Weitere Ermittlungen aufgenommen

 Über diese Sache wächst so schnell kein Gras: Die juristischen Verstrickungen rund um die Emmaburg in Bad Laasphe nehmen kein Ende. Im Gegenteil: Sie gehen in die nächste Runde. Foto: tika
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tika - Die juristischen Verstrickungen waren kompliziert – und schier endlos. Monatelang ermittelte die Staatsanwaltschaft Siegen wegen Insolvenzverschleppung, Anwälte tauschten sich aus. Und im Mittelpunkt stand der einstige Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Wittgenstein in der Emmaburg in Bad Laasphe. Lange war der Mann, den der ehemalige Investor Prof. Dr. med. Siegfried Bien aus Marburg eingesetzt hatte, nicht auffindbar – dann meldete er sich telefonisch in der Redaktion der Heimatzeitung, um zu erklären, dass er niemals untergetaucht war. Sein Aufenthaltsort: Frankfurt am Main. Seither hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen verfolgt, musste dabei allerdings zahlreiche Akten studieren. Gleiches galt für die beteiligten Anwälte – eine Einlassung folgte der anderen, ehe die Fristen abliefen. Die Inhalte allerdings musste die Staatsanwaltschaft Siegen selbst ebenfalls prüfen. Zumindest diese Ermittlungen stehen unmittelbar vor dem Abschluss, derweil allerdings eröffnen sich zahlreiche Parallelen in der Causa Nadezhda Yailidi, die als Investorin auf Prof. Dr. med. Siegfried Bien gefolgt war. Im Fall Vahid Mosharaf jedenfalls sind die Einlassungfristen abgelaufen.

„Die Rechtsanwälte wollen sich nicht weiter äußern. Wir beabsichtigen, das Verfahren bis zum Monatsende abzuschließen“, erklärte Patrick Baron von Grotthuss auf SZ-Anfrage. Der Oberstaatsanwalt machte damit deutlich, dass noch im August eine Entscheidung fallen soll, ob die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Vahid Mosharaf eröffnet oder es niemals zu einer Verhandlung kommt. „Wir prüfen nun, ob es vor dem Hintergrund der Aussagen zu einer Anklage kommt“, berichtete der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft. Kommt es zu einer Anklage, dürfte es etwa drei bis vier Monate dauern, ehe es zur Verhandlung kommt. Dies wiederum hängt von der Auslastung des zuständigen Gerichts ab. Zuletzt hatte das Amtsgericht Siegen bekanntgegeben, dass das Insolvenzverfahren über das Vermögen der „Gesundheitszentrum Wittgenstein Service GmbH“ mangels zu verteilender Masse ohne Schlussverteilung aufgehoben wird. Die Gläubiger, die in das einst geplante Gesundheitszentrum involviert waren, dürfte dies eher ernüchtert haben. Derweil bekommen die Ermittlungen rund um Nadezhda Yailidi eine neue und bisher ungeahnte Dimension. Gegen die Kasachin laufen nun nicht mehr nur Ermittlungen und Verfahren wegen nicht gezahlter Handwerkerrechnungen in Millionen-Höhe, sondern auch eines wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung. Damit müsste die Staatsanwaltschaft Siegen quasi die Mosharaf-Blaupause auf diesen Fall legen – ähnliche Ermittlungen erwarten die Juristen, nachdem sie die im bisher laufenden Verfahren nahezu abgeschlossen haben. Frappierend ähnlich ist bisher auch der Verlauf dieser Ermittlungen.

„Das Verfahren ist vorläufig eingestellt, da der Aufenthaltsort der Vorgenannten unbekannt war beziehungsweise ist“, verriet Patrick Baron von Grotthuss im Hinblick auf Nadezhda Yailidi. Immerhin verfolgt die Staatsanwaltschaft einen Hinweis auf den möglichen Aufenthaltsort. Die Staatsanwaltschaft hofft nun, über den von der Kasachin eingesetzten Anwalt Matthias Schmutzler aus Berlin eine konkrete Auskunft zu erhalten. Dieser vertritt die Investorin auch bei den Prozessen mit den Handwerkern vor dem Landgericht Limburg. „Der Anwalt ist aber nicht verpflichtet, uns eine Auskunft über ihren Aufenthaltsort zu geben“, berichtete der Oberstaatsanwalt. Nach SZ-Informationen befindet sich Nadezhda Yailidi weiterhin in Deutschland. Sie soll demnach in ihrem familiären Umfeld untergekommen sein. Offiziell gemeldet ist sie allerdings nicht, so dass keine konkrete Anschrift vorliegt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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