Wende im Wisent-Streit?

Es gibt wieder neues rund um den Wisent-Streit. Hier ein Foto aus dem Gehege bei Wingeshausen. Foto: Björn Weyand HSK-Landrat Dr. Karl Schneider (l.) – hier mit Heiner Sturm vom DJH-Landesverband – machte am Rande der Neueröffnung der Jugendherberge Neuastenberg die Türen in Richtung Siegen-Wittgenstein wieder auf. Foto: Martin Völkel
  • Es gibt wieder neues rund um den Wisent-Streit. Hier ein Foto aus dem Gehege bei Wingeshausen. Foto: Björn Weyand HSK-Landrat Dr. Karl Schneider (l.) – hier mit Heiner Sturm vom DJH-Landesverband – machte am Rande der Neueröffnung der Jugendherberge Neuastenberg die Türen in Richtung Siegen-Wittgenstein wieder auf. Foto: Martin Völkel
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vö - Ist das die Wende zum Guten im Konflikt um das Wittgensteiner Wisent-Projekt? Es ist zumindest eine verbale Annäherung, die sich Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises, Sonntagmittag am Rande der Neueröffnung der Jugendherberge Neuastenberg entlocken ließ. „Es sollten doch irgendwo Brücken zu finden sein“, sagte der Schmallenberger gegenüber der SZ. Grundsätzlich habe er aber mit seinem Siegener Kollegen Andreas Müller vereinbart, dass beide Seiten in den nächsten Wochen nicht ständig neue Stellungnahmen abgeben würden.

Dennoch war dem HSK-Landrat eindeutig das Bemühen anzumerken, dass die heftigen Wogen der Vorwoche möglichst rasch wieder geglättet werden sollten. Am Sonntag unterstrich der Landrat, der in Schmallenberg zu Hause ist, „dass wir die Sprachführung auf beiden Seiten nicht verlieren sollten“. Zu Ergebnissen dieser Gespräche wolle er aber keine Versprechen abgeben. Und: „Wir werden doch jetzt mit Sicherheit nicht alles kurz und klein hauen, was in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde. Wir haben doch als Gesamtregion gemeinsam sehr viel erreicht.“ Er werde, so Schneider weiter, mit Sicherheit keine Tür zu schlagen. Fakt sei aus seiner Sicht, dass in der Vergangenheit zwischen beiden Kreisen zu wenig gesprochen worden sei – das müsse besser werden.

Spannend auf jeden Fall die Einschätzung des HSK-Landrates, dass es nicht sein könne, dass jetzt in wenigen Tagen etwas übers Knie gebrochen werden müsse. Er sehe überhaupt keine Notwendigkeit, jetzt eine Entscheidung innerhalb von vier Wochen treffen zu müssen. Denn: „Wir haben doch die Gelegenheit, in aller Ruhe die Entscheidung des Gerichtes abzuwarten.“ Zur Erläuterung: Das Oberlandesgericht in Hamm wird am 15. September in einem Berufungsverfahren über die Klage mehrerer Schmallenberger Waldbauern entscheiden, die dem Trägerverein verbieten wollen, dass die Wisente ihre Grundstücke betreten. 

Hört sich deutlich nach Gesprächsbereitschaft im Hochsauerland an – im Übrigen auch bei Michael Beckmann. Der Winterberger Tourismusdirektor, der dafür bekannt ist, dass er gerne über den eigenen Tellerrand hinausschaut, sagte – ebenfalls in Neuastenberg –, dass er sich zu den Problemen des Wisent-Projektes aktuell nicht äußern werde. Dazu sei in den vergangenen Tagen alles gesagt worden. Nur eines sei ihm aufgefallen: Er sei über die ein oder andere Stellungnahme schon etwas irritiert gewesen: „Wenn ich erst für ein Projekt bin und das auch öffentlich so sage, ist es merkwürdig, wenn dann auf einmal alles anders sein soll.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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