Wer wird Kreisdirektor?

Wer wird Siegen-Wittgensteiner Kreisdirektor? Die Fraktionen müssen entscheiden. Archivfoto: ch

ch - Am Mittwochnachmittag ging die Suche nach dem neuen Kreisdirektor Siegen-Wittgensteins in die heiße Phase: Die Kandidaten für den zweitwichtigsten Posten in der Kreisverwaltung stellten sich hinter verschlossenen Kreishaustüren den Mitgliedern des Kreisausschusses vor; eine Frau – Silke Biermann – und zwei Männer – Kreiskämmerer Thomas Damm sowie Matthias Engel aus Ostwestfalen – präsentierten sich den Kommunalpolitikern und ihre Ideen jeweils in zehn Minuten Vortrag plus 20 Minuten Frage-Antworten-Runde. In der Dezember-Sitzung des Kreistages soll der oder die Neue für den Posten an der Verwaltungsspitze gewählt werden.

Die Sozialdemokraten sollen dem Vernehmen nach den Externen als Favoriten ins Auge gefasst haben: Matthias Engel, seit 2012 Beigeordneter der Stadt Horn-Bad Meinberg am Rande des Teutoburger Waldes. Der 44-Jährige mit SPD-Parteibuch wechselte einst von der sog. freien Wirtschaft (Karstadt-Mitarbeiter) in die Verwaltung, wollte für den Kreis Mettmann in den Landtag und scheiterte. Auch bei der Bürgermeister-Stichwahl in Horn-Bad Meinberg Ende September zog er den Kürzeren.

Sein größter Konkurrent ist ein „Interner” aus der Kreisverwaltung: Thomas Damm. Seit dem Jahr 2004 leitet der heute 53-Jährige die Kreiskämmerei; zuvor war er Chef der Kämmerei der Stadt Freudenberg. Der Verwaltungsfachmann ohne Parteibuch wurde bislang und wird noch immer fraktionsübergreifend als versierter Experte für kommunale Finanzen angesehen. Nicht wirklich im Rennen, aber mit einer Bewerbung und bei der Präsentation im 13. Stock der Kreishauses mit von der Partie: Silke Biermann, Kreismitarbeiterin bzw. Leiterin des Fachservice Recht.

Auch der amtierende Kreisdirektor Frank Bender hat übrigens eine Bewerbungsmappe eingereicht – fehlte aber in der gestrigen Vorstellungsrunde. Der 55-jährige Christdemokrat weiß natürlich genau, dass seine Wiederwahl derzeit unrealistisch ist. Denn die Besetzung des Kreisdirektor-Postens ist eine Sache der politischen Mehrheiten im Kreistag. Weder die CDU kann mit ihren 20 von 55 Sitzen im Kreistag einen Kandidaten im Alleingang durchsetzen noch die SPD (19 Sitze plus Stimme des Landrates).

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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