„Wer wagt, gewinnt“

 Die Flötisten bestachen in der Erndtebrücker Pulverwaldhalle vor allem durch eine bunt gemischte Altersstruktur. Foto: fhe
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fhe - „Wer wagt, gewinnt“, so lautete das Stück, das die Musikerinnen und Musiker beim Spielleute-Workshop fleißig einübten - und ein bisschen konnte man den Titel auch als Motto verstehen. Denn wer sich zum Workshop angemeldet hatte, konnte nur (dazu) gewinnen: Ob an neu gewonnenen musikalischen Erkenntnissen und Erfahrungen, an Übung – und sich in Zukunft an einen geselligen Tag erinnern können, an dem mit Sicherheit nicht zu wenig gelacht wurde.

In diesem Jahr ließen es die Fördermittel des Volksmusikerbundes sogar zu, dass ein zweiter Musiker-Lehrgang im Bereich Siegen-Wittgenstein organisiert werden konnte, an dem genau 33 Flötisten und Trommler mit Begeisterung, Engagement und dem nötigen Ehrgeiz teilnahmen. So auch die Mitglieder der Spielmannszüge aus Oberschelden, Gosenbach, Hilchenbach sowie die Musiker des Zugs aus Burbach-Wahlbach. Mit dem Spielmannszug aus Bad Laasphe und dem Erndtebrücker TuS-Tambourkorps waren auch zwei Wittgensteiner Züge bestens vertreten.

Die Flötisten bestachen vor allem durch eine bunt gemischte Altersstruktur. Stets den richtigen Ton traf auch Bernhard Viegener, Landesmusikdirektor der Spielleutemusik, beim Arbeiten mit seinen Musikschülern. Mit einer Mischung aus gut gemeinten Ratschlägen und vor allem jeder Menge Humor bereitete es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sichtlich Spaß, Neues dazu zu lernen und sich mit dem eigenen Instrument – egal ob Sopranflöte, Altflöte oder Piccolo – ganz individuell beraten zu lassen und gleichzeitig im Spielmannszug gemeinsam auch gut zu klingen. In einem separaten Raum schlugen die Trommler kräftig auf Pauke und Becken – auch sie übten das Stück „Wer wagt, gewinnt“ ein, denn am Ende des Lehrgangs sollten alle Musiker das erlernte Stück dann gemeinsam spielen. Peter Oehler, stellvertretender Kreisfachleiter des Spielmannswesens, gab sich ebenfalls in jeder Hinsicht zufrieden mit der Resonanz für den bereits zweiten Workshop der Spielleute in diesem Jahr. Fand man im unteren Raum bei den Flöten ein ganz gemischtes Musikeralter vor, waren es im „Trommlerraum“ ausnahmslos ältere Männer, die die Trommelschläge schwangen.

Sowohl neue Teilnehmer als auch „alte Hasen“ im Spielmannsgeschäft hatten sich zum Workshop angemeldet – also eine erfreuliche Mischung. Dennoch sprach Peter Oehler auch den Nachwuchsmangel an, mit dem die Spielleute schwer zu kämpfen haben. Es werden weniger Auftritte und die Musik wird als nicht so vielfältig angesehen, wie sie tatsächlich sein könne, gab Oehler zu bedenken. Von den Problemen und der Nachwuchsfrage war am Sonntag allerdings nichts zu bemerken: Hier saßen Jung und Alt zusammen, um zu musizieren, sich auszutauschen und am Ende des Tages ein gelungenes Musikstück gemeinsam vorzutragen.

Mit Erfolg, zu dem maßgeblich das Wirken von Bernhard Viegener beigetragen hatte – wohl nicht zuletzt, da er nie die nötige Portion Humor vergaß. Nicht vergessen werden die Teilnehmer so wohl auch einen „besonderen“ Ratschlag, den Viegener den Musikern mitgab: „Was ist schlimmer als eine Piccolo-Flöte?“ – „Zwei Piccolo-Flöten!“.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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