Weiterhin keine Presbyter in Sicht

 Bei einem Gottesdienst verabschiedeten Pfarrer Detlef Metz, Mitglieder des Bevollmächtigtengremiums und andere Gemeindemitarbeiterinnen Martina Homrighausen (6.v.l.) und begrüßten Margit Weller (5.v.r.). Foto: Kirchenkreis
  • Bei einem Gottesdienst verabschiedeten Pfarrer Detlef Metz, Mitglieder des Bevollmächtigtengremiums und andere Gemeindemitarbeiterinnen Martina Homrighausen (6.v.l.) und begrüßten Margit Weller (5.v.r.). Foto: Kirchenkreis
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sz - Diakonie leitet sich aus dem Altgriechischen ab, das Wort „Diakonia“ bedeutet Dienst. Dabei geht es um den Dienst am Menschen im kirchlichen Raum. Die Diakonie ist ein Wesensmerkmal von Kirche. Auf diesen Gedanken ging Pfarrer Dr. Detlef Metz beim Gottesdienst in der Wunderthäuser Kirche ein. Denn in diesem Rahmen wurde die frühere Diakonische Gemeindemitarbeiterin Martina Homrighausen mit Dankes- und Segensworten aus dem Dienst verabschiedet, während an gleicher Stelle Margit Weller in eben diesen Dienst auch mit Segenswünschen von unterschiedlichen Seiten eingeführt wurde. Martina Homrighausen war von April 2010 fünf Jahre lang Diakonische Gemeindemitarbeiterin, auch für Girkhausen, seit November ist Margit Weller ihre Nachfolgerin in der Kirchengemeinde Wunderthausen/Diedenshausen. Beide Frauen kommen aus Diedenshausen.

Margit Weller hatte sich auf einen Gemeindebrief-Artikel gemeldet. Dem Bevollmächtigtengremium (BVG) der Gemeinde – das ersetzte das Presbyterium nach dessen Rücktritt vor rund zwei Jahren – sei es ein wichtiges Anliegen gewesen, dass diese Arbeit weitergehe, unterstrich Detlef Metz. Und dafür dankte Barbara Lenz-Irlenkäuser. Die Schwarzenauerin ist beim Diakonischen Werk Wittgenstein die Koordinatorin der Diakonischen Gemeindemitarbeit. Das Angebot wird vom Diakonischen Werk gemacht, der Kreis Siegen-Wittgenstein und der Kirchenkreis Wittgenstein unterstützten es von Anfang an finanziell, und auch die Kirchengemeinden lassen sich ihre Diakonische Gemeindemitarbeit gern etwas kosten. Barbara Lenz-Irlenkäuser stellte beim Gottesdienst noch einmal das konkrete Anliegen der Arbeit vor. Der Auftrag ist für alle elf Gemeindemitarbeiterinnen in Wittgenstein der gleiche, nämlich sich um die Belange aller alten Menschen vor Ort zu kümmern, ihnen auf vielfältige Weise Hilfestellung anzubieten und sich Zeit für sie zu nehmen.

Für die Kirchengemeinde Wunderthausen/Diedenshausen ist diese Wiederbesetzung ein wichtiges Zeichen der Lebendigkeit in schwierigen Zeiten. Seit mehr als zwei Jahren hat die Kirchengemeinde keinen Pfarrer mehr. Die rund 800 Gemeindemitglieder entsprechen in der heutigen Zeit nicht mal mehr einer halben Pfarrstelle. Kurz nach dem Weggang des Pfarrers trat das Presbyterium zurück und wurde durch das Bevollmächtigtengremium ersetzt. Für die im Februar anstehenden Presbyteriumswahlen fanden sich weder in Wunderthausen noch in Diedenshausen genügend Interessierte. So teilte Detlef Metz, der als Pfarrer im Entsendungsdienst im Wittgensteiner Kirchenkreis arbeitet und seit knapp einem Jahr die Vakanz-Vertretung in der Gemeinde inne hat, jetzt im Gottesdienst mit, dass die Gemeindeleitung erneut von einem BVG übernommen werde. Zum neuen BVG gehören diesmal allerdings keine Gemeindeglieder mehr, sondern die KSV-Mitglieder Pfarrerin Silke van Doorn und Dr. Wolfgang Pollinger sowie Oliver Berg als Verwaltungsleiter des Kreiskirchenamtes.

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