Weiteres Störfeuer aus Arnsberg

 Unter einem, nämlich diesem Dach könnten im kommenden Jahr die Realschule und die geplante private Sekundarschule parallel laufen. Allerdings hat die Bezirksregierung wegen der Erndtebrücker Pläne offenbar große Bedenken. Foto: Björn Weyand
  • Unter einem, nämlich diesem Dach könnten im kommenden Jahr die Realschule und die geplante private Sekundarschule parallel laufen. Allerdings hat die Bezirksregierung wegen der Erndtebrücker Pläne offenbar große Bedenken. Foto: Björn Weyand
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bw - Der Gegenwind aus Arnsberg ist spürbar, die Pläne in Erndtebrück für eine private Sekundarschule stoßen bei der Bezirksregierung und bei der Landesregierung ja nicht gerade auf Begeisterungsstürme. Erst kürzlich hatte Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann die Bedenken im „Gipfeltreffen“ auch Erndtebrücks Bürgermeister Karl Ludwig Völkel vorgetragen. Indes: Die Erndtebrücker lassen sich vom eingeschlagenen Weg offenbar nicht abbringen. Er habe die geäußerten Bedenken dem Gemeinderat vorgetragen, sagte der Verwaltungschef auf Anfrage der SZ. Das Ergebnis: Die Politik steht weiterhin einmütig hinter der Idee. Zudem gebe es viel Rückenwind, nicht nur aus der Wirtschaft, sondern auch aus der Bevölkerung.

Trotzdem weiß Völkel auch, dass offenbar „massiv Druck“ aufgebaut werden soll, wie er es nannte, um Erndtebrück von den Plänen abzubringen. Neuester Schachzug: In der kommenden Woche tagt die Schulkonferenz der Realschule, zu Gast ist dann auch Susanne Blasberg-Bense, die Leiterin der Abteilung Schule der Bezirksregierung Arnsberg. Sie wird dann sicher auch davon berichten, dass Realschulen künftig einen Hauptschulzweig bilden dürfen. Das will die Landesregierung ermöglichen. Aus Sicht von Karl Ludwig Völkel ist das keine Alternative für Erndtebrück, denn so sei die Realschule langfristig auch nicht zu halten. Zumal schon längst Schüler mit der Empfehlung für die Hauptschule die Realschule besuchen.

Angebote aus Arnsberg, dass die Realschule auch nicht in Frage gestellt wird, wenn die Anmeldezahlen unter die 50 rutschen, mag Karl Ludwig Völkel keinen Glauben mehr schenken. „Auf das Wort aus Arnsberg kann ich mich doch gar nicht mehr verlassen“, stellte der Erndtebrücker Bürgermeister fest und hatte dabei im Hinterkopf, dass die Bezirksregierung die Bildung der Eingangsklasse an der Hauptschule verweigert hatte – und damit deren Auslaufen besiegelte.

Derweil laufen die Vorbereitungen für die private Sekundarschule weiter. Derzeit werde das Schulprofil erstellt, schon kurzfristig soll nun eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) gegründet werden, wie Bürgermeister Völkel berichtete. Im Oktober soll dann der Antrag zur Gründung an die Bezirksregierung gehen. „Wenn es da keinen Formfehler gibt, dann muss die Bezirksregierung die Gründung genehmigen“, sagte Karl Ludwig Völkel. Darauf bestehe letztlich ein Rechtsanspruch.

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