in Kontakt und achte nun darauf, dass „Nägel mit Köpfen gemacht werden“.

Wie das aussehen soll, dazu Unternehmenssprecherin Susanne von Weyhe: Zunächst werde man veraltete Ticket-Automaten in den LINT-Zügen, die sehr störungsanfällig seien, durch neue ersetzen, obwohl ursprünglich vor einer solchen Umrüstung die kompletten Züge modernisiert werden sollten. Auch sei die Einstellung weiterer Zugbegleiter geplant. Wann? „Schnell.“

Eine Ursache dafür, so „zurückgeworfen“ worden zu sein, sieht Susanne von Weyhe in Vandalismusschäden: im EWS-Gebiet seien in letzter Zeit acht Züge aufgebrochen, dabei fünf Automaten zerstört worden. Weitere Zugbegleiter, neue Automaten – dass die Hessische Landesbahn bei der Umsetzung dieser Maßnahmen zu sehr aufs Gas treten muss, steht eher nicht zu befürchten: „Eine Frist ist nicht erforderlich, der Vertrag greift ja“, so ZWS-Geschäftsführer Günter Padt zur SZ.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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