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Corona gibt die Spielregeln vor
Weniger Stände auf dem Wochenmarkt

Lebensmittel dürfen weiterhin auf den Wochenmärkten verkauft werden. Anders sieht das bei Blumen und Bekleidung aus.
  • Lebensmittel dürfen weiterhin auf den Wochenmärkten verkauft werden. Anders sieht das bei Blumen und Bekleidung aus.
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

damo/sabe/sos Siegen/Bad Berleburg/Betzdorf. „Die Wochenmärkte finden bis auf Weiteres zu den gewohnten Zeiten an allen drei Standorten statt.“ Das teilt die Stadt Siegen auf Nachfrage mit und bezieht sich damit auf die Märkte in Siegen, Geisweid und Weidenau. Zwar gibt es immer mehr Empfehlungen und Verbote, doch der Wochenmarkt diene der Grundversorgung der Bürger mit Lebensmitteln.
Händler fallen wegEine Standortverlegung, um die Märkte zu entzerren und damit für mehr Raum zwischen den Besuchern und Marktbetreibern zu sorgen, sei derzeit nicht geplant. Denn durch den Wegfall der Händler, die keine Lebensmittel oder Drogerieartikel verkaufen bzw. Direktvermarkter sind und deswegen laut Verordnung nicht mehr verkaufen dürfen, entstehe automatisch mehr Platz.

damo/sabe/sos Siegen/Bad Berleburg/Betzdorf. „Die Wochenmärkte finden bis auf Weiteres zu den gewohnten Zeiten an allen drei Standorten statt.“ Das teilt die Stadt Siegen auf Nachfrage mit und bezieht sich damit auf die Märkte in Siegen, Geisweid und Weidenau. Zwar gibt es immer mehr Empfehlungen und Verbote, doch der Wochenmarkt diene der Grundversorgung der Bürger mit Lebensmitteln.

Händler fallen weg

Eine Standortverlegung, um die Märkte zu entzerren und damit für mehr Raum zwischen den Besuchern und Marktbetreibern zu sorgen, sei derzeit nicht geplant. Denn durch den Wegfall der Händler, die keine Lebensmittel oder Drogerieartikel verkaufen bzw. Direktvermarkter sind und deswegen laut Verordnung nicht mehr verkaufen dürfen, entstehe automatisch mehr Platz. Blumenhändler und solche mit Bekleidung fallen beispielsweise weg – das galt am Samstag laut Stadt Siegen noch nicht. Hinzu komme, dass die Flächen zwischen den Ständen durch einen veränderten Aufbau vergrößert würden.

Anzahl der Stände in Kreuztal halbiert sich fast

In Kreuztal halbiert sich der Wochenmarkt aufgrund der Verordnung beinahe: „22 Händlern (von rund 50) musste mitgeteilt werden, dass sie ab kommendem Donnerstag leider nicht mehr auf dem Roten Platz verkaufen können“, so Sprecherin Janine Wolski. Die Händler hätten verständnisvoll reagiert und schon damit gerechnet, dass es weitere Einschränkungen geben wird. Diejenigen, die weiterhin ihren Stand aufbauen, hängen eine Übersicht mit Hygienehinweisen aus und sollen ihre Kunden gegebenenfalls an die Einhaltung des Abstands erinnern.

Grundregeln werden befolgt

Sowohl die Marktbesucher als auch die Händler hätten bisher ein Auge auf die Einhaltung dieser Grundregeln gehabt, heißt es aus dem Rathaus. Und: Einige Betreiber haben einen Onlineshop oder schicken Bestellungen per Lieferservice direkt zum Kunden: Sie „freuen sich in der kargen Zeit bestimmt über treue Kunden“.

Corona gibt die Spielregeln vor

In Betzdorf findet der Wochenmarkt weiterhin statt – allerdings unter den Spielregeln, die das Coronavirus vorgibt. So wird das Warenangebot mindestens bis zum 19. April auf Lebensmittel beschränkt. Dadurch reduziert sich auch hier die Anzahl der Marktstände; diese werden im Bereich rund um das Betzdorfer Rathaus und in einem Teilstück der Bahnhofstraße aufgebaut. Zudem werden die Stände luftiger gestellt, damit die Abstandsregelungen eingehalten werden können. Und nur die Händler dürfen ihre Waren anfassen.

Den Markt sofort nach dem Einkauf verlassen

Außerdem wird der Wochenmarkt seine Funktion als Treffpunkt einbüßen: Wer seine Einkäufe erledigt hat, soll umgehend den Markt verlassen, betont das Betzdorfer Ordnungsamt und kündigt im gleichen Atemzug Kontrollen an.

Kleineres Sortiment 

In Bad Berleburg finden seit geraumer Zeit – im Zuge der Umbaumaßnahmen des Bürgerhauses und des Marktplatzes – ohnehin keine Wochenmärkte statt. In Bad Laasphe bleibt der Wochenmarkt, in Anlehnung und unter der Verordnungsprämisse, wie in den anderen Kommunen, bestehen: „Der Wochenmarkt in Bad Laasphe wird vorerst weiter stattfinden, jedoch wird sich das Sortiment dementsprechend beschränken“, so Ann Kathrin Müsse, Pressesprecherin der Stadt Bad Laasphe. „Durch den gesetzlich vorgeschriebenen Wegfall einiger Anbieter werden die Abstände zwischen den einzelnen Ständen automatisch größer.“

Hinweis auf Vorkehrungen in Sachen Hygiene

Ähnlicher Tenor in der Edergemeinde. „Die Stände auf dem Wochenmarkt sind in der Regel nicht besonders eng aufgestellt, sodass eine Nachbesserung des Abstands hier grundsätzlich nicht nötig sein sollte“, heißt es aus dem Rathaus. Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung würden zu Beginn des Marktes die Händler auf die aktuellen Bedingungen hinweisen. „Sollten keine ausreichenden Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlagen oder zur Gewährleistung des Mindestabstands zwischen Personen festgestellt werden, werden die Markthändler selbstverständlich aufgefordert entsprechende Maßnahmen zu treffen.“

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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